Suppen Eier Krebstiere Milchprodukte Weizen Braten in wenig Fett Kochen in Flüssigkeit Sanftes Köcheln

Bayerische Krebssuppe mit Weißbrotklößchen

Bayerische Suppenküche

Cremige bayerische Krebssuppe aus gegarten Flusskrebsen, Krebsbrühe, Milch und Sahne, serviert mit kleinen Weißbrotklößchen.

Zum Rezept
Bayerische Krebssuppe mit Weißbrotklößchen
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 65 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Krebstiere, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die angerösteten Krebsschalen geben der Brühe ein tiefes, nussiges Aroma.
  • Milch, Sahne und Eigelb sorgen für eine cremige Bindung, ohne dass die Suppe nach dem Einrühren des Eigelbs noch kochen muss.
  • Die weichen Weißbrotklößchen nehmen die würzige Suppe gut auf und geben ihr eine angenehme Textur.
  • Zitronensaft und Petersilie setzen frische Akzente gegen die kräftige Krebsnote.

Diese bayerisch inspirierte Krebssuppe verbindet eine aromatische Brühe aus Krebsschalen mit einer mild gebundenen Milch-Sahne-Suppe. Vorgegarte Flusskrebse erleichtern die Zubereitung zu Hause; feine Weißbrotklößchen und Petersilie ergänzen die Suppe als sättigende Einlage.

Die Suppe ist cremig und mild würzig, mit einem deutlichen, leicht nussigen Krebsaroma. Die Krebsstücke bleiben zart, während die Weißbrotklößchen weich und locker in der heißen Suppe liegen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Klößchenmasse anrühren

    Weißbrotbrösel, Ei, Milch, weiche Butter, Petersilie und das dafür vorgesehene Salz zu einer formbaren Masse verkneten. Die Masse 10 Minuten quellen lassen, anschließend etwa 16 kleine Klößchen formen. Während die Masse quillt, können die Flusskrebse und das Gemüse vorbereitet werden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist formbar und lässt sich zu kleinen Klößchen rollen.

    • Die Klößchen klein formen, damit sie gleichmäßig garen.
  2. Klößchen gar ziehen lassen

    Einen Topf mit Wasser und dem Salz für das Kochwasser aufkochen. Die Klößchen hineingeben, die Hitze reduzieren und sie 8 bis 10 Minuten knapp unter dem Siedepunkt gar ziehen lassen. Mit einer Schaumkelle herausheben und beiseitestellen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Klößchen sind durchgegart und behalten ihre Form.

    • Das Wasser nur sanft bewegen lassen, damit die Klößchen nicht zerfallen.
  3. Krebse auslösen

    Die Flusskrebse aus der Schale lösen. Etwa 300 g Krebsfleisch für die Einlage zurücklegen. Schalen und übriges Fleisch grob zerteilen.

    5 Minuten
    • Das zurückgelegte Krebsfleisch erst kurz vor dem Servieren erwärmen, damit es zart bleibt.
  4. Krebsbrühe ansetzen

    30 g Butter in einem großen Topf erhitzen. Krebsschalen, Zwiebel und Möhre darin 4 bis 5 Minuten anrösten. Das Wasser angießen, alles 20 Minuten leise köcheln lassen und die Brühe durch ein feines Sieb gießen. Etwa 500 ml Krebsbrühe abmessen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brühe duftet kräftig nach Krebs und ist durch das Sieb von festen Bestandteilen befreit.

    • Die Schalen nur leicht anrösten, damit die Butter nicht verbrennt.
  5. Suppe binden

    Die restliche Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und 1 Minute hell anschwitzen. Milch und etwa 500 ml Krebsbrühe nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. Die Suppe 8 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie leicht bindet.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist leicht gebunden und glatt gerührt.

    • Die Flüssigkeit portionsweise zugießen und dabei gründlich rühren, damit keine Mehlklümpchen entstehen.
  6. Sahne und Eigelb temperieren

    Sahne und Eigelb in einer Schüssel verrühren. Einige Kellen der heißen Suppe langsam unterrühren, dann die Mischung zurück in den Topf geben. Die Suppe jetzt nicht mehr kochen lassen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist cremig und das Eigelb vollständig eingearbeitet.

    • Das langsame Angleichen der Temperatur verhindert, dass das Eigelb ausflockt.

    Wichtig: Nach dem Einrühren des Eigelbs die Suppe nicht mehr sprudelnd kochen lassen.

  7. Abschmecken und Krebsfleisch erwärmen

    Zitronensaft, Salz, weißen Pfeffer und Muskat einrühren. Das zurückgelegte Krebsfleisch in mundgerechte Stücke schneiden, in die Suppe geben und 3 bis 4 Minuten sanft erwärmen.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Krebsfleisch ist heiß, aber noch zart, und die Suppe schmeckt ausgewogen würzig.

    • Erst nach dem Einrühren der Krebsstücke abschmecken, da die Brühe bereits Würze mitbringt.
  8. Anrichten und servieren

    Die Krebssuppe auf vier tiefe Teller verteilen, die Weißbrotklößchen einlegen und mit Petersilie bestreuen. Sofort servieren.

    Daran erkennst du es: Die Suppe wird heiß serviert, die Klößchen liegen locker in der Suppe.

