Rohe Kartoffeln gründlich ausdrücken
Die rohe Kartoffelmasse sollte nach dem Reiben möglichst viel Flüssigkeit verlieren. Das verbessert die Bindung und verringert das Risiko, dass die Klöße im Wasser zerfallen.
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Traditionelle Kartoffelklöße aus einer Mischung aus rohen und gekochten Kartoffeln, als herzhafte Beilage serviert.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Thüringer Klöße verbinden geriebene rohe Kartoffeln mit gekochten Kartoffeln zu einer festen, dennoch lockeren Kloßmasse. Sorgfältiges Ausdrücken der rohen Kartoffeln und sanftes Garen im Wasser sind entscheidend für die typische Konsistenz.
Außen glatt und kompakt, innen weich und leicht elastisch, mit einem milden Kartoffelaroma.
Schritt für Schritt
Einen Teil der Kartoffeln in ausreichend Wasser weich kochen. Anschließend abgießen und die Kartoffeln noch warm durch eine Kartoffelpresse drücken oder fein stampfen. Die gekochte Kartoffelmasse kurz ausdampfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einer Gabel oder einem Messer durchstechen.
Wichtig: Beim Abgießen auf heißen Dampf und spritzendes Kochwasser achten.
Die rohen Kartoffeln schälen und fein reiben. Die geriebene Masse in ein sauberes Tuch geben und kräftig ausdrücken, bis möglichst wenig Flüssigkeit austritt. Die Masse anschließend in eine große Schüssel geben.
Daran erkennst du es: Die geriebene Kartoffelmasse ist deutlich entwässert und lässt sich locker zerkrümeln.
Wichtig: Beim Reiben die Finger vom Reibefläche fernhalten.
Die ausgedrückten rohen Kartoffeln mit den warmen gekochten Kartoffeln vermengen. Kartoffelstärke und Salz einarbeiten, bis eine formbare, zusammenhängende Masse entsteht. Nicht länger als nötig kneten.
Daran erkennst du es: Die Masse hält zusammen und lässt sich zu einer Kugel formen, ohne stark zu kleben.
Mit angefeuchteten Händen gleichmäßige Klöße formen. Die Oberfläche glattstreichen und Risse schließen, damit die Klöße im Kochwasser nicht auseinanderfallen.
Daran erkennst du es: Die Klöße sind kompakt, glatt und ohne sichtbare Risse.
Das Wasser mit Salz würzen und zum Kochen bringen. Die Klöße vorsichtig hineingeben. Sobald das Wasser wieder heiß ist, die Hitze reduzieren und die Klöße sanft ziehen lassen. Das Wasser darf nicht sprudelnd kochen, damit die Klöße nicht zerfallen.
Daran erkennst du es: Die Klöße steigen an die Oberfläche und bleiben beim Herausheben stabil.
Wichtig: Die Klöße vorsichtig ins heiße Wasser geben und beim Herausheben auf heißes Wasser und Dampf achten.
Die fertigen Klöße mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, kurz abtropfen lassen und sofort als Beilage servieren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist glatt, die Klöße sind durchgehend heiß und behalten ihre Form.
Wichtig: Vor dem Servieren prüfen, dass die Klöße im Inneren vollständig heiß sind.
Gut zu wissen
Die rohe Kartoffelmasse sollte nach dem Reiben möglichst viel Flüssigkeit verlieren. Das verbessert die Bindung und verringert das Risiko, dass die Klöße im Wasser zerfallen.
Die benötigte Menge hängt vom Wassergehalt der Kartoffeln ab. Die Stärke deshalb schrittweise einarbeiten und die Masse nicht unnötig fest machen.
Die Klöße können etwas dichter werden.
Kartoffelmehl nur schrittweise einarbeiten und die Masse auf Formbarkeit prüfen.
Die Kartoffelmasse kann etwas weniger gleichmäßig werden.
Die warmen Kartoffeln portionsweise durch ein feines Sieb drücken.
Die geriebenen Kartoffeln gründlich ausdrücken und das Wasser nach dem Einlegen nur sanft köcheln lassen.
Die restliche Masse mit etwas Kartoffelstärke nacharbeiten und einen Probekloß garen.
Die Stärke nur schrittweise einarbeiten und die Masse lediglich bis zur Bindung vermengen.
Bei noch nicht geformter Masse etwas warme gekochte Kartoffelmasse unterarbeiten.
Gleichmäßige, nicht zu große Klöße formen und die Garzeit an ihre Größe anpassen.
Die Klöße vorsichtig zurück ins sanft köchelnde Wasser geben und weitergaren.
In die Mitte jedes Kloßes kann ein kleiner gerösteter Brotwürfel gegeben werden.
Für ein Buffet oder als kleinere Beilage können kleinere Klöße geformt werden.
Die Kartoffelmasse möglichst frisch formen. Geformte, ungegarte Klöße können für kurze Zeit abgedeckt kühl gehalten und anschließend direkt gegart werden.
Gekochte Klöße vollständig abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren.
Gekochte Kartoffelklöße nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Beim Einfrieren kann die Kartoffelstruktur nach dem Auftauen weich oder wässrig werden.
Häufig gefragt
Am besten eignen sich mehligkochende Kartoffeln, weil sie eine gut formbare und lockere Kloßmasse ergeben.
Die rohen Kartoffeln geben den Klößen ihre charakteristische Struktur, während die gekochten Kartoffeln für Bindung und eine weiche Konsistenz sorgen.
Häufig wurden die rohen Kartoffeln nicht ausreichend ausgedrückt, die Masse ist zu feucht oder das Wasser kocht zu stark.
Aus unserer Küche
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