Feiner Roggenschrot
Feiner Roggenschrot Type 1800 prägt Aroma und Biss des Brotes. Als Alternative ist Roggenvollkornmehl möglich; die Krume wird dann feiner und nimmt meist etwas weniger Wasser auf.
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Passwort vergessen?Kräftiges Siegerländer Roggenmischbrot mit feinem Roggenschrot, aktivem Roggensauerteig, kleinem Weizenanteil und rustikaler Kruste. Der Laib wird freigeschoben geformt, mit Dampf gebacken und ergibt etwa 1,1 kg Brot.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Das Siegerländer Groffbroat ist ein kräftiges Roggenmischbrot mit feinem Roggenschrot, Sauerteig und einer rustikalen Kruste. Der kleine Weizenanteil gibt der saftigen Krume etwas mehr Halt, während der Roggen für ein herzhaftes Aroma sorgt. Dieses Rezept orientiert sich an der freigeschobenen, kräftig gebackenen Art aus dem Siegerland.
Kräftiges Roggenaroma, saftige und leicht körnige Krume sowie eine dunkel ausgebackene, herzhafte Kruste.
Schritt für Schritt
Roggen-Anstellgut, Roggenschrot und 165 g lauwarmes Wasser in der Rührschüssel gründlich verrühren. Die Schüssel abdecken und den Sauerteig etwa 12 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen.
Daran erkennst du es: Der Sauerteig ist gereift und aromatisch.
Am nächsten Tag Salz im restlichen lauwarmen Wasser auflösen. Den gesamten Sauerteig, Roggenschrot und Weizenmehl dazugeben und alles mit den Knethaken oder einem stabilen Kochlöffel zu einem gleichmäßigen, klebrigen Teig vermengen. Bei Roggenteig ist langes Kneten nicht nötig.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig vermengt und bleibt klebrig.
Den Teig abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen. Anschließend die Arbeitsfläche großzügig mit Roggenmehl bestreuen, den Teig daraufgeben und mit feuchten Händen zu einem runden oder leicht länglichen Laib formen.
Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich nach der Ruhezeit formen.
Einen Gärkorb mit Roggenmehl ausstreuen und den Laib mit dem Schluss nach oben hineinlegen. Abdecken und an einem warmen Ort 60 bis 90 Minuten gehen lassen. Der Teig ist bereit, wenn sich sein Volumen sichtbar vergrößert hat und ein leichter Fingerdruck langsam zurückfedert.
Daran erkennst du es: Das Volumen ist sichtbar vergrößert und ein leichter Fingerdruck federt langsam zurück.
Den Backofen mit dem Backblech, Backstein oder gusseisernen Topf auf 250 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine hitzefeste Schale für Dampf auf den Ofenboden stellen, falls kein Topf mit Deckel verwendet wird.
Daran erkennst du es: Backofen und Backunterlage sind vollständig vorgeheizt.
Wichtig: Die Schale und die Backunterlage werden sehr heiß; nur mit geeigneten Ofenhandschuhen anfassen.
Den Laib vorsichtig auf das heiße Blech oder den Backstein stürzen, die Oberfläche mit Wasser bestreichen und einmal längs einschneiden. Für kräftigen Dampf etwas heißes Wasser in die Schale geben oder den Topf schließen. 15 Minuten bei 250 °C backen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche beginnt kräftig zu bräunen und der Laib hält seine Form.
Wichtig: Heißes Wasser vorsichtig und seitlich in die Dampfschale geben; es kann schlagartig Dampf entstehen.
Die Temperatur auf 200 °C reduzieren und das Brot weitere 40 bis 45 Minuten backen. Im Topf den Deckel für die letzten 15 Minuten abnehmen. Das Brot ist fertig, wenn es hohl klingt und eine Kerntemperatur von etwa 96 bis 98 °C erreicht.
Daran erkennst du es: Das Brot klingt hohl und erreicht etwa 96 bis 98 °C Kerntemperatur.
