Gepökelte Schweineschulter
Das Fleisch ist bereits gewürzt und oft unterschiedlich stark gepökelt. Vor dem Garen nicht zusätzlich salzen und die Sauce erst nach dem Einkochen abschmecken.
Schön, dass du da bist.
Passwort vergessen?HESSEN · FRANKFURT
Zarte gepökelte Schweineschulter mit knuspriger Schwarte, kräftiger Bratensauce, Sauerkraut und Salzkartoffeln.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Hessische Schäufele wird im Bräter langsam mit Wurzelgemüse, Bier und Brühe gegart. Zum Schluss sorgt starke Ofenhitze für eine krosse Schwarte, während Sauerkraut und Kartoffeln unkompliziert parallel zubereitet werden.
Das Fleisch ist saftig und weich, die Schwarte kross und würzig. Die Sauce schmeckt kräftig nach Bratensatz, Bier und Wurzelgemüse, während das Sauerkraut frisch-säuerlich und die Kartoffeln mild und locker bleiben.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Schwarte der gepökelten Schweineschulter rautenförmig einschneiden, ohne tief in das Fleisch zu schneiden. Das Fleisch trocken tupfen.
Daran erkennst du es: Die Schwarte ist gleichmäßig eingeschnitten, das Fleisch trocken.
Wichtig: Rohes Fleisch und Arbeitsflächen nach der Vorbereitung gründlich reinigen.
Senf, Kümmel und schwarzen Pfeffer verrühren und die Fleischseite damit bestreichen. Zwiebeln, Möhren und Sellerie grob schneiden. Die Lorbeerblätter bereitlegen.
Das Rapsöl im Bräter erhitzen und Zwiebeln, Möhren und Sellerie darin etwa 5 Minuten anrösten. Bier und Brühe angießen. Das Schäufele mit der Schwarte nach oben auf das Gemüse setzen und die Lorbeerblätter zugeben.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht gebräunt und die Flüssigkeit bedeckt den Bräterboden.
Wichtig: Heiße Flüssigkeit vorsichtig und langsam angießen.
Den Bräter abdecken und das Schäufele 120 Minuten bei 160 °C garen. Währenddessen kann das Sauerkraut vorbereitet werden. Nach der Garzeit den Deckel abnehmen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich an der dicksten Stelle leicht mit einer Gabel einstechen.
Wichtig: Den Deckel wegen austretendem Dampf vorsichtig abnehmen.
Die Ofentemperatur auf 220 °C erhöhen und das Schäufele weitere 30 Minuten offen braten. Falls nötig, den Bräter für die Krustenphase höher in den Ofen stellen. Das Fleisch einmal mit etwas Bratflüssigkeit aus dem Bräter bepinseln, die Schwarte dabei nicht vollständig benetzen.
Daran erkennst du es: Die Schwarte ist goldbraun, aufgeknuspert und das Fleisch weich.
Während der Krustenphase das Sauerkraut in einem Topf mit etwas Bratflüssigkeit aus dem Bräter erwärmen und 20 bis 25 Minuten sanft köcheln lassen. Die Kartoffeln in einem zweiten Topf in Wasser garen, bis sie weich sind, anschließend abgießen.
Daran erkennst du es: Das Sauerkraut ist heiß und weich, die Kartoffeln lassen sich leicht einstechen.
Wichtig: Beim Abgießen der Kartoffeln auf heißen Dampf achten.
Das Schäufele aus dem Bräter nehmen und 15 Minuten ruhen lassen. Die Bratflüssigkeit mit dem Gemüse nach Wunsch kurz pürieren oder stückig als Sauce servieren. Das Fleisch in Scheiben schneiden und mit Sauce, Sauerkraut und Kartoffeln anrichten. Mit Petersilie bestreuen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich sauber schneiden und bleibt saftig.
Gut zu wissen
Das Fleisch ist bereits gewürzt und oft unterschiedlich stark gepökelt. Vor dem Garen nicht zusätzlich salzen und die Sauce erst nach dem Einkochen abschmecken.
