Mehligkochende Kartoffeln verwenden
Mehligkochende Kartoffeln liefern ausreichend Stärke und ergeben eine geeignete, formbare Kloßmasse.
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Passwort vergessen?Pfälzer Kartoffelklöße
Pfälzer Kartoffelklöße aus halb gekochten und halb rohen Kartoffeln, serviert mit cremiger Speckrahmsoße und sanft geschmortem Sauerkraut.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Hoorische gehören zu den charakteristischen Kartoffelklößen der Pfalz. Ihre raue, leicht faserige Oberfläche entsteht durch die Verbindung von gekochten und rohen Kartoffeln. Dazu passen die kräftige Speckrahmsoße und das säuerlich-würzige Sauerkraut besonders gut.
Die Hoorischen sind außen fest und leicht rau, innen weich und locker. Die Soße schmeckt cremig, würzig und speckig, während das Sauerkraut säuerlich, mild fruchtig und sanft geschmort wirkt.
Schritt für Schritt
Die gekochten Kartoffeln abgießen, noch warm pellen und vollständig auskühlen lassen. Anschließend durch eine Kartoffelpresse drücken. Die rohen Kartoffeln schälen, fein reiben und in einem sauberen Küchentuch kräftig ausdrücken.
Daran erkennst du es: Die gekochten Kartoffeln sind vollständig ausgekühlt, die rohe Kartoffelmasse ist möglichst trocken ausgedrückt.
Gekochte und rohe Kartoffelmasse mit Ei, Kartoffelstärke, Salz und Muskatnuss zu einem formbaren Teig vermengen. Aus der Masse mit feuchten Händen etwa zwölf längliche Klöße formen. Nicht zu lange kneten, damit die Hoorischen locker bleiben.
Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich zu länglichen Klößen formen und hält seine Gestalt, ohne stark zu kleben.
Die Zwiebel fein würfeln und im Schmalz oder Öl glasig dünsten. Den geschälten, fein gewürfelten Apfel kurz mitdünsten. Sauerkraut, Gemüsebrühe, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren dazugeben, pfeffern und zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 25 Minuten schmoren. Zwischendurch umrühren und am Ende Lorbeerblatt und Wacholderbeeren entfernen.
Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist weich und aromatisch, der Apfel ist eingekocht, aber die Beilage nicht trocken.
Den Speck in einem Topf auslassen. Die zweite fein gewürfelte Zwiebel darin anbraten. Butter und Mehl einrühren, kurz anschwitzen und mit Gemüsebrühe und Sahne ablöschen. Unter Rühren aufkochen und anschließend fünf bis sieben Minuten sanft köcheln lassen. Mit Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Soße ist cremig gebunden und schmeckt abgerundet, ohne mehlig zu wirken.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum Sieden bringen. Die Hoorischen vorsichtig einlegen und die Hitze sofort reduzieren. Die Klöße sollen nur ziehen und nicht sprudelnd kochen. Je nach Größe etwa 20 bis 25 Minuten garen, bis sie fest und durchgehend heiß sind.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind fest und durchgehend heiß; das Wasser sprudelt während des Garens nicht stark.
Wichtig: Beim Einlegen der Klöße vorsichtig arbeiten, damit kein heißes Wasser verspritzt.
Die Hoorischen mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben. Zusammen mit dem Sauerkraut anrichten und die Speckrahmsoße darübergeben. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Hoorischen, das Sauerkraut und die Soße werden heiß und unmittelbar nach dem Garen serviert.
Gut zu wissen
Mehligkochende Kartoffeln liefern ausreichend Stärke und ergeben eine geeignete, formbare Kloßmasse.
Ein säuerlicher Apfel ergänzt das Sauerkraut fruchtig und rundet dessen Säure beim Schmoren ab.
Der geräucherte Bauchspeck wird zunächst ausgelassen und bildet die herzhafte Grundlage der Rahmsoße.
Das Sauerkraut schmeckt etwas leichter und weniger fleischig.
Das Öl genauso zum Dünsten der Zwiebel verwenden.
Die Soße wird weniger fleischig und kann je nach Produkt etwas salziger oder rauchiger schmecken.
Den Speckersatz kurz anbraten und anschließend wie den Bauchspeck weiterverwenden; die Salzmenge erst am Ende anpassen.
Die Soße bindet etwas glatter und benötigt keine Mehlschwitze.
Die Speisestärke mit einem kleinen Teil der kalten Brühe glatt rühren und nach dem Ablöschen einrühren.
Die rohe Kartoffelmasse kräftig ausdrücken und vor dem Formen prüfen, ob der Teig formbar ist.
Einen Probekloß garen. Zerfällt er, vorsichtig etwas Kartoffelstärke in den restlichen Teig einarbeiten.
Die Hitze sofort reduzieren und die Hoorischen nur ziehen lassen.
Die Hitze weiter reduzieren und die Klöße nicht mehr wenden oder kräftig umrühren.
Flüssigkeit unter ständigem Rühren zugießen und die Soße anschließend sanft aufkochen.
Die Soße durch ein feines Sieb passieren und danach vorsichtig weiter erwärmen.
Zugedeckt bei niedriger Hitze schmoren und zwischendurch umrühren.
Etwas Brühe nachgießen und bei niedriger Hitze weiter schmoren.
Eine fleischfreie Variante mit neutralem Öl und pflanzlichem Speckersatz oder zusätzlichen gebratenen Zwiebeln.
Eine herzhaftere, weniger fruchtige Version des Sauerkrauts.
Die fertigen Hoorischen werden mit zusätzlich gebräunten Zwiebeln ergänzt.
Die Kartoffeln können am Vortag gekocht und vollständig ausgekühlt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sauerkraut und Speckrahmsoße lassen sich ebenfalls vorab zubereiten und vor dem Servieren langsam wieder erwärmen. Die geformten Hoorischen möglichst erst kurz vor dem Garen herstellen.
Hoorische, Sauerkraut und Soße möglichst getrennt voneinander abkühlen lassen und anschließend abgedeckt im Kühlschrank lagern.
Gekochte Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr gründlich durcherhitzen.
Die Qualität der Kartoffelklöße und der Rahmsoße kann beim Einfrieren und Auftauen deutlich leiden.
Häufig gefragt
Der Name wird mit ihrer rauen, leicht faserigen Oberfläche in Verbindung gebracht, die durch die Mischung aus rohen und gekochten Kartoffeln entsteht.
Die gekochten Kartoffeln geben der Masse Bindung und Weichheit, während die rohen Kartoffeln für die typische Struktur und Oberfläche sorgen.
Die rohe Kartoffelmasse beim nächsten Ansatz stärker ausdrücken und die Teigkonsistenz mit etwas Kartoffelstärke korrigieren. Außerdem darf das Wasser nur sanft ziehen und nicht sprudelnd kochen.
Die Soße bei niedriger Hitze mit etwas Gemüsebrühe oder Sahne glatt rühren und anschließend erneut abschmecken.
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