Fleisch Wurzeln und Knollen Braten in wenig Fett Rösten und Ofenbraten

Deftige Kartoffelpfanne mit Blutwurst, Apfel und Zwiebeln

KÖLN · NORDRHEIN-WESTFALEN

Herzhafte Kartoffelpfanne mit knusprig gerösteten Kartoffeln, Blutwurst, süßlich geschmorten Zwiebeln und Apfel.

Zum Rezept
Deftiger Genuss aus Kartoffeln und Blutwurst
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Gesamtzeit ca. 50 Minuten
Menge Portionen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Rösten und Ofenbraten

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die knusprigen Kartoffeln geben dem Gericht Biss und bilden einen milden Ausgleich zur würzigen Blutwurst.
  • Apfel und Zwiebeln bringen eine fruchtig-süßliche Note in die herzhafte Kombination.
  • Gerösteter Majoran und ein kleiner Schuss Apfelessig sorgen für aromatische Tiefe und Frische.

Dieses rustikale Pfannengericht verbindet goldbraune Kartoffeln mit kräftiger Blutwurst und einer milden Süße aus Apfel und Zwiebeln. Die Kartoffeln werden im Ofen geröstet, während die übrigen Zutaten in der Pfanne vorbereitet werden.

Goldbraune, knusprige Kartoffelstücke treffen auf zarte, kräftige Blutwurst, weich geschmorte Zwiebeln und leicht säuerliche Apfelstücke. Das Gericht duftet würzig nach Majoran und schmeckt herzhaft, mild süß und ausgewogen frisch.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Kartoffeln rösten

  1. Backofen vorbereiten

    Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein großes Backblech bereitlegen.

    220 °C
    • Das Blech nicht zu klein wählen, damit die Kartoffelstücke nicht übereinanderliegen.
  2. Kartoffeln würzen

    Kartoffelstücke in der Rührschüssel mit Rapsöl und dem abgemessenen Salz vermengen. Auf dem Backblech in einer möglichst einzelnen Lage verteilen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Alle Kartoffelstücke sind dünn mit Öl überzogen.

    • Die Schnittflächen nach Möglichkeit nicht aneinanderkleben lassen; das unterstützt die Bräunung.
  3. Kartoffeln rösten

    Die Kartoffeln 25 Minuten rösten und nach etwa 15 Minuten wenden. Während dieser Zeit Zwiebeln, Apfel und Blutwurst vorbereiten und in der Pfanne garen.

    25 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind goldbraun und lassen sich mit einer Gabel leicht einstechen.

    • Bei größeren Mengen die Kartoffeln auf zwei Bleche verteilen.

    Wichtig: Das heiße Blech mit Ofenhandschuhen herausnehmen.

Blutwurstpfanne zubereiten

  1. Zwiebeln und Apfel braten

    Während die Kartoffeln rösten, Butter in der großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebeln und Apfelspalten hineingeben und etwa 8 Minuten braten, bis die Zwiebeln weich und leicht goldbraun sind. Majoran einrühren.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und die Apfelspalten noch leicht formstabil.

    • Bei zu starker Hitze die Temperatur reduzieren, damit der Apfel nicht zerfällt.
  2. Blutwurst anbraten

    Die Zwiebel-Apfel-Mischung an den Pfannenrand schieben. Blutwurstscheiben in die freie Fläche legen und auf jeder Seite etwa 3 Minuten braten, bis sie heiß und außen leicht gebräunt sind.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Blutwurst ist vollständig durchgewärmt und an den Schnittflächen leicht gebräunt.

    • Die Scheiben vorsichtig wenden, damit sie möglichst gut zusammenhalten.

    Wichtig: Blutwurst vollständig erhitzen; bei verpackter Ware zusätzlich die Zubereitungshinweise des Produkts beachten.

  3. Alles verbinden

    Die gerösteten Kartoffeln in die Pfanne geben und vorsichtig mit Blutwurst, Zwiebeln und Apfel vermengen. Apfelessig und schwarzen Pfeffer hinzufügen. Kurz abschmecken und mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Alle Bestandteile sind heiß und gleichmäßig miteinander vermischt.

    • Nur vorsichtig wenden, damit die Blutwurststücke und Kartoffeln nicht zerfallen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Arbeitsschritte parallel nutzen: Die Pfanne wird zubereitet, während die Kartoffeln im Ofen rösten. So bleibt die Gesamtzeit kurz, ohne die Kartoffeln in der Pfanne stapeln zu müssen.
  • Blutwurst vorsichtig wenden: Blutwurst kann beim Braten weich werden. Mit einem breiten Pfannenwender arbeiten und die Scheiben nur einmal oder zweimal wenden.

