Lebkuchen für die Bindung
Dunkler Lebkuchen gibt der Sauce Würze, Süße und Bindung. Er sollte fein zerbröselt werden, damit er sich gleichmäßig auflöst.
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Zarter Rinderbraten, der in einer würzigen Essigmarinade durchzieht, langsam geschmort und mit Rosinen sowie zerbröseltem Lebkuchen zu einer kräftigen, süß-säuerlichen Sauce vollendet wird.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rheinischer Sauerbraten verbindet eine aromatische Marinade mit langem, sanftem Schmoren. Rosinen und Lebkuchen runden die Sauce typisch süßlich ab, während die Säure für Tiefe und Ausgewogenheit sorgt.
Das Fleisch ist weich und saftig, die Sauce dunkel, würzig und sämig mit einer ausgewogenen Verbindung aus Säure, Süße und warmen Gewürzen.
Schritt für Schritt
Rotweinessig und Wasser in einer großen Schüssel mischen. Zwiebeln, Möhren, Sellerie, Lorbeer, Nelken, Wacholderbeeren und Pfefferkörner hineingeben.
Wichtig: Die Marinade nicht mit rohem Fleisch weiterverwenden, ohne sie anschließend gründlich zu erhitzen.
Den Rinderbraten in die Marinade legen, abdecken und mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Das Fleisch gelegentlich wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig von der Marinade umgeben.
Wichtig: Das Fleisch während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.
Den Braten aus der Marinade nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb gießen und Flüssigkeit und Gemüse getrennt auffangen.
Wichtig: Rohe Marinade und gegartes Fleisch mit getrennten Küchenutensilien behandeln.
Das Öl im Schmortopf erhitzen und den Braten rundum kräftig anbraten. Das aufgefangene Gemüse kurz mitrösten, bis es leicht Farbe annimmt.
Daran erkennst du es: Der Braten ist rundum gebräunt, das Gemüse leicht angeröstet.
Wichtig: Beim Anbraten kann heißes Öl spritzen; den Braten vorsichtig in den Topf geben.
Die aufgefangene Marinade und den Rinderfond angießen. Lorbeer, Nelken, Wacholderbeeren und Pfefferkörner wieder in den Topf geben. Alles aufkochen, den Deckel auflegen und den Braten bei sanftem Köcheln etwa 3 Stunden schmoren, bis er weich ist. Zwischendurch wenden und bei Bedarf etwas Flüssigkeit ergänzen.
Daran erkennst du es: Ein hineingestochener Spieß gleitet mit wenig Widerstand in das Fleisch.
Wichtig: Den Deckel vorsichtig abnehmen, da heißer Dampf austritt.
Den fertigen Braten aus dem Topf nehmen und abgedeckt ruhen lassen. Die Schmorflüssigkeit mit dem Gemüse durch ein feines Sieb in einen Topf oder zurück in den Schmortopf passieren.
Daran erkennst du es: Der Braten lässt sich ohne Austrocknen anschneiden.
Rosinen und zerbröselten Lebkuchen in die heiße Sauce geben und etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen, bis der Lebkuchen zerfallen ist und die Sauce sämig wird. Mit Salz abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Sauce überzieht den Kochlöffel leicht und die Lebkuchenbrösel sind vollständig aufgelöst.
Den Braten quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit der heißen Rosinen-Lebkuchen-Sauce servieren.
Daran erkennst du es: Die Scheiben bleiben saftig und lassen sich leicht zerteilen.
Gut zu wissen
Dunkler Lebkuchen gibt der Sauce Würze, Süße und Bindung. Er sollte fein zerbröselt werden, damit er sich gleichmäßig auflöst.
Rosinen bringen fruchtige Süße. Ihre Menge sollte nicht zu stark erhöht werden, damit die Sauce ihren herzhaften Charakter behält.
Die Sauce wird etwas leichter und weniger fleischig.
Den Rinderfond im gleichen Volumen durch kräftige Gemüsebrühe ersetzen.
Die Sauce wird fruchtiger und etwas dunkler.
Getrocknete Pflaumen fein würfeln und anstelle der Rosinen mit der Sauce köcheln lassen.
Das Fleisch sofort nach dem Einlegen abdecken und in den Kühlschrank stellen.
Wenn die Kühlkette längere Zeit unterbrochen war, das Fleisch nicht mehr verwenden.
Fleisch und Gemüse portionsweise in einem ausreichend heißen Topf anbraten.
Die Sauce durch längeres Einkochen und kräftiges Abschmecken intensivieren.
Die Sauce erst nach Zugabe von Rosinen und Lebkuchen abschmecken.
Mit zusätzlichem Fond verdünnen und kurz weiterköcheln lassen.
Die Sauce wird durch mehr Möhren und Sellerie gemüsiger und etwas süßer.
Eine weniger süße Variante mit stärker hervortretender Säure und Gewürznote.
Der Braten kann vollständig geschmort und die Sauce vorbereitet werden. Zum Servieren langsam in der Sauce erwärmen und erst danach aufschneiden.
Braten und Sauce rasch abkühlen lassen, getrennt oder zusammen abgedeckt im Kühlschrank lagern.
Nicht wiederholt abkühlen und erwärmen; nur die benötigte Menge erhitzen.
Braten in Scheiben oder als Stück mit Sauce luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.
Die Sauce kann nach dem Auftauen etwas an Glätte verlieren, lässt sich aber durch vorsichtiges Erwärmen wieder verbinden.
Häufig gefragt
Mindestens 24 Stunden im Kühlschrank. Eine längere Marinierzeit kann das Aroma intensivieren, sollte aber weiterhin durchgehend gekühlt erfolgen.
Die Sauce ohne Deckel etwas einkochen lassen. Zerbröselter Lebkuchen bindet zusätzlich und gehört deshalb erst gegen Ende in die Sauce.
Aus unserer Küche
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