Bohnenkraut gezielt einsetzen
Ein ganzer Zweig aromatisiert das Kochwasser, während die gehackten Blätter erst am Ende in die Soße kommen. So bleiben Duft und frische Kräuternote erhalten.
Schön, dass du da bist.
Passwort vergessen?Schleswig-Holsteiner Gemüsebeilage
Zarte grüne Bohnen werden mit frischem Bohnenkraut gegart und in einer cremigen weißen Soße serviert. Eine klassische, unkomplizierte Gemüsebeilage aus der norddeutschen Küche.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gestovte Bohnen passen besonders gut zu Kartoffeln, Frikadellen, Braten oder gebratenem Fisch. Die Bohnen bleiben angenehm bissfest, während die helle Soße sie samtig umhüllt und das frische Bohnenkraut für ein würziges, typisch kräuteriges Aroma sorgt.
Die Bohnen sind weich mit leichtem Biss und von einer hellen, samtigen Soße überzogen. Das Aroma ist mild-cremig, buttrig und leicht pfeffrig, mit dem frischen, würzigen Duft von Bohnenkraut.
Schritt für Schritt
Die grünen Bohnen waschen und die Enden abschneiden. Größere Bohnen halbieren. Einen Zweig Bohnenkraut zum Mitgaren beiseitelegen; die übrigen Blätter abzupfen und fein hacken. Die Milch abmessen und bereitstellen.
Das Wasser im großen Topf zum Kochen bringen. Die Bohnen, den ganzen Zweig Bohnenkraut und zunächst etwas Salz hineingeben. Die Bohnen etwa 10 Minuten garen, bis sie weich, aber noch leicht bissfest sind. Währenddessen die Soße vorbereiten.
Daran erkennst du es: Die Bohnen lassen sich mit der Gabel einstechen, behalten aber leichten Biss.
Wichtig: Beim Abgießen vorsichtig mit dem heißen Kochwasser umgehen.
Butter im kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl einrühren und unter Rühren etwa 1 Minute anschwitzen, ohne es zu bräunen. Die Milch nach und nach mit dem Schneebesen einarbeiten. Die Soße unter Rühren sanft köcheln lassen, bis sie glatt und cremig gebunden ist.
Daran erkennst du es: Die Soße überzieht den Schneebesen und enthält keine Mehlnester.
Die gegarten Bohnen abgießen und den ganzen Kräuterzweig entfernen. Die Bohnen zurück in den Topf geben, die weiße Soße unterheben und das gehackte Bohnenkraut einrühren. Alles kurz erwärmen, dann mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Bohnen sind vollständig von der Soße umhüllt und heiß, ohne weiter weich zu werden.
Gut zu wissen
Ein ganzer Zweig aromatisiert das Kochwasser, während die gehackten Blätter erst am Ende in die Soße kommen. So bleiben Duft und frische Kräuternote erhalten.
Die Milch muss nicht vorgewärmt werden, sollte aber langsam zur Mehlschwitze gegeben und dabei ständig verrührt werden.
Die Soße wird etwas leichter und kann eine dezente Getreidenote erhalten.
Milch und Butter im gleichen Volumen beziehungsweise Gewicht ersetzen. Einen ungesüßten, möglichst calciumangereicherten Haferdrink verwenden und die Soße gut auskochen lassen.
Mit Speisestärke wird die Soße etwas glänzender und weniger mehlig.
Glutenfreies Mehl wie Weizenmehl verwenden oder Speisestärke zunächst mit etwas kalter Milch glatt rühren und anschließend in die heiße Flüssigkeit geben.
Die Garzeit rechtzeitig prüfen und die Bohnen unmittelbar abgießen, sobald sie weich mit leichtem Biss sind.
Die Bohnen vorsichtig in die Soße geben und nur noch kurz erwärmen.
Die Milch portionsweise einarbeiten und mit dem Schneebesen ständig rühren.
Die Soße durch ein feines Sieb streichen und anschließend kurz weiterköcheln lassen.
Die Soße nur bis zur cremigen Bindung köcheln lassen.
Mit etwas Milch verdünnen und vorsichtig erneut abschmecken.
Fein gewürfelte Zwiebel wird vor der Mehlschwitze in der Butter weich gedünstet und gibt der Soße mehr Würze.
Ein kleiner Löffel milder Senf macht die Soße kräftiger und passt besonders gut zu Kartoffeln und Frikadellen.
Die Bohnen und die Soße können getrennt bis zu 12 Stunden im Kühlschrank vorbereitet werden. Zum Servieren beide vorsichtig zusammen erwärmen und bei Bedarf mit etwas Milch verdünnen.
Das abgekühlte Gericht innerhalb von zwei Stunden abdecken und im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren gründlich erhitzen.
Nicht mehrfach erwärmen; nur die benötigte Menge entnehmen und erhitzen.
Die Milchsoße kann nach dem Einfrieren und Auftauen flockig oder wässrig werden; Einfrieren wird daher nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Die Bohnen nur bis zum gewünschten Biss garen und anschließend sofort abgießen. Sie sollten nicht längere Zeit im heißen Kochwasser stehen.
Ja. Glutenfreie Mehlmischung kann Weizenmehl ersetzen. Alternativ kann Speisestärke mit kalter Milch glatt gerührt und zum Binden verwendet werden.
Ja. Bohnen und Soße lassen sich getrennt vorbereiten und im Kühlschrank lagern. Beim Erwärmen beides wieder zusammenführen und die Konsistenz mit etwas Milch anpassen.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …