Bierauswahl
Berliner Pils passt durch seine milde, leicht herbe Art besonders gut. Ein anderes mildes Pils kann verwendet werden, ohne die Grundidee des Gerichts zu verändern.
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Passwort vergessen?Berliner Schmorgericht
Hähnchenoberschenkel werden in Berliner Pils mariniert, mit Räucherspeck und Zwiebeln geschmort und mit Meerrettich verfeinert. Dazu gibt es groben Kartoffelstampf und einen frischen Dillgurkensalat.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Berliner Bierhähnchen verbindet saftige, langsam geschmorte Hähnchenoberschenkel mit einer dunklen Speck-Zwiebel-Sauce. Kartoffelstampf und säuerlicher Dillgurkensalat ergänzen den herzhaften Teller.
Das Hähnchen ist zart und saftig, die Sauce dunkel, würzig und leicht malzig. Der Kartoffelstampf schmeckt buttrig und weich, während der knackige Gurkensalat mit Essig und Dill für Frische sorgt.
Schritt für Schritt
Die Hähnchenoberschenkel trocken tupfen. Berliner Pils mit 1 TL Salz, dem schwarzen Pfeffer, Majoran und Thymian verrühren, über das Fleisch gießen und abgedeckt im Kühlschrank marinieren lassen. Während der langen Marinierzeit kann das Fleisch die würzigen und malzigen Aromen aufnehmen.
Wichtig: Das Fleisch während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.
Die Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser etwa 20 Minuten weich kochen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen. Während die Kartoffeln kochen, die übrigen Zutaten für das Hähnchen vorbereiten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke lassen sich leicht mit einem Messer einstechen.
Die Marinade durch ein Sieb in einen kleinen Topf gießen und mindestens 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Hähnchenteile gründlich trocken tupfen. Den Speck in einem großen Schmortopf bei mittlerer Hitze auslassen, herausnehmen und beiseitestellen. Das Öl zum Speckfett geben und die Hähnchenteile rundherum kräftig anbraten.
Daran erkennst du es: Die Haut ist rundherum kräftig gebräunt.
Wichtig: Die Marinade vor der weiteren Verwendung sprudelnd abkochen.
Die Zwiebeln schälen, würfeln und zum angebratenen Hähnchen geben. Tomatenmark kurz mitrösten, Mehl darüberstäuben und unter Rühren anschwitzen. 350 ml der abgekochten Marinade und die Hühnerbrühe angießen. Zucker, das restliche Salz und den gebratenen Speck hinzufügen.
Daran erkennst du es: Das Mehl ist vollständig eingerührt und die Flüssigkeit bindet leicht ab.
Den Schmortopf abdecken und das Bierhähnchen bei kleiner Hitze 40 bis 45 Minuten sanft schmoren lassen. Die Hähnchenteile nach etwa der Hälfte der Zeit einmal wenden. Das Fleisch ist fertig, wenn es gar ist und sich leicht vom Knochen löst.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist gar und löst sich leicht vom Knochen.
Wichtig: Hähnchen vollständig durchgaren und nicht rosa am Knochen servieren.
Die warme Milch und die Butter zu den ausgedampften Kartoffeln geben und alles grob zerstampfen. Mit Salz und Muskat abschmecken.
Daran erkennst du es: Der Stampf ist weich und grob cremig, aber nicht glatt püriert.
Die Gurke in dünne Scheiben schneiden. Essig, Zucker, Rapsöl, Dill, Salz und Pfeffer verrühren, mit den Gurkenscheiben mischen und mindestens 10 Minuten ziehen lassen. Der Salat kann während des Schmorens vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Die Gurkenscheiben sind leicht gewürzt und bleiben knackig.
Die Hähnchenteile aus der Sauce nehmen. Meerrettich und Dill unter die Sauce rühren und sie bei Bedarf einige Minuten offen sämig einkochen lassen. Die Hähnchenteile wieder hineinlegen und mit Kartoffelstampf und Dillgurkensalat servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig und haftet leicht an den Hähnchenteilen.
Gut zu wissen
Berliner Pils passt durch seine milde, leicht herbe Art besonders gut. Ein anderes mildes Pils kann verwendet werden, ohne die Grundidee des Gerichts zu verändern.
Der fein geriebene Meerrettich wird erst in die fertige Sauce gerührt. So bleibt sein frisches, scharfes Aroma besser erhalten.
Durchwachsener Räucherspeck liefert Fett und Würze für die Sauce. Das ausgelassene Fett wird zum Anbraten der Hähnchenteile genutzt.
Die Sauce schmeckt meist etwas weniger malzig und weniger bitter.
Das alkoholfreie Pils in gleicher Menge verwenden und die Marinade wie beschrieben abkochen.
Der Kartoffelstampf wird je nach Produkt etwas leichter und kann leicht nussig schmecken.
Einen ungesüßten, neutralen Pflanzendrink warm verwenden.
Der Stampf schmeckt weniger buttrig, bleibt aber cremig.
Die Margarine zusammen mit dem warmen Pflanzendrink unter die Kartoffeln stampfen.
Die Sauce wird weniger fleischig und enthält weniger ausgelassenes Fett, erhält aber ein rauchiges Aroma.
Räuchertofu würfeln, in etwas Öl kräftig anbraten und wie den Speck aus dem Topf nehmen. Für eine vegetarische Variante zusätzlich Hühnerbrühe durch Gemüsebrühe ersetzen.
Das Fleisch vor dem Anbraten sorgfältig trocken tupfen und den Topf ausreichend erhitzen.
Die Hähnchenteile kurz herausnehmen, die Sauce beiseitestellen und das Fleisch portionsweise nachbräunen.
Die Sauce am Ende einige Minuten offen sämig einkochen lassen.
Das Hähnchen herausnehmen und die Sauce bei mittlerer Hitze weiter einkochen, bis sie leicht am Löffel haftet.
Die Kartoffeln nur grob stampfen und Milch sowie Butter vorsichtig unterarbeiten.
Etwas zusätzliche warme Milch vorsichtig unterheben und nicht weiter kräftig rühren.
Den Salat erst kurz vor dem Servieren anmachen oder die Ziehzeit auf die vorgesehenen 10 Minuten begrenzen.
Überschüssige Flüssigkeit abgießen und den Salat kurz vor dem Servieren frisch nachwürzen.
Das Pils wird durch ein alkoholfreies mildes Pils ersetzt. Die malzige Würze bleibt erhalten, der Geschmack wird meist etwas milder.
Die Hähnchenteile werden durch Räuchertofu ersetzt. Die Bier-Zwiebel-Sauce und der Kartoffelstampf bleiben erhalten.
Mehr Meerrettich sorgt für eine deutlich schärfere und frischere Sauce.
Das Hähnchen kann 8 bis 12 Stunden vor dem Kochen mariniert werden. Kartoffeln und Dillgurkensalat sollten möglichst erst am Tag des Servierens fertiggestellt werden.
Die Qualität von Kartoffelstampf und Gurkensalat nach dem Einfrieren ist nicht zuverlässig angegeben.
Häufig gefragt
Ja. Die vorgesehene Marinierzeit liegt bei 8 bis 12 Stunden im Kühlschrank.
Ja. Ein anderes mildes Pils oder ein alkoholfreies mildes Pils kann in gleicher Menge verwendet werden.
Kartoffelstampf und Dillgurkensalat können während der 40 bis 45 Minuten Schmorzeit vorbereitet beziehungsweise fertiggestellt werden.
Das Hähnchen herausnehmen und die Sauce einige Minuten offen einkochen lassen, bis sie sämig wird.
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