Wichtig: Das fertige Brot und die Backunterlage vorsichtig aus dem Ofen nehmen.
Den Laib auf einem Kuchengitter mindestens zwei Stunden auskühlen lassen. Für eine besonders aromatische und gut schneidbare Krume lässt du ihn am besten bis zum nächsten Tag ruhen.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber schneiden.
Gut zu wissen
Feiner Roggenschrot Type 1800 prägt Aroma und Biss des Brotes. Als Alternative ist Roggenvollkornmehl möglich; die Krume wird dann feiner und nimmt meist etwas weniger Wasser auf.
Das Roggen-Anstellgut sollte aktiv sein, damit der Sauerteig innerhalb der vorgesehenen Zeit reift. Ein aktiver Weizensauerteig funktioniert ebenfalls, schmeckt aber milder und bringt weniger Roggenaroma mit.
Das Weizenmehl Type 1050 gibt der saftigen Roggenkrume etwas mehr Halt, ohne den kräftigen Roggencharakter zu überdecken.
Die Krume wird etwas feiner und nimmt meist etwas weniger Wasser auf.
Beide Roggenschrotmengen durch Roggenvollkornmehl ersetzen und den Teig beim Mischen beobachten. Nicht zusätzlich Wasser einarbeiten, sofern der Teig bereits gleichmäßig klebrig ist.
Der Geschmack wird milder und das Roggenaroma etwas schwächer.
Aktiven Weizensauerteig anstelle des Roggen-Anstellguts verwenden. Die Reifezeit weiterhin am Reifezustand des Sauerteigs beurteilen.
Aktives Roggen-Anstellgut verwenden und den Sauerteig bei Zimmertemperatur reifen lassen.
Die Reife verlängern, bis der Sauerteig deutlich gereift ist, bevor der Hauptteig gemischt wird.
Nur so lange mischen, bis alle Zutaten gleichmäßig verbunden sind.
Den Teig abgedeckt ruhen lassen und anschließend mit feuchten Händen weiterarbeiten.
Die Gare nach Volumenzunahme und Fingerdruck beurteilen, nicht nur nach der Uhr.
Den Laib vorsichtig einschießen und die Backzeit aufmerksam beobachten; ein flacheres Brot ist möglich.
Backofen und Backunterlage vollständig auf 250 °C vorheizen und die Dampfphase einhalten.
Das Brot im letzten Backabschnitt ohne Deckel beziehungsweise ohne zusätzliche Abdeckung kräftig ausbacken.
Den Laib mindestens zwei Stunden, möglichst bis zum nächsten Tag, auskühlen lassen.
Die restliche Hälfte vollständig weiter auskühlen lassen und erst danach anschneiden.
Der feine Roggenschrot wird durch Roggenvollkornmehl ersetzt. Das Brot erhält eine feinere Krume und kann etwas weniger Wasser aufnehmen.
Aktiver Weizensauerteig ersetzt das Roggen-Anstellgut. Das Ergebnis schmeckt milder und weniger ausgeprägt nach Roggen.
Den Sauerteig bis zu etwa 12 Stunden vor dem Backtag ansetzen und bei Zimmertemperatur reifen lassen. Nach dem Backen kann das Brot bis zum nächsten Tag auskühlen und nachreifen.
Für das Einfrieren liegen in der Rezeptgrundlage keine konkreten Qualitäts- oder Auftauangaben vor.
Häufig gefragt
Die lange Reifezeit entwickelt ein kräftiges Roggenaroma und ist ein zentraler Bestandteil der Rezeptvariante.
Das Brot klingt hohl und erreicht laut Rezept eine Kerntemperatur von etwa 96 bis 98 °C.
Mindestens zwei Stunden Auskühlzeit stabilisieren die saftige Krume. Bis zum nächsten Tag wird das Brot besonders aromatisch und gut schneidbar.
Aus unserer Küche
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