Geeignetes Fleischstück
Ein durchwachsenes Rinderstück eignet sich besser zum langen Schmoren als ein sehr mageres Stück.
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Zart geschmorter Rinderbraten in einer aromatischen Essig-Wein-Marinade mit Wurzelgemüse, Rosinen und Rübensirup.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rheinischer Sauerbraten verbindet kräftiges Rindfleisch mit einer ausgewogenen säuerlich-würzigen Sauce. Durch die lange Marinier- und Schmorzeit wird der Braten besonders zart und entwickelt ein tiefes Aroma.
Der Braten ist weich und saftig, die Sauce dunkel, würzig und leicht säuerlich mit einer dezenten Süße. Wurzelgemüse, Lorbeer und Nelken sorgen für ein warmes, komplexes Aroma.
Schritt für Schritt
Rotweinessig, Rotwein und Wasser in einer großen Schüssel oder einem verschließbaren Behälter mischen. Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Lorbeerblätter, Nelken und Pfefferkörner dazugeben.
Wichtig: Rohes Fleisch und Marinade getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln handhaben.
Den Rinderbraten in die Marinade legen, abdecken und im Kühlschrank mindestens über Nacht marinieren. Das Fleisch gelegentlich wenden, damit es gleichmäßig von der Flüssigkeit umgeben bleibt.
Wichtig: Die Marinierphase muss gekühlt erfolgen.
Den Braten aus der Marinade nehmen und gut trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb abgießen und Flüssigkeit und Gemüse getrennt auffangen. Öl im Schmortopf erhitzen und den Braten rundum kräftig anbraten.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundum gebräunt.
Wichtig: Beim Einlegen des trockenen Fleisches in heißes Öl vorsichtig arbeiten, da Restfeuchtigkeit spritzen kann.
Das aufgefangene Marinadengemüse zum Braten geben und kurz mitrösten. Die aufgefangene Marinade angießen. Salz, Zuckerrübensirup und Rosinen einrühren.
Daran erkennst du es: Das Gemüse duftet geröstet und die Flüssigkeit beginnt wieder zu köcheln.
Den Deckel auflegen und den Braten bei sehr kleiner Hitze sanft schmoren lassen. Den Braten während des Schmorens gelegentlich wenden und bei Bedarf etwas Wasser ergänzen. Währenddessen kann die Beilage vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen und ist weich.
Wichtig: Das Fleisch vollständig durchgaren und die Schmorflüssigkeit heiß halten.
Den fertigen Braten aus dem Topf nehmen und kurz ruhen lassen. Die Schmorflüssigkeit mit dem Gemüse durch ein Sieb passieren oder das Gemüse nach Wunsch teilweise in der Sauce belassen. Die Sauce einige Minuten offen einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt und haftet dünn am Kochlöffel.
Die Sauce mit dem Serviersalz abschmecken. Den Braten quer zur Faser in Scheiben schneiden und mit der heißen Sauce servieren.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind zart und lassen sich sauber schneiden.
Wichtig: Reste nach dem Servieren zügig kühlen und nicht lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Gut zu wissen
Ein durchwachsenes Rinderstück eignet sich besser zum langen Schmoren als ein sehr mageres Stück.
Zuckerrübensirup und Rosinen geben der säuerlichen Sauce eine runde Süße. Die Menge sollte nicht deutlich erhöht werden, damit der Sauerbraten herzhaft bleibt.
Die Sauce bleibt fruchtig und würzig, kann aber etwas weniger tief schmecken.
Den Rotwein im gleichen Volumen durch alkoholfreien Rotwein ersetzen.
Die Sauce wird fruchtiger und etwas kräftiger süß.
Die getrockneten Pflaumen zusammen mit dem Gemüse in die Sauce geben.
Den abgedeckten Braten während der gesamten Marinierzeit im Kühlschrank aufbewahren.
Wenn die Kühlkette längere Zeit unterbrochen war, das Fleisch nicht weiterverwenden.
Die Hitze nach dem Aufkochen deutlich reduzieren und den Deckel auflegen.
Etwas Wasser ergänzen, die Hitze reduzieren und den Braten langsam weitergaren.
Das Fleisch vor dem Anbraten gründlich trocken tupfen.
Spritzer vorsichtig abwarten, die Hitze kontrollieren und den Braten portionsweise weiterbräunen.
Das Marinadengemüse wird nicht vollständig passiert, sondern teilweise in der Sauce belassen.
Die Sauce wird ohne Trockenfrüchte zubereitet und schmeckt dadurch herber.
Den Braten bis zu 24 Stunden vor dem Servieren marinieren und anschließend im Kühlschrank aufbewahren. Das fertige Gericht kann ebenfalls am Vortag geschmort und vor dem Servieren langsam erwärmt werden.
Braten und Sauce getrennt oder gemeinsam abkühlen lassen, abdecken und innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. Innerhalb von drei Tagen verbrauchen.
Nur portionsweise entnehmen und jeweils gründlich erhitzen.
Braten in Scheiben mit ausreichend Sauce luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend langsam erhitzen.
Die Sauce kann nach dem Auftauen etwas dünner wirken; langsames Einkochen gleicht das aus.
Häufig gefragt
Am besten mariniert der Braten über Nacht im Kühlschrank. Dadurch kann die säuerliche Würze gleichmäßig in das Fleisch einziehen.
Nein. Für eine glatte Sauce kann sie passiert werden; für eine rustikale Variante darf ein Teil des Gemüses in der Sauce bleiben.
Ja. Ohne Rosinen wird die Sauce herber. Die Süße kann dann ausschließlich über den Zuckerrübensirup angepasst werden.
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