Zutatenwissen

Geeignete Kartoffeln

Vorwiegend festkochende Kartoffeln behalten beim Rösten ausreichend Struktur und werden außen trotzdem knusprig.

Blutwurst auswählen

Eine schnittfeste Blutwurst lässt sich leichter bräunen. Sehr weiche Sorten besonders behutsam wenden und eher kurz erhitzen.

Sinnvolle Alternativen

Rapsöl

Das Gericht wird milchfrei und etwas weniger rund im Geschmack.

Die Butter vollständig durch Rapsöl ersetzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze darin braten.

Räuchertofu

Die Pfanne wird vegetarisch und erhält eine mildere, rauchige Würze.

Räuchertofu würfeln oder in Scheiben schneiden, separat knusprig braten und erst beim letzten Schritt unterheben.

Birne

Die Fruchtnote wird süßer und weicher.

Eine feste Birne verwenden, entkernen und wie den Apfel in Spalten schneiden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Kartoffeln werden weich statt knusprig.

Ein großes Blech verwenden und die Stücke mit Abstand verteilen.

Die Kartoffeln weitere 5 bis 10 Minuten bei gleicher Temperatur rösten, bis die Oberfläche gebräunt ist.

Die Blutwurst zerfällt beim Braten.

Etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und nur vorsichtig einmal wenden.

Die zerfallenen Stücke mit den Kartoffeln vermengen; das Gericht bleibt geschmacklich stimmig.

Der Apfel zerfällt vollständig.

Feste, säuerliche Apfelspalten verwenden und bei mittlerer Hitze braten.

Einige rohe Apfelwürfel kurz vor dem Servieren ergänzen, falls vorhanden.

Varianten

Vegetarische Kartoffelpfanne

Eine vegetarische Variante mit knusprig gebratenem Räuchertofu statt Blutwurst.

Mit Sauerkraut

Das Gericht erhält eine säuerlich-herzhafte Ergänzung durch warmes Sauerkraut.

Servieren und kombinieren

  • Mit Sauerkraut servieren: Mild erwärmtes Sauerkraut passt als säuerlich-herzhafte Ergänzung besonders gut zur Blutwurst und den süßlichen Apfel-Zwiebeln.
  • Mit grünem Salat ausgleichen: Ein frischer grüner Salat mit leichter Vinaigrette bringt Knackigkeit und zusätzliche Säure auf den Teller.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Kartoffeln und die Blutwurstpfanne können bis zu 12 Stunden im Voraus zubereitet und getrennt abgekühlt werden. Abgedeckt im Kühlschrank lagern und erst zum Servieren zusammenführen und erhitzen.

Aufbewahren

Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, in einen flachen verschlossenen Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.

Nicht mehrfach vollständig aufwärmen; nur die benötigte Menge entnehmen.

Einfrieren

Durch Kartoffeln und Blutwurst kann die Textur nach dem Einfrieren deutlich weicher und bröseliger werden.

Aufwärmen

  • Pfanne: Portion mit 1 bis 2 EL Wasser oder etwas Öl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen und gelegentlich wenden.
  • Backofen: In eine ofenfeste Form geben und abgedeckt bei 180 °C erwärmen; zum Schluss kurz offen nachrösten.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Butter ist eine Milchzutat.

Lebensmittelsicherheit

  • Blutwurst vollständig erhitzen: Die Blutwurst in der Pfanne vollständig durchwärmen und nur verzehrfertige Produkte gemäß ihrer Packungsanleitung verwenden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich die Kartoffeln auch in der Pfanne garen?

Ja. Dafür die Kartoffelstücke in einer großen Pfanne mit Öl bei mittlerer Hitze braten, bis sie weich und gebräunt sind. Die Pfannenmenge sollte nicht zu groß sein, sonst garen sie eher weich als knusprig.

Wie verhindere ich, dass die Blutwurst zerfällt?

Die Blutwurst in etwa 1,5 cm dicke Scheiben schneiden, vorsichtig in die Pfanne legen und möglichst nur einmal mit einem breiten Pfannenwender wenden.

Welche Apfelsorte passt am besten?

Ein fester, säuerlicher Apfel eignet sich am besten, weil er beim Braten Form behält und einen frischen Kontrast zur herzhaften Blutwurst bildet.

Aus unserer Küche

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