Braten und Schmorbraten Fleisch Backen Rösten und Ofenbraten Als Hauptgericht vorgesehen

Herzhafter Falscher Hase mit Speckmantel

DEUTSCHLAND

Saftiger Hackbraten aus gemischtem Hackfleisch, aromatischen Zwiebeln und Kräutern, umhüllt von knusprig gebackenem Speck.

Zum Rezept
Herzhafter Falscher Hase mit Speckmantel
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge 1 Hackbraten für 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Rösten und Ofenbraten
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das eingeweichte Brötchen bindet Flüssigkeit und hält die Hackfleischmasse saftig.
  • Der Speckmantel schützt die Oberfläche und sorgt für würzige Röstaromen.
  • Zwiebeln, Senf, Majoran und Petersilie geben dem Hackbraten ein klassisches, ausgewogenes Aroma.

Dieser herzhafte Falsche Hase wird im Ofen gebacken und erhält durch den Speckmantel eine würzige, goldbraune Kruste. Die lockere Hackfleischmasse bleibt durch eingeweichtes Brötchen und Ei saftig und lässt sich nach kurzer Ruhezeit sauber in Scheiben schneiden.

Außen goldbraun und leicht knusprig, innen saftig und locker mit herzhaftem Fleischgeschmack, würzigen Kräutern und einer milden Senfnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Vorbereiten und Hackbratenmasse anrühren

  1. Backofen vorheizen

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Während der Ofen aufheizt, das Brötchen vorbereiten und die Zwiebel anbraten.

    10 Minuten 200 °C
    • Bei Umluft den Backofen auf etwa 180 °C einstellen.
  2. Brötchen einweichen

    Das Brötchen in Stücke zupfen, mit der Milch übergießen und etwa 10 Minuten quellen lassen. Anschließend gut ausdrücken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Brötchen ist vollständig weich und nimmt die Milch auf.

    • Nicht nur die Oberfläche befeuchten; die Brotstücke sollen bis in die Mitte weich werden.
  3. Zwiebeln anbraten

    Das Öl in der Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten glasig braten. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Mischung kurz abkühlen lassen.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, aber nicht dunkel gebräunt.

    • Die Zwiebeln vor dem Vermengen etwas abkühlen lassen, damit das Ei nicht stockt.
  4. Hackmasse mischen

    Hackfleisch, ausgedrücktes Brötchen, abgekühlte Zwiebelmischung, Eier, Senf, Salz, Pfeffer, Majoran und Petersilie in die Schüssel geben. Alles nur so lange vermengen, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig verbunden, bleibt aber weich und nicht schmierig.

    • Nicht lange kneten, sonst wird der Hackbraten fest.

    Wichtig: Nach dem Kontakt mit rohem Hackfleisch Hände, Arbeitsfläche und Geräte gründlich reinigen.

Formen, mit Speck umhüllen und backen

  1. Laib formen und umhüllen

    Die Hackmasse zu einem kompakten, länglichen Laib formen und in die Auflaufform legen. Die Speckscheiben leicht überlappend über den Laib legen und an den Seiten unterschlagen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Laib ist gleichmäßig dick und vollständig mit Speck bedeckt.

    • Eine gleichmäßige Form sorgt dafür, dass die Mitte nicht deutlich später gar ist.
  2. Kurz anbacken

    100 ml Wasser seitlich in die Form gießen. Den Hackbraten in den vorgeheizten Ofen schieben und 15 Minuten bei 200 °C anbacken.

    15 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Der Speck beginnt zu bräunen und die Oberfläche ist sichtbar fest geworden.

    • Das Wasser nicht über den Speck gießen, damit der Speckmantel bräunen kann.
  3. Fertig backen

    Die Temperatur auf 180 °C reduzieren und den Hackbraten weitere 40 Minuten backen. Anschließend aus dem Ofen nehmen.

    40 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Der Speck ist goldbraun, der Laib fest und beim Anschneiden nicht mehr rosa.

    • Bei einem sehr dicken Laib kann sich die Backzeit verlängern; die Garprobe an der dicksten Stelle durchführen.

    Wichtig: Hackfleisch vollständig durchgaren und nicht rosa servieren.

  4. Ruhen lassen und aufschneiden

    Den Hackbraten 10 Minuten in der Form ruhen lassen. Danach mit einem scharfen Messer in dicke Scheiben schneiden und servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Scheiben bleiben beim Schneiden zusammen und der Fleischsaft tritt nicht stark aus.

    • Die Ruhezeit verbessert die Schnittfestigkeit und verteilt den Fleischsaft.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Masse nicht überarbeiten: Die Zutaten nur bis zur Verbindung mischen. Langes Kneten macht den Hackbraten kompakt und weniger saftig.
  • Zwiebeln abkühlen lassen: Die gebratenen Zwiebeln vor dem Vermengen kurz abkühlen lassen, damit die Eier in der Hackmasse nicht vorzeitig stocken.
  • Vor dem Schneiden ruhen lassen: Die Ruhezeit von 10 Minuten verhindert, dass der Hackbraten beim Aufschneiden auseinanderfällt und zu viel Saft verliert.

Zutatenwissen

Hackfleisch auswählen

Eine Mischung aus Schweine- und Rinderhackfleisch ergibt eine saftige, aromatische Masse. Das Hackfleisch sollte bis zur Verarbeitung gut gekühlt bleiben.

