Frisch oder vakuumiert
Frische oder vakuumierte Maronen können verwendet werden. Vakuumierte Maronen sind außerhalb der Saison praktisch, ihr Aroma kann etwas milder ausfallen.
Pfälzer Konfekt
Hausgemachte Pralinen aus cremiger Kastanienmasse mit Mandel-Haselnuss-Nougatkern, Pistazienmarzipan und dunkler Kuvertüre.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Pfälzer Kastanienpralinen verbinden gekochte Esskastanien mit einer cremigen, nussigen Füllung. Im Inneren steckt ein Nougatkern, darum liegt eine dünne Hülle aus Pistazienmarzipan, bevor die Pralinen einen Überzug aus dunkler Kuvertüre erhalten.
Außen glänzend und schokoladig, beim Hineinbeißen zunächst fest und zart knackig, danach weich-cremig mit nussiger Kastanie, süßem Nougat und einer feinen Pistaziennote.
Schritt für Schritt
Esskastanien, Milch, Schlagsahne, Zucker und das Mark der Vanilleschote in den kleinen Topf geben. Bei schwacher Hitze etwa 10 Minuten erwärmen und gelegentlich umrühren. Die Vanilleschote entfernen und die Mischung mit dem Stabmixer fein pürieren.
Daran erkennst du es: Die Kastanien sind weich und die Mischung lässt sich glatt pürieren.
Das Kastanienpüree mit gemahlenen Mandeln, dem dafür vorgesehenen Puderzucker und Rum zu einer formbaren Masse verrühren. Falls die Masse noch zu weich ist, die Rührschüssel 30 Minuten kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist formbar und lässt sich abstechen, ohne stark zu kleben.
Das Nougat in 24 möglichst gleich große Stücke teilen und bis zur weiteren Verarbeitung kühl stellen.
Aus der Kastanienmasse 24 Portionen abnehmen und jeweils flach drücken. Ein Nougatstück in die Mitte legen, die Kastanienmasse darum verschließen und zu kleinen Kugeln formen.
Daran erkennst du es: Das Nougat ist vollständig von der Kastanienmasse umschlossen.
Marzipanrohmasse, Pistazienpaste und den dafür vorgesehenen Puderzucker verkneten. Die Masse zwischen zwei Bögen Backpapier etwa 3 mm dünn ausrollen und in 24 passende Stücke schneiden. Jede Kastanienkugel mit einem Marzipanstück umhüllen, die Naht glatt verstreichen und die Pralinen anschließend 20 Minuten kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Marzipanhülle liegt glatt an und die gekühlten Pralinen sind stabil genug zum Überziehen.
Die Kuvertüre grob hacken und mit der Kakaobutter in der hitzefesten Schüssel über dem warmen Wasserbad schmelzen. Die dunkle Kuvertüre nicht über 45 °C erhitzen. Für einen glänzenden Überzug kann sie anschließend auf etwa 27 bis 28 °C abkühlen und wieder auf 31 bis 32 °C erwärmt werden.
Daran erkennst du es: Die Kuvertüre ist glatt, vollständig geschmolzen und fließt gleichmäßig.
Wichtig: Vorsichtig mit heißem Wasserbad arbeiten und vermeiden, dass Wasser in die Kuvertüre gelangt.
Die gekühlten Pralinen in die Kuvertüre tauchen, abtropfen lassen und auf Backpapier setzen. Bei Raumtemperatur fest werden lassen. Anschließend in einer gut verschlossenen Dose kühl und trocken lagern.
Daran erkennst du es: Der Überzug ist fest und gleichmäßig geschlossen.
Gut zu wissen
Frische oder vakuumierte Maronen können verwendet werden. Vakuumierte Maronen sind außerhalb der Saison praktisch, ihr Aroma kann etwas milder ausfallen.
Pistazienpaste steht meist im Back- oder Feinkostregal und ist auch bei gut sortierten Nuss- und Süßwarenhändlern erhältlich.
Das Aroma kann etwas milder ausfallen als bei frischen gekochten Esskastanien.
Vakuumierte, bereits gekochte und geschälte Maronen direkt verwenden. Falls sie nicht vollständig weich sind, vor dem Pürieren kurz erwärmen.
Farbe und Pistazienaroma werden etwas zurückhaltender.
Fein gemahlene Pistazien mit einem kleinen Schuss neutralem Öl zu einer streichfähigen Paste verrühren und anstelle der Pistazienpaste verkneten.
Die Masse nach dem Verrühren prüfen und bei Bedarf 30 Minuten kalt stellen.
Die Masse länger kühlen, bevor sie portioniert und um das Nougat geformt wird.
Zwischen zwei Bögen Backpapier etwa 3 mm dünn ausrollen und passende Stücke schneiden.
Risse mit kleinen Reststücken Marzipan schließen und die Naht glatt verstreichen.
Die Kuvertüre nicht über 45 °C erhitzen und das Wasserbad sorgfältig kontrollieren.
Die Kuvertüre vom Wasserbad nehmen und, sofern noch glatt, nach dem vorgesehenen Abkühlen erneut temperieren.
Jede Praline kurz abtropfen lassen, bevor sie auf das Backpapier gesetzt wird.
Den noch weichen Rand mit einem Messer oder einer kleinen Palette vorsichtig begradigen.
Außerhalb der Saison kann die Kastanienmasse mit vakuumierten, gekochten Maronen zubereitet werden.
Die Pistazienpaste kann durch fein gemahlene Pistazien mit etwas neutralem Öl ersetzt werden.
Die fertigen Pralinen in einer gut verschlossenen Dose kühl und trocken lagern.
Nicht offen lagern, damit der Kuvertüreüberzug keine Feuchtigkeit und Fremdgerüche annimmt.
Häufig gefragt
Beides ist möglich. Vakuumierte Maronen sind außerhalb der Saison praktisch, ihr Aroma kann etwas milder ausfallen.
Nein. Die Kühlzeit ist im Rezept nur vorgesehen, wenn die Masse nach dem Verrühren noch zu weich zum Formen ist.
Das Abkühlen auf etwa 27 bis 28 °C und anschließende Erwärmen auf 31 bis 32 °C kann zu einem glänzenderen und gleichmäßiger fest werdenden Überzug beitragen.
Die fertigen Pralinen in einer gut verschlossenen Dose kühl und trocken lagern.
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