Ein mildes helles Bier unterstützt die Bratensauce, ohne das Gemüse oder den Kümmel zu überdecken. Stark bitteres Bier kann die Sauce unausgewogen machen.
Sehr saures Sauerkraut kann vor dem Erwärmen kurz abgespült oder stärker abgetropft werden. Mildes Sauerkraut benötigt meist keine weitere Vorbereitung.
Malzbier macht die Sauce etwas süßer; Brühe ergibt eine weniger malzige, aber weiterhin kräftige Sauce.
Das Bier im gleichen Volumen durch Malzbier oder Brühe ersetzen. Bei Malzbier die Sauce am Ende besonders vorsichtig abschmecken.
Die Sauce wird etwas süßer und verliert die typische Sellerienote.
Den Sellerie durch die gleiche Menge Möhren ersetzen und wie im Rezept mit dem übrigen Gemüse anrösten.
Die Würzung wird milder und leicht süßlich.
Den süßen Senf in gleicher Menge verwenden. Kümmel und Pfeffer unverändert lassen.
Kein zusätzliches Salz einplanen und erst ganz am Ende abschmecken.
Mit ungesalzener Brühe oder Wasser verdünnen und gegebenenfalls etwas zusätzliches Gemüse mitziehen lassen.
Das Fleisch mit der Schwarte nach oben platzieren und die letzte Garphase offen bei hoher Temperatur durchführen.
Die Schwarte kurz unter dem Grill weiterbräunen und dabei aufmerksam beobachten.
Den Bräter während der Hauptgarzeit gut abdecken und die Zartheit mit einer Gabel prüfen.
Das Fleisch dünn aufschneiden und mit reichlich heißer Bratensauce servieren.
Mildes Bier verwenden und die Krustenphase aufmerksam kontrollieren.
Die Sauce durch ein Sieb geben, mit ungesalzener Brühe verdünnen und mit etwas zusätzlichem Gemüse ausbalancieren.
Eine alkoholfreie Variante mit zusätzlicher Brühe, bei der das Wurzelgemüse stärker in den Vordergrund tritt.
Eine kräuterbetonte Variante mit einer zurückhaltenden Majorannote.
Das Sauerkraut wird milder und fruchtiger und passt besonders gut zu einer kräftig reduzierten Sauce.
Das Schäufele kann bis zu 24 Stunden vorher vollständig gegart werden. Fleisch und Sauce getrennt abkühlen lassen, abgedeckt kalt stellen und zum Servieren langsam erwärmen. Die Schwarte erst beim Aufwärmen erneut offen und heiß knusprig braten.
Reste innerhalb von 2 Stunden abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank lagern. Sauerkraut und Kartoffeln getrennt vom Fleisch aufbewahren.
Nur die benötigte Menge entnehmen und vollständig durcherhitzen.
Fleisch in Scheiben mit etwas Sauce luftdicht verpacken und einfrieren. Sauerkraut kann separat eingefroren werden; Kartoffeln verlieren beim Einfrieren eher an Textur.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam erhitzen.
Die Schwarte wird nach dem Einfrieren meist weniger knusprig und sollte im Ofen frisch aufgeknuspert werden.
Häufig gefragt
Die Schnitte helfen, dass die Schwarte gleichmäßiger austrocknet und beim abschließenden starken Erhitzen besser aufknuspert.
In der Regel nicht, weil gepökelte Schweineschulter bereits Salz mitbringt. Die Sauce erst am Ende probieren und nur vorsichtig nachwürzen.
Ja. Verwende 330 ml zusätzliche Brühe für eine mildere Sauce oder alkoholfreies Malzbier für eine leicht süßliche, malzige Note.
Beides kann während der letzten Ofenphase parallel zubereitet werden. So bleibt das Fleisch nach dem Ofen noch kurz zum Ruhen, während die Beilagen fertig werden.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …