Suppenhuhn statt Hähnchenbrust
Das Suppenhuhn braucht die längere, sanfte Garzeit, liefert dafür aber sowohl zartes, aromatisches Fleisch als auch die kräftige Brühe für Sauce und Reis.
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Zartes Suppenhuhn in heller, cremiger Sauce mit Spargel, Erbsen und Champignons, serviert mit lockerem Butterreis.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Berliner Hühnerfrikassee verbindet zart gegartes Suppenhuhn mit einer milden hellen Sauce und klassischem Gemüse. Spargel, Erbsen und Champignons sorgen für Farbe und Abwechslung, während Butterreis die kräftige Brühe aufnimmt und das Gericht abrundet.
Cremige, helle Sauce mit mildem Geflügelaroma, zartem Fleisch, bissigem Spargel, weichen Erbsen und herzhaften Champignons. Der Butterreis ist locker, leicht buttrig und nimmt die Sauce besonders gut auf.
Schritt für Schritt
Die Zwiebel mit Schale halbieren und in einem großen Topf trocken anrösten. Möhren, Lauch und Sellerie putzen und grob schneiden. Suppenhuhn, Gemüse, Lorbeerblätter, Nelken, Pfefferkörner, Salz und Wasser dazugeben. Alles langsam aufkochen und das Huhn bei kleiner Hitze sanft garen, bis sich das Fleisch leicht vom Knochen lösen lässt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht vom Knochen lösen.
Wichtig: Das Suppenhuhn vollständig garen; das Fleisch darf nicht mehr roh oder glasig sein.
Das Huhn aus der Brühe nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Brühe durch ein feines Sieb gießen. 750 ml für die Sauce und 600 ml für den Reis abmessen. Das Fleisch von Haut und Knochen lösen und in mundgerechte Stücke zupfen.
Die 600 ml Hühnerbrühe mit Salz aufkochen. Reis einrühren, die Hitze auf die kleinste Stufe reduzieren und den Reis zugedeckt garen. Den Topf vom Herd nehmen, den Reis ruhen lassen und anschließend die Butter unterheben. Während der Reis gart, können die Pilze vorbereitet und die Sauce begonnen werden.
Daran erkennst du es: Der Reis ist weich, aber die Körner bleiben möglichst locker und erkennbar.
Champignons putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. 20 g Butter in einem weiten Topf erhitzen und die Pilze darin braten. Die Pilze aus dem Topf nehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Pilze sind leicht gebräunt und nicht mehr roh.
Die restliche Butter im Topf schmelzen. Mehl einrühren und kurz anschwitzen, ohne es zu bräunen. Die 750 ml Hühnerbrühe nach und nach unter kräftigem Rühren angießen. Die Sauce leise köcheln lassen, bis sie sämig ist.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt und sämig und überzieht den Löffel leicht.
Sahne, gebratene Champignons, Spargel, Erbsen und Hühnerfleisch in die Sauce geben. Alles bei kleiner Hitze erwärmen, aber nicht mehr sprudelnd kochen.
Daran erkennst du es: Erbsen und Spargel sind heiß, bleiben aber möglichst formstabil.
Eigelb mit Zitronensaft und 3 Esslöffeln heißer Sauce in einer kleinen Schale verrühren. Die Mischung in das Frikassee geben und unterrühren. Mit Zucker, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Das Hühnerfrikassee sofort mit dem Butterreis servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist cremig und glatt, ohne dass das Eigelb gerinnt.
Wichtig: Das Eigelb nur in die heiße, nicht mehr sprudelnd kochende Sauce einarbeiten.
Gut zu wissen
Das Suppenhuhn braucht die längere, sanfte Garzeit, liefert dafür aber sowohl zartes, aromatisches Fleisch als auch die kräftige Brühe für Sauce und Reis.
Spargelspitzen aus dem Glas erst abtropfen lassen und erst am Ende in die Sauce geben, damit sie möglichst formstabil bleiben.
Das Eigelb zunächst mit heißer Sauce verrühren. Dadurch verteilt es sich gleichmäßiger und gerinnt beim Einrühren weniger leicht.
Die abgeseihte Brühe verbindet die einzelnen Komponenten geschmacklich und macht sowohl Sauce als auch Reis aromatischer.
Frischer Spargel bleibt meist etwas bissfester und benötigt je nach Dicke eventuell eine längere Erwärmungszeit.
Frischen Spargel schälen, in kurze Stücke schneiden und vor dem Einrühren in die Sauce separat knapp garen.
Crème fraîche macht die Sauce etwas säuerlicher und dichter; Kochsahne bleibt milder und dünnflüssiger.
Als Ersatz in gleicher Menge einrühren und die Sauce anschließend vorsichtig abschmecken.
Das Gericht wird weniger locker und nimmt die Sauce anders auf, bleibt aber eine passende Beilage.
Kartoffeln separat garen und statt des Butterreises zum Frikassee servieren.
Die Brühe nach und nach angießen und dabei kontinuierlich mit dem Schneebesen rühren.
Die Sauce durch ein feines Sieb streichen und anschließend vorsichtig weiterköcheln lassen.
Eigelb mit heißer Sauce temperieren und das Frikassee danach nur noch sanft erwärmen.
Die Sauce sofort vom Herd nehmen und vorsichtig durch ein Sieb geben; die Bindung lässt sich nur begrenzt zurückgewinnen.
Mengen und Garzeit einhalten, den Deckel geschlossen halten und den Reis nur locker mit der Butter unterheben.
Den Reis kurz ohne Deckel ausdampfen lassen und vorsichtig auflockern.
Das Gemüse erst am Ende zugeben und nur sanft erwärmen.
Weitere Zutaten nicht mehr unterheben und das Frikassee sofort servieren.
Frischer Spargel ersetzt die Spargelspitzen aus dem Glas und bringt eine festere, saisonale Textur.
Der Champignonanteil wird erhöht, sodass die Pilze stärker hervorstechen.
Statt Butterreis wird das Frikassee mit Salzkartoffeln serviert.
Das Huhn und die Brühe können am Vortag zubereitet werden. Fleisch und Brühe getrennt abkühlen lassen und gekühlt aufbewahren. Sauce, Gemüse und Legierung möglichst erst am Serviertag fertigstellen.
Frikassee und Reis getrennt möglichst rasch abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Spargel und Reis behalten getrennt ihre beste Struktur.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr gründlich durcherhitzen.
Die cremige, mit Eigelb gebundene Sauce und der Butterreis können nach dem Einfrieren an Konsistenz verlieren.
Häufig gefragt
Ja. Frischen Spargel schälen, in Stücke schneiden und vor dem Einrühren in die Sauce knapp garen. Er bleibt meist etwas bissfester als Spargel aus dem Glas.
Ein Suppenhuhn liefert bei der langen, sanften Garzeit aromatische Brühe und zartes Fleisch. Beides wird im Frikassee weiterverwendet.
Das Eigelb bindet die Sauce. Bei sprudelndem Kochen kann es gerinnen und die Sauce körnig machen.
Salzkartoffeln passen ebenfalls gut, weil sie die helle Sauce aufnehmen. Sie werden separat gekocht und zum Servieren gereicht.
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