Braten und Schmorbraten Fleisch Gemüse Kräuter und Gewürze Wurzeln und Knollen Grillen Kochen in Flüssigkeit Marinieren Als Hauptgericht vorgesehen Direkte Grillzone

Saarländischer Schwenkbraten mit Kartoffel-Gurkensalat

Saarländisches Kurzgebratenes

Marinierte Schweinenackensteaks vom Schwenkgrill mit einem lauwarmen Kartoffel-Gurkensalat. Die würzige Marinade aus Zwiebeln, Knoblauch, Senf, Wacholder und Kräutern sorgt für eine kräftige Kruste und ein herzhaftes Aroma.

Zum Rezept
Saarländischer Schwenkbraten mit Kartoffel-Gurkensalat
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 24 Std. 20 Min.
Gesamtzeit ca. 25 Std. 30 Min.
Menge Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Braten und Schmorbraten
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Kräuter und Gewürze, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Grillen, Kochen in Flüssigkeit
Würzanwendung Marinieren
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen
Grill-Hitzeanordnung Direkte Grillzone

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die lange Marinierzeit gibt dem Schweinenacken ein kräftiges, würziges Aroma.
  • Wacholder, Knoblauch, Zwiebeln und getrocknete Kräuter ergänzen den herzhaften Geschmack des Schweinefleischs.
  • Der lauwarme Kartoffel-Gurkensalat bringt Säure, Frische und eine angenehm weiche Beilage zur kräftigen Grillkruste.
  • Das sanfte Schwenken über gleichmäßiger Glut unterstützt eine gleichmäßige Garung und schützt das Fleisch vor zu starker Hitze.

Im Saarland heißt es nicht einfach grillen, sondern schwenken: Der Rost hängt frei über der Glut und wird sanft bewegt. Für diesen Schwenkbraten werden dicke Schweinenackensteaks 24 Stunden mariniert und anschließend über gleichmäßiger Glut gegart. Dazu passt ein lauwarmer Kartoffel-Gurkensalat mit heißer Brühe, Essig, Senf und Schnittlauch.

Außen entwickeln die Steaks eine würzige, dunkelgoldene Kruste, während das vollständig durchgegarte Fleisch herzhaft und saftig wirkt. Die Marinade schmeckt pikant, leicht harzig und kräutrig. Der lauwarme Kartoffelsalat ist weich, säuerlich und würzig, mit frischer Gurke und Schnittlauch.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Marinieren

  1. Marinade anrühren

    Vier Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Den Knoblauch fein hacken. Die Wacholderbeeren grob zerdrücken und mit Öl, Senf, Thymian, Oregano, Paprikapulver, Currypulver, Cayennepfeffer, schwarzem Pfeffer und der abgemessenen Salzmenge verrühren.

    15 Minuten
    • Wacholderbeeren nur grob zerdrücken, damit ihr Aroma in der Marinade bleibt und sie später leichter entfernt werden können.
  2. Fleisch marinieren

    Die Schweinenackensteaks trocken tupfen und rundum mit der Marinade einreiben. Mit den Zwiebelringen in die verschließbare Schüssel legen, abdecken und 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

    24 Stunden 4 °C
    • Die Steaks möglichst vollständig von Marinade und Zwiebeln umgeben, damit sie gleichmäßig aromatisiert werden.

    Wichtig: Das marinierte Fleisch während der gesamten Marinierzeit gekühlt halten.

Kartoffel-Gurkensalat zubereiten

  1. Kartoffeln garen

    Die Kartoffeln gründlich waschen und in Salzwasser etwa 20 bis 25 Minuten gar kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch warm pellen und in Scheiben schneiden.

    25 Minuten 100 °C

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich mit einem Messer leicht einstechen, zerfallen aber nicht.

    • Die Kartoffeln noch warm pellen und schneiden, damit sie die Brühe später gut aufnehmen.
  2. Kartoffeln marinieren

    Die übrige Zwiebel fein würfeln. Gemüsebrühe, Weißweinessig, Senf, Zwiebelwürfel, etwas Salz und Pfeffer in einem kleinen Topf erhitzen. Die heiße Brühe über die Kartoffelscheiben gießen und vorsichtig mischen. Das Rapsöl unterheben und den Salat 20 Minuten ziehen lassen.

    20 Minuten 80 °C
    • Die Kartoffeln vorsichtig wenden, damit die Scheiben möglichst ganz bleiben.
  3. Salat fertigstellen

    Die Gurke in dünne Scheiben schneiden und den Schnittlauch fein schneiden. Beides unter den Kartoffelsalat heben und ihn nochmals mit Salz, Pfeffer und etwas Essig abschmecken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Salat ist lauwarm, gut durchzogen und ausgewogen säuerlich abgeschmeckt.

    • Die Gurke erst am Ende unterheben, damit sie knackig bleibt.

Schwenken und servieren

  1. Schwenkbraten garen

    Den Schwenkgrill anheizen und warten, bis eine gleichmäßige Glut entstanden ist. Die Steaks aus der Marinade nehmen und überschüssige Zwiebeln abstreifen, damit sie nicht verbrennen. Den Rost über der Glut einhängen und die Steaks etwa 20 bis 30 Minuten schwenken; nach 10 bis 15 Minuten wenden. Das Fleisch vollständig durchgaren und den Rost bei Bedarf höher hängen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Schweinefleisch ist vollständig durchgegart; bei zu starker Bräunung den Rost höher hängen.

    • Die überschüssigen Zwiebeln vor dem Grillen abstreifen, damit sie nicht auf der Glut verbrennen.
    • Während des Schwenkens auf eine gleichmäßige Glut achten.

    Wichtig: Rohes Schweinefleisch und gegarte Speisen getrennt handhaben. Das Fleisch vollständig durchgaren.

  2. Ruhen lassen und servieren

    Den Schwenkbraten kurz ruhen lassen und mit dem lauwarmen Kartoffel-Gurkensalat servieren. Der Salat kann während der letzten Grillphase auf Serviertemperatur gehalten werden.

    5 Minuten
    • Den Salat erst kurz vor dem Servieren mit der Gurke und dem Schnittlauch vermengen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Marinierzeit einplanen: Die 24-stündige Marinierzeit ist für die Aromatisierung des Fleisches vorgesehen. Die Marinade deshalb am Vortag anrühren.
  • Arbeiten parallel organisieren: Während die Kartoffeln garen, können Gurke und Schnittlauch vorbereitet werden. Der Kartoffelsalat kann ziehen, während der Schwenkgrill angeheizt wird.
  • Rosthöhe anpassen: Wenn die Zwiebelreste oder die Oberfläche der Steaks zu schnell dunkel werden, den Rost höher hängen und die Garzeit entsprechend ausdehnen.

Zutatenwissen

Wacholderbeeren

Wacholder gibt der Marinade ein harziges, waldiges Aroma. Die Beeren vor der Verwendung grob zerdrücken; bei Bedarf können sie weggelassen werden.

Schweinenacken

Schweinenacken bleibt durch seinen höheren Fettanteil beim Schwenken aromatisch und saftig. Dicke, möglichst gleichmäßig geschnittene Steaks garen gleichmäßiger.

Festkochende Kartoffeln

Festkochende Kartoffeln behalten beim warmen Mischen mit der Brühe ihre Form und eignen sich deshalb besonders für den Kartoffelsalat.

Sinnvolle Alternativen

Kein Ersatz

Die Marinade schmeckt weniger harzig und waldig, bleibt aber würzig.

Die Wacholderbeeren einfach weglassen und die übrigen Zutaten unverändert verwenden.

Rapsöl oder mildes Sonnenblumenöl

Der Geschmack bleibt neutral und die Marinade lässt sich unverändert verwenden.

Das neutrale Öl im gleichen Volumen ersetzen.

Frische Petersilie

Der Salat wird etwas kräuteriger und weniger zwiebelig.

Die Petersilie fein hacken und wie den Schnittlauch erst am Ende unterheben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Zwiebeln verbrennen auf der Glut.

Die Steaks vor dem Auflegen aus der Marinade nehmen und überschüssige Zwiebeln abstreifen.

Verbrannte Zwiebelreste entfernen und den Rost höher hängen. Die Steaks bei moderaterer Hitze fertig garen.

Der Kartoffelsalat wird breiig.

Die Kartoffeln nur knapp weich kochen und die heiße Brühe vorsichtig unterheben.

Einige frisch geschnittene Gurkenscheiben und Schnittlauch unterheben, um etwas Struktur und Frische zurückzubringen.

Die Steaks werden trocken.

Eine gleichmäßige Glut abwarten, die Steaks regelmäßig wenden und den Rost bei starker Bräunung höher hängen.

Das Fleisch kurz ruhen lassen und sehr dünn aufschneiden. Mit dem Kartoffelsalat servieren.

Varianten

Mildere Marinade

Eine weniger scharfe Variante mit reduziertem Cayennepfeffer und ohne zusätzliches kräftiges Nachwürzen.

Kartoffelsalat ohne Gurke

Der Kartoffelsalat wird ohne Gurke zubereitet und bleibt dadurch rein kartoffelig und würzig.

Schwenkbraten ohne Wacholder

Die Marinade wird ohne Wacholderbeeren zubereitet und schmeckt dadurch weniger harzig.

Servieren und kombinieren

  • Als herzhaftes Hauptgericht: Den Schwenkbraten mit dem lauwarmen Kartoffel-Gurkensalat direkt nach der kurzen Ruhezeit servieren.
  • Salat lauwarm reichen: Der Kartoffel-Gurkensalat schmeckt besonders passend, wenn die heiße Brühe eingezogen ist und die Gurke erst kurz vor dem Servieren untergehoben wird.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Steaks können bis zu 24 Stunden vorher mit der Marinade eingerieben und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Den Kartoffelsalat kurz vor dem Servieren zubereiten; Gurke und Schnittlauch erst am Ende unterheben.

Aufbewahren

Übrig gebliebenes Fleisch und Kartoffelsalat getrennt voneinander rasch abkühlen lassen und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren Geruch und Aussehen prüfen.

Gegarte Speisen nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen. Rohe Marinade nicht als Serviersauce verwenden.

Einfrieren

Der Kartoffel-Gurkensalat kann nach dem Einfrieren wässrig und in der Struktur weich werden; auch die Gurke verliert deutlich an Knackigkeit.

Allergene und Nährwerte

  • Senf: enthält · Senf ist ausdrücklich in der Marinade und im Kartoffelsalat enthalten.

Lebensmittelsicherheit

  • Schweinefleisch vollständig garen: Die Schweinenackensteaks vollständig durchgaren. Rohes Fleisch und gegarte Speisen getrennt handhaben und die verwendeten Arbeitsflächen sowie Utensilien anschließend gründlich reinigen.
  • Kühlung während des Marinierens: Das marinierte Schweinefleisch während der 24-stündigen Marinierzeit abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie lange sollte der Schwenkbraten marinieren?

Die angegebene Marinierzeit beträgt 24 Stunden im Kühlschrank. So kann das Fleisch die würzigen Aromen der Marinade gut aufnehmen.

Kann ich Wacholderbeeren weglassen?

Ja. Die Wacholderbeeren können weggelassen werden; die Marinade schmeckt dann etwas weniger harzig und waldig.

Was kann ich tun, wenn die Steaks zu schnell dunkel werden?

Den Rost höher hängen und die Steaks bei moderaterer Hitze weiter schwenken. Überschüssige Zwiebelstücke sollten vor dem Grillen abgestreift werden, damit sie nicht verbrennen.

Aus unserer Küche

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