    • Die Klößchen erst beim Anrichten in die Suppe geben, damit sie ihre Form behalten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Eigelb vorsichtig einarbeiten: Sahne und Eigelb zunächst mit einigen Kellen heißer Suppe temperieren. Danach die Mischung zurück in den Topf geben und die Suppe nicht mehr kochen lassen.
  • Schalen gründlich anrösten: Das kurze Anrösten der Schalen in Butter bildet die aromatische Grundlage der Krebsbrühe. Die Schalen sollen duften und leicht Farbe annehmen, aber nicht dunkel verbrennen.
  • Klößchen klein formen: Kleine Klößchen garen gleichmäßiger und lassen sich später leichter zusammen mit der Suppe servieren.

Zutatenwissen

Vorgegarte Flusskrebse

Vorgegarte Flusskrebse erleichtern die Zubereitung. Schalen und übriges Fleisch werden trotzdem für die Brühe genutzt; etwa 300 g Krebsfleisch bleiben als Einlage zurück.

Drei Salzverwendungen

Die Salzmenge für die Suppe, die Klößchenmasse und das Kochwasser bleibt getrennt, damit jede Verwendung dosiert werden kann.

Feine Brösel verwenden

Feine Weißbrotbrösel ergeben eine gleichmäßige, formbare Klößchenmasse und eine zarte Textur.

Sinnvolle Alternativen

Ausgelöstes Flusskrebsfleisch und ungesalzene Fischbrühe

Die Suppe schmeckt etwas weniger nussig und wird weniger rötlich, weil die Schalen für die Brühe fehlen.

Wenn nur ausgelöstes Krebsfleisch erhältlich ist, dieses für die Einlage verwenden und die Krebsbrühe durch ungesalzene Fischbrühe ersetzen. Das Krebsfleisch erst im letzten Schritt sanft erwärmen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Suppe wird körnig oder das Eigelb flockt aus.

Heiße Suppe langsam unter die Eigelb-Sahne-Mischung rühren und die Suppe anschließend nicht mehr kochen lassen.

Die Suppe sofort vom Herd nehmen und durch ein feines Sieb passieren; die Textur wird dadurch meist glatter, aber nicht vollständig wiederhergestellt.

Die Weißbrotklößchen zerfallen im Kochwasser.

Die Masse 10 Minuten quellen lassen und die Klößchen anschließend nur knapp unter dem Siedepunkt gar ziehen lassen.

Die restliche Masse mit etwas zusätzlichen Weißbrotbröseln stabilisieren und erneut kleine Klößchen formen.

Die Suppe bindet nicht ausreichend.

Milch und Krebsbrühe nach und nach unter ständigem Rühren zugießen und die angegebene Zeit sanft köcheln lassen.

Die Suppe noch kurz sanft weiterköcheln lassen, bevor Sahne und Eigelb eingearbeitet werden.

Die Suppe schmeckt wenig nach Krebs.

Die Schalen in Butter aromatisch anrösten und für die Brühe auskochen.

Mit etwas zusätzlicher ungesalzener Fischbrühe verlängern und die Suppe anschließend vorsichtig neu abschmecken.

Varianten

Krebssuppe ohne Weißbrotklößchen

Die Suppe wird ohne Klößcheneinlage serviert und eignet sich als leichtere Vorspeise.

Servieren und kombinieren

  • Als festliche Vorspeise: Die Suppe in kleinen tiefen Tellern oder Tassen mit wenigen Weißbrotklößchen servieren. Das Krebsfleisch erst kurz vor dem Servieren einlegen.
  • Mit zusätzlichem Brot: Für eine sättigendere Mahlzeit die Suppe mit frischem Weißbrot oder kräftigem Bauernbrot reichen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Krebsbrühe und die Suppe bis einschließlich Schritt 5 können am Vortag vorbereitet und gekühlt werden. Eigelb-Sahne-Mischung, Krebsfleisch und Klößchen erst beim Aufwärmen beziehungsweise kurz vor dem Servieren einarbeiten.

Aufbewahren

Suppe und Klößchen getrennt möglichst rasch abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Die Klößchen vor dem Lagern aus der Suppe nehmen, damit sie nicht aufweichen.

Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Die gebundene Suppe mit Eigelb und Sahne sowie die Weißbrotklößchen können beim Einfrieren und Auftauen an Textur verlieren.

Aufwärmen

  • Topf: Die Suppe langsam im Topf erwärmen und dabei regelmäßig rühren. Nicht sprudelnd kochen lassen. Krebsfleisch und Klößchen erst gegen Ende zugeben und nur sanft erhitzen.

Allergene und Nährwerte

  • Krebstiere: enthält · Flusskrebse sind eine Krebstierart.
  • Milch: enthält · Butter, Milch und Sahne sind Bestandteil der Suppe und der Klößchen.
  • Ei: enthält · Eigelb bindet die Suppe; ein ganzes Ei wird für die Klößchen verwendet.
  • Gluten: enthält · Weizenmehl und Weißbrotbrösel enthalten Weizen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich ausgelöstes Krebsfleisch statt ganzer Flusskrebse verwenden?

Ja. Verwende zusätzlich ungesalzene Fischbrühe für die Schalenbrühe. Die Suppe schmeckt dann etwas weniger nussig und wird weniger rötlich.

Warum darf die Suppe nach dem Einrühren des Eigelbs nicht mehr kochen?

Starke Hitze kann das Eigelb ausflocken lassen. Deshalb die heiße Suppe langsam unter die Eigelb-Sahne-Mischung rühren und die Suppe anschließend nur noch sanft erwärmen.

Wie verhindere ich, dass die Weißbrotklößchen zerfallen?

Die Masse 10 Minuten quellen lassen und die Klößchen anschließend in nur knapp unter dem Siedepunkt heißem Wasser gar ziehen lassen.

Aus unserer Küche

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