Schweineschulter
Ein gleichmäßig großes Stück eignet sich gut für das langsame Schmoren. Die Schwarte ist für diese Variante bereits entfernt.
Schön, dass du da bist.
Passwort vergessen?Deftiger Schmorbraten
Herzhafter Schweinebraten aus langsam geschmorter Schweineschulter mit kräftiger passierter Zwiebelsoße, süß-säuerlichem Apfelrotkohl und hausgemachten Kartoffelklößen.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieser Zwiebel-Schweinebraten verbindet zart geschmorte Schweineschulter mit einer aromatischen Soße aus Zwiebeln, Wurzelgemüse und Brühe. Apfelrotkohl sorgt für eine fein süß-säuerliche Ergänzung, während gefüllte Kartoffelklöße die Soße besonders gut aufnehmen. Die Komponenten ergeben eine bodenständige vollständige Tellerportion für vier Personen.
Das Fleisch ist weich und saftig, die passierte Zwiebelsoße dunkel, würzig und samtig. Der Rotkohl schmeckt fruchtig, leicht säuerlich und weich, während die Kartoffelklöße zart und locker sind und im Inneren auf knusprige Brotwürfel treffen.
Schritt für Schritt
Die Schweineschulter trocken tupfen und rundum mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen. Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Möhren, Sellerie und Knoblauch grob würfeln.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Das Öl in einem schweren Bräter erhitzen. Die Schweineschulter rundum kräftig anbraten und anschließend herausnehmen. Zwiebeln, Möhren, Sellerie und Knoblauch im Bratensatz 8 bis 10 Minuten anrösten. Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich geworden und leicht gebräunt.
Das Mehl über das Gemüse stäuben und kurz verrühren. Mit etwa 200 ml Brühe ablöschen und den Bratensatz lösen. Die restliche Brühe, Lorbeerblätter, Apfelessig und Zucker einrühren. Das Fleisch zurück in den Bräter legen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist glatt verrührt und der Bratensatz hat sich gelöst.
Den Bräter zugedeckt in den auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen stellen. Den Braten etwa 2½ Stunden schmoren lassen und nach etwa 90 Minuten einmal wenden. Bei Bedarf etwas Wasser nachgießen. Während der Braten schmort, können Rotkohl und Kartoffelklöße vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen.
Wichtig: Den Bräter vorsichtig öffnen, da heißer Dampf entweichen kann.
Die äußeren Blätter entfernen, den Kohl vierteln, den Strunk herausschneiden und den Kohl fein schneiden. Äpfel schälen, entkernen und würfeln. Die Zwiebel fein hacken.
Butterschmalz in einem Topf erhitzen und die Zwiebel glasig braten. Rotkohl und Äpfel hinzufügen. Apfelessig, Apfelsaft, Zucker, Nelken und Salz einrühren. Den Rotkohl zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 45 Minuten schmoren und zwischendurch umrühren.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber noch leicht bissfest, und die Flüssigkeit ist aromatisch eingekocht.
700 g Kartoffeln waschen und in leicht gesalzenem Wasser etwa 20 Minuten weich kochen. Die restlichen 300 g roh schälen, fein reiben und in einem sauberen Tuch gründlich ausdrücken. Die gekochten Kartoffeln abgießen, pellen und noch heiß durch eine Kartoffelpresse drücken.
Daran erkennst du es: Die gekochten Kartoffeln lassen sich leicht einstechen und durchpressen.
Wichtig: Beim Abgießen und Pellen der heißen Kartoffeln vorsichtig arbeiten.
Die gekochten und rohen Kartoffeln mit Ei, Kartoffelstärke, Salz und Muskatnuss rasch zu einem glatten Teig vermengen. Die Brötchen würfeln und in der Butter goldbraun rösten. Aus dem Kartoffelteig zwölf Klöße formen und jeweils mit einigen Brotwürfeln füllen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist formbar und hält beim Rollen zusammen.
Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser zum Sieden bringen. Die Klöße vorsichtig hineingeben und bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten gar ziehen lassen. Das Wasser darf nicht sprudelnd kochen. Sobald die Klöße an die Oberfläche steigen, sind sie in der Regel gar.
Daran erkennst du es: Die Klöße steigen an die Oberfläche und sind durchgehend fest.
Wichtig: Heißes Wasser und aufsteigenden Dampf vorsichtig handhaben.
Das Fleisch aus dem Bräter nehmen und zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen. Lorbeerblätter entfernen. Die Soße durch ein Sieb in einen Topf passieren und das Gemüse dabei gut ausdrücken. Die Soße aufkochen, abschmecken und bei Bedarf mit etwas Wasser verdünnen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist nach der Ruhezeit leichter sauber zu schneiden und die Soße ist glatt passiert.
Wichtig: Beim Aufkochen und Passieren der heißen Soße Spritzer vermeiden.