Speck überlappend legen

Die Speckscheiben leicht überlappen lassen, damit beim Backen keine großen unbedeckten Stellen entstehen.

Brötchen als Bindung

Das eingeweichte und gut ausgedrückte Brötchen lockert die Masse und verhindert ein trockenes Ergebnis.

Sinnvolle Alternativen

zarte Haferflocken

Der Hackbraten wird etwas kerniger und erhält eine leicht nussige Note.

Haferflocken mit der Milch vermengen und etwa 10 Minuten quellen lassen; anschließend wie das ausgedrückte Brötchen in die Hackmasse geben.

ungesüßter Pflanzendrink oder Sahne

Mit Pflanzendrink bleibt die Bindung ähnlich; Sahne macht die Masse etwas reichhaltiger.

Die Flüssigkeit in gleicher Menge verwenden und das Brötchen darin einweichen.

dünne Kochschinkenscheiben

Der Mantel wird magerer und weniger knusprig als mit Speck.

Die Schinkenscheiben ebenso überlappend auflegen. Für mehr Bräunung den Hackbraten am Ende kurz unter den Grill stellen und dabei aufmerksam beobachten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Hackbraten ist fest und kompakt.

Nur so lange mischen, bis alle Zutaten gleichmäßig verteilt sind.

Beim nächsten Mal etwas kürzer mischen; ein bereits gebackener kompakter Laib lässt sich am besten mit reichlich Sauce servieren.

Der Speckmantel bleibt blass und weich.

Das Wasser nur seitlich angießen und die Form im oberen bis mittleren Ofendrittel platzieren.

Den fertigen Hackbraten kurz unter dem Backofengrill nachbräunen und dabei ständig kontrollieren.

Die Scheiben fallen beim Aufschneiden auseinander.

Das Brötchen gut ausdrücken, die Eier vollständig einarbeiten und den fertigen Braten ruhen lassen.

Die lockeren Stücke als Hackbratenpfanne mit Sauce weiterverwenden.

Die Mitte ist trocken.

Den Laib gleichmäßig dick formen und die Garprobe an der dicksten Stelle durchführen.

In Scheiben schneiden und mit Bratensauce oder etwas Brühe erwärmen.

Varianten

Gefüllter Falscher Hase

Für eine klassische gefüllte Variante wird die Hackmasse um hart gekochte Eier geformt.

Kräuter-Hackbraten

Eine frischere Variante mit mehr Petersilie und zusätzlichem Schnittlauch.

Pikante Variante

Eine würzigere Version mit Paprika und Chili.

Servieren und kombinieren

  • Mit Kartoffelpüree: Den Hackbraten mit cremigem Kartoffelpüree und der Bratensauce aus der Form servieren.
  • Mit Gemüsebeilage: Gedünstete Möhren, Erbsen oder grüne Bohnen bringen Frische und Farbe auf den Teller.
  • Kalt als Brotbelag: Übrig gebliebene Scheiben schmecken am nächsten Tag kalt auf kräftigem Brot oder in einem Sandwich.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Hackmasse kann bis zu 12 Stunden vorher vorbereitet, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und erst kurz vor dem Backen geformt und mit Speck umhüllt werden.

Aufbewahren

Den vollständig abgekühlten Hackbraten innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Kalt und gut abgedeckt bis zu 3 Tage lagern.

Nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen; bei warmer Raumtemperatur die Kühlzeit möglichst kürzer halten.

Einfrieren

Den abgekühlten Hackbraten in Scheiben oder als ganzen Laib luftdicht verpacken und einfrieren.

Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend vollständig durchwärmen.

Der Speckmantel kann nach dem Einfrieren etwas weniger knusprig sein; Scheiben lassen sich besonders gut portionsweise einfrieren.

Aufwärmen

  • Backofen: Aufgetaute oder gekühlte Scheiben in eine leicht befeuchtete Auflaufform legen, abdecken und bei 160 °C erwärmen.
  • Pfanne: Scheiben mit 1 bis 2 EL Wasser in eine beschichtete Pfanne geben, abdecken und bei mittlerer Hitze erwärmen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das altbackene Brötchen wird als Weizenbrötchen geführt.
  • Milch: enthält
  • Ei: enthält
  • Senf: enthält

Lebensmittelsicherheit

  • Umgang mit rohem Hackfleisch: Hackfleisch bis zur Verarbeitung gut gekühlt halten und nach dem Formen Hände, Arbeitsfläche und verwendete Geräte gründlich reinigen.
  • Vollständiges Durchgaren: Den Hackbraten vollständig durchgaren und erst servieren, wenn die dickste Stelle nicht mehr rosa ist.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum heißt das Gericht Falscher Hase?

Falscher Hase ist ein Hackbraten, der wie ein großer Bratenlaib geformt und in Scheiben serviert wird. Der Name bezeichnet die Bratenform, nicht eine Zutat aus Hase.

Kann ich den Hackbraten am Vortag vorbereiten?

Ja. Die Hackmasse kann bis zu 12 Stunden vorher vorbereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Backen den Speckmantel anlegen.

Wie bleibt der Hackbraten saftig?

Das eingeweichte Brötchen, die kurze Mischzeit, der Speckmantel und die Ruhezeit nach dem Backen helfen dabei, dass der Hackbraten saftig bleibt.

Kann man Falschen Hasen einfrieren?

Ja. Der abgekühlte Hackbraten kann als ganzer Laib oder in Scheiben bis zu 2 Monate eingefroren werden.

Aus unserer Küche

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