Alte Brötchen verwenden
Brötchen vom Vortag nehmen die Milch-Ei-Mischung auf, ohne sofort zu einer breiigen Masse zu werden.
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Passwort vergessen?Sächsische Küche
Zart geschmorter Schweinebraten mit aromatischer Bratensoße, fluffigen Semmelknödeln und mild-süßem Rotkohl für 4 Portionen.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ein klassisches sächsisches Hauptgericht: Schweineschulter wird kräftig angebraten und anschließend im Ofen mit Gemüse, Brühe und Gewürzen langsam geschmort. Dazu kommen lockere Semmelknödel und fruchtig-würziger Rotkohl.
Der Braten ist zart und saftig, die Soße würzig und vollmundig. Die Semmelknödel sind weich und locker, während der Rotkohl mild-süß, leicht säuerlich und aromatisch schmeckt.
Schritt für Schritt
Die Schweineschulter trocken tupfen und rundum mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebeln, Karotten und Sellerie vorbereiten und klein schneiden.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsfläche anschließend gründlich reinigen.
Öl im Bräter erhitzen und die Schweineschulter von allen Seiten kräftig anbraten. Zwiebeln, Karotten und Sellerie dazugeben und mitbraten. Tomatenmark kurz anschwitzen, anschließend mit der Brühe ablöschen. Lorbeerblatt und Pimentkörner hinzufügen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum gebräunt und das Tomatenmark duftet leicht geröstet.
Den Bräter abdecken und den Braten bei 160 °C etwa 2 Stunden im Ofen schmoren. Das Fleisch nach ungefähr der Hälfte der Zeit wenden und bei Bedarf mit etwas Bratensaft übergießen. Während der Braten im Ofen schmort, kann der Rotkohl zubereitet werden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Gabel einstechen und ist zart.
Wichtig: Das Schweinefleisch vollständig durchgaren und vor dem Anschneiden kurz ruhen lassen.
Den Rotkohl fein hobeln und die Äpfel reiben. Beides mit Zucker, Essig, Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt und Nelken in einen Topf geben.
Den Rotkohl unter gelegentlichem Rühren etwa 45 Minuten sanft köcheln lassen, bis er weich ist. Währenddessen gelegentlich prüfen, ob noch ausreichend Flüssigkeit im Topf vorhanden ist.
Daran erkennst du es: Der Rotkohl ist weich, aber noch leicht bissfest, und schmeckt ausgewogen süß-säuerlich.
Die alten Brötchen in Würfel schneiden. Milch und Eier verquirlen, über die Brötchen geben und kurz quellen lassen. Zwiebel und Petersilie in der Pfanne anbraten und zusammen mit Salz und Muskat unter die Brötchenmasse rühren.
Daran erkennst du es: Die Brötchen sind durchfeuchtet, die Masse bleibt aber formbar und nicht flüssig.
Wichtig: Die Eier vollständig mit der warmen Brötchenmasse vermischen und rohe Eireste von Arbeitsflächen entfernen.
Aus der Masse gleichmäßige Klöße formen. Einen großen Topf mit Salzwasser erhitzen, die Knödel hineingeben und etwa 20 Minuten bei nur leicht siedendem Wasser ziehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Knödel sind fest und steigen an die Oberfläche; das Wasser soll nicht sprudelnd kochen.
Wichtig: Heißes Kochwasser vorsichtig handhaben und die Knödel vollständig durchgaren.
Den fertigen Braten aus dem Bräter nehmen und kurz ruhen lassen. Den Bratensaft durch ein feines Sieb passieren. Die Soße nach Bedarf mit etwas Mehl binden und abschmecken.
Daran erkennst du es: Die Soße ist glatt, aromatisch und leicht gebunden.
Wichtig: Bratensaft und Bräter sind sehr heiß; beim Passieren vorsichtig arbeiten.
Den Schweinebraten in Scheiben schneiden und mit Semmelknödeln, Rotkohl und der Bratensoße servieren.
Gut zu wissen
Brötchen vom Vortag nehmen die Milch-Ei-Mischung auf, ohne sofort zu einer breiigen Masse zu werden.
Piment und Nelken geben dem Bratenansatz und dem Rotkohl eine warme, würzige Note. Die ganzen Gewürze vor dem Servieren entfernen, falls sie nicht mitpassiert oder herausgenommen wurden.
Äpfel und Essig geben dem Rotkohl sein mild-süßes und leicht säuerliches Profil.
Die Soße wird etwas gemüsiger und kann bei Verwendung einer fleischfreien Brühe vegetarisch bleiben; das Gericht bleibt durch die Schweineschulter nicht vegetarisch.
Die gleiche Menge verwenden. Auf den Salzgehalt der Brühe achten und erst am Ende nachwürzen.
Der Rotkohl wird milder und etwas weicher im Fruchtaroma.
Birnen schälen, reiben und wie die Äpfel mit dem Rotkohl mitkochen.
Die Knödel können etwas weniger vollmundig schmecken; die Konsistenz hängt vom verwendeten Drink ab.
Einen ungesüßten, neutralen pflanzlichen Drink verwenden und die Flüssigkeit vorsichtig dosieren. Die Eier bleiben im Rezept enthalten.
Den Bräter geschlossen halten, die angegebene Temperatur einhalten und das Fleisch während des Schmorens wenden.
Das Fleisch in Scheiben schneiden und mit reichlich heißer Soße servieren; bei Bedarf kurz in der Soße ziehen lassen.
Die Milch vorsichtig dosieren, die Masse quellen lassen und die Knödel nur in leicht siedendem Wasser garen.
Die restliche Masse mit etwas trockenen Brötchenwürfeln stabilisieren und einen Probekloß garen.
Bei niedriger Hitze garen, regelmäßig rühren und den Geschmack gegen Ende ausbalancieren.
Mit etwas Zucker und einem geriebenen Apfel abrunden; bei angebranntem Ansatz den Rotkohl vorsichtig in einen sauberen Topf umsetzen.
Den Bratensaft nach dem Passieren kurz einkochen lassen und erst danach bei Bedarf mit etwas Mehl binden.
Die Soße vorsichtig mit etwas Mehl binden und kurz aufkochen lassen.
Ein Teil der Brühe kann durch Bier ersetzt werden, um der Soße eine kräftigere, malzige Note zu geben.
Die Semmelknödel werden durch Kartoffelknödel ersetzt. Dadurch wird die Beilage kompakter und kartoffeliger.
Der Rotkohl wird mit einem zusätzlichen Apfel und etwas mehr Süße milder und fruchtiger.
Den Braten und den Rotkohl können am Vortag zubereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Semmelknödel möglichst frisch zubereiten oder gegart separat kühlen.
Braten, Soße, Knödel und Rotkohl innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, getrennt oder portionsweise in dicht schließende Behälter geben und im Kühlschrank lagern.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durcherhitzen.
Braten mit Soße und Rotkohl portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren. Semmelknödel am besten getrennt einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam mit etwas Soße erhitzen. Knödel vorsichtig dämpfen oder in heißem Wasser erwärmen.
Die Konsistenz des