Den Zwiebel-Schweinebraten in Scheiben schneiden. Mit der Zwiebelsoße, dem Apfelrotkohl und den Kartoffelklößen anrichten und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist in saubere Scheiben geschnitten und alle Komponenten sind heiß servierfertig.
Gut zu wissen
Ein gleichmäßig großes Stück eignet sich gut für das langsame Schmoren. Die Schwarte ist für diese Variante bereits entfernt.
Die Kartoffeln werden bewusst in einen gekochten und einen rohen Anteil geteilt. Der gekochte Anteil gibt dem Teig Bindung und der rohe Anteil unterstützt die typische Kloßstruktur.
Säuerliche Äpfel, Apfelessig und Apfelsaft geben dem Rotkohl sein fruchtiges süß-säuerliches Profil.
Die gerösteten Brotwürfel werden erst kurz vor dem Formen in die Klöße gefüllt, damit sie ihr Röstaroma behalten.
Der Braten wird meist etwas saftiger und kräftiger im Geschmack, kann aber mehr Fett enthalten.
Schweinenacken wie die Schweineschulter würzen, anbraten und schmoren. Die Garprobe bleibt entscheidend.
Der Rotkohl erhält weniger butterartigen Geschmack.
Das Öl wie das Butterschmalz erhitzen und die Zwiebel darin glasig braten.
Die Füllung kann etwas weniger elastisch werden; der Röstgeschmack bleibt erhalten.
Glutenfreie Brötchen würfeln und ebenso in Butter rösten. Für eine vollständig glutenfreie Zubereitung auch Mehl und Brühe prüfen.
Die Klöße können etwas fester und weniger elastisch werden.
Die zusätzliche Stärke unter den Kartoffelteig mengen und die Konsistenz vor dem Formen prüfen.
Die Oberfläche vor dem Würzen trocken tupfen und das Öl gut erhitzen.
Das Fleisch kurz herausnehmen, die Flüssigkeit verdampfen lassen und anschließend portionsweise kräftig anbraten.
Das Gemüse regelmäßig wenden und das Tomatenmark nur kurz mitrösten.
Die Soße mit etwas Brühe verdünnen und vorsichtig mit einem kleinen Ausgleich aus Zucker und Essig abschmecken.
Den Bräter geschlossen halten und die Garprobe erst gegen Ende durchführen.
Das Fleisch mit Soße zurück in den Bräter geben und zugedeckt weiter schmoren, bis es weich ist.
Rohe Kartoffeln gründlich ausdrücken, den Teig zügig verarbeiten und die Klöße nur sieden lassen.
Einen Probekloß garen und bei Bedarf etwas Kartoffelstärke in den restlichen Teig einarbeiten.
Den Kohl fein schneiden, den Topf geschlossen halten und zwischendurch umrühren.
Mit etwas Flüssigkeit zugedeckt weiter schmoren, bis die gewünschte Weichheit erreicht ist.
Eine kräftigere, leicht erdige Würzung für den Schweinebraten.
Die Soße wird nicht vollständig passiert, sondern mit den weich geschmorten Gemüsestücken serviert.
Eine schlichte Variante der Kartoffelklöße ohne geröstete Füllung.
Braten, Soße und Rotkohl können am Vortag zubereitet und abgekühlt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Kartoffelklöße am besten frisch formen und garen; fertig gegarte Klöße können ebenfalls gekühlt gelagert und vorsichtig erwärmt werden.
Die Speisen nach dem Servieren zügig abkühlen lassen und innerhalb von zwei Stunden kalt stellen. Fleisch und Soße möglichst gemeinsam lagern, damit das Fleisch nicht austrocknet.
Nicht mehrfach vollständig auf Raumtemperatur erwärmen und wieder abkühlen lassen.
Braten und Soße portionsweise in gefriergeeigneten Behältern einfrieren. Rotkohl lässt sich ebenfalls einfrieren. Kartoffelklöße vorzugsweise frisch zubereiten, da ihre Struktur nach dem Einfrieren weicher werden kann.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend vollständig durcherhitzen.
Die Soße und der Rotkohl behalten ihre Qualität meist besser als die Kartoffelklöße.
Häufig gefragt
Das Fleisch ist fertig, wenn es sich leicht mit einer Gabel einstechen lässt. Die angegebene Schmorzeit dient als Richtwert.
Stark kochendes Wasser kann die Klöße aufbrechen. Sie sollten in nur leicht siedendem Wasser gar ziehen.
Ja. Der Rotkohl kann am Vortag geschmort, gekühlt gelagert und vorsichtig wieder erwärmt werden.
Das Gemüse gut durch das Sieb drücken. Falls die Soße danach noch zu dünn ist, kann sie vorsichtig weiter einkochen.
Etwas Kartoffelstärke in den restlichen Teig einarbeiten und erneut einen kleinen Probekloß in nur siedendem Wasser garen.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …