Desserts und eigenständige Süßspeisen Eier Milchprodukte Weizen Wurzeln und Knollen Braten in wenig Fett Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Quarkkeulchen aus Sachsen

SACHSEN

Sächsische Quarkkeulchen sind kleine, goldbraun in der Pfanne ausgebackene Küchlein aus gekochten Kartoffeln, Quark und einem süßen Teig.

Zum Rezept
Quarkkeulchen aus Sachsen.
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 20 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 45 Minuten
Menge ergibt etwa 12 Quarkkeulchen
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Gekochte Kartoffeln geben den Küchlein eine weiche, saftige Mitte und verhindern, dass der Teig zu schwer wird.
  • Quark bringt eine milde Säure und cremige Struktur in den Teig.
  • Das Ausbacken in wenig Butter sorgt für eine goldbraune Oberfläche mit leicht knusprigen Rändern.

Die Kombination aus mehliger Kartoffel, cremigem Quark und leicht süßem Teig macht Quarkkeulchen zu einer charakteristischen sächsischen Süßspeise. Sie schmecken frisch aus der Pfanne besonders gut und werden traditionell gern mit Zimtzucker oder Apfelmus serviert.

Außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich, locker und mild quarkig; Zimtzucker und Apfelmus ergänzen die dezente Süße.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig zubereiten

  1. Kartoffeln vorbereiten

    Die gekochten, vollständig abgekühlten Kartoffeln schälen und fein reiben. Quark, Mehl, Eier, Zucker, Rosinen und Salz in einer großen Schüssel zu den Kartoffeln geben und alles zu einem weichen, formbaren Teig vermengen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig vermischt und lässt sich mit leicht bemehlten Händen formen.

    • Nicht länger als nötig kneten, damit die Quarkkeulchen locker bleiben.
    • Ist der Teig sehr weich, kurz ruhen lassen, bevor zusätzlich Mehl verwendet wird.

    Wichtig: Eier und Quark bis zur Verarbeitung kühl halten.

  2. Teig ruhen lassen

    Den Teig 10 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit bindet das Mehl etwas Flüssigkeit und der Teig lässt sich anschließend leichter portionieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig wirkt nach der Ruhezeit etwas gebundener.

    • Die Schüssel während der Ruhezeit abdecken.

Ausbacken und servieren

  1. Quarkkeulchen ausbacken

    Aus dem Teig etwa 12 kleine, flache Küchlein formen. Eine große Pfanne portionsweise mit Butter erhitzen und die Quarkkeulchen bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Nicht zu viele Stücke gleichzeitig in die Pfanne legen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun, die Ränder sind leicht fest und die Mitte ist durchgegart.

    • Die Küchlein erst wenden, wenn die Unterseite stabil und gebräunt ist.
    • Bei mehreren Durchgängen die fertigen Stücke warm halten.

    Wichtig: Die Quarkkeulchen vollständig durchgaren, sodass die Eimasse nicht mehr flüssig ist.

  2. Anrichten

    Die heißen Quarkkeulchen mit Zimtzucker bestreuen und nach Wunsch mit Apfelmus servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Quarkkeulchen sind heiß und direkt servierbereit.

    • Zimtzucker haftet besonders gut, solange die Küchlein noch warm sind.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kartoffeln vollständig abkühlen lassen: Warme Kartoffeln machen den Teig weicher und können dazu führen, dass mehr Mehl benötigt wird. Für eine lockere, nicht zähe Struktur die Kartoffeln vor dem Reiben vollständig abkühlen lassen.
  • Portionsweise ausbacken: Die Pfanne nicht überfüllen. Nur dann bleibt die Hitze ausreichend hoch und die Quarkkeulchen bräunen, statt im austretenden Dampf weich zu werden.

Zutatenwissen

Quarkkonsistenz

Magerquark oder ein cremiger Speisequark funktioniert gut. Sehr feuchter Quark kann den Teig weicher machen; dann die Ruhezeit abwarten, bevor die Konsistenz beurteilt wird.

Geeignete Kartoffeln

Mehligkochende Kartoffeln binden den Teig besser und ergeben eine weichere, formbare Masse als festkochende Sorten.

Sinnvolle Alternativen

glutenfreie Mehlmischung

Die Quarkkeulchen können etwas mürber und weniger elastisch werden.

Das Weizenmehl im gleichen Ausgangsgewicht durch eine glutenfreie Universal-Mehlmischung ersetzen. Den Teig vor dem Formen vollständig ruhen lassen.

neutrales Pflanzenöl

Der Buttergeschmack entfällt; die Oberfläche wird etwas anders gebräunt.

Zum Ausbacken statt Butter ein hitzestabiles, neutrales Pflanzenöl verwenden.

getrocknete Cranberrys

Die Füllung schmeckt fruchtiger und leicht säuerlicher.

Die Rosinen im gleichen Gewicht durch klein geschnittene getrocknete Cranberrys ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig ist sehr weich und lässt sich nicht formen.

Kartoffeln vollständig abkühlen lassen und den Teig vor dem Nachmehlen 10 Minuten ruhen lassen.

Die Hände leicht bemehlen und nur falls nötig wenig zusätzliches Mehl einarbeiten.

Die Quarkkeulchen werden außen dunkel, bevor sie innen gar sind.

Bei mittlerer Hitze braten und flache, gleichmäßig dicke Küchlein formen.

Die Hitze reduzieren und die Küchlein bei Bedarf kurz mit Deckel nachgaren.

Die Quarkkeulchen kleben an der Pfanne.

Butter vollständig schmelzen lassen und erst wenden, wenn die Unterseite gebräunt und stabil ist.

Mit einem breiten Pfannenwender vorsichtig unter das Küchlein fahren.

Varianten

Rosinenfreie Quarkkeulchen

Eine schlichte Variante ohne Trockenfrüchte, bei der der Quark-Kartoffel-Geschmack stärker hervortritt.

Herzhafte Quarkkeulchen

Eine herzhafte Abwandlung als Beilage oder kleine Mahlzeit.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Apfelmus: Die frisch ausgebackenen Quarkkeulchen mit Zimtzucker bestreuen und warm mit Apfelmus servieren.
  • Mit Beerenkompott: Beerenkompott oder ein säuerliches Fruchtmus bildet einen frischen Kontrast zur milden Süße der Quarkkeulchen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Teig höchstens einige Stunden im Kühlschrank aufbewahren und abgedeckt lagern. Vor dem Formen kurz durchrühren und die Konsistenz prüfen.

Aufbewahren

Ausgekühlte Quarkkeulchen abgedeckt im Kühlschrank lagern. Apfelmus getrennt aufbewahren.

Reste nach dem Abkühlen zeitnah kühlen und nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Die vollständig ausgekühlten Quarkkeulchen mit Backpapier getrennt voneinander einfrieren und anschließend luftdicht verpacken.

Im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend in Pfanne oder Backofen vollständig erhitzen.

Nach dem Einfrieren kann die Oberfläche etwas weicher sein als bei frisch gebackenen Quarkkeulchen.

Aufwärmen

  • Pfanne: Die Quarkkeulchen bei mittlerer bis niedriger Hitze in wenig Butter oder ohne zusätzliches Fett von beiden Seiten erwärmen.
  • Backofen: Auf einem Blech bei 160 °C Ober-/Unterhitze erwärmen.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Quark und Butter sind Milchprodukte.
  • Eier: enthält · Die Rezeptur enthält Hühnereier.
  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Weizenmehl ist eine glutenhaltige Getreidezutat.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich die Kartoffeln am Vortag kochen?

Ja. Vorgekochte, vollständig abgekühlte Kartoffeln lassen sich gut am nächsten Tag verwenden. Sie sollten bis zur Verarbeitung gekühlt aufbewahrt werden.

Welcher Quark eignet sich für Quarkkeulchen?

Magerquark oder cremiger Speisequark sind geeignet. Bei sehr feuchtem Quark den Teig zunächst ruhen lassen, bevor zusätzliches Mehl eingearbeitet wird.

Kann ich die Rosinen weglassen?

Ja. Die Rosinen sind optional und können ersatzlos weggelassen werden.

Aus unserer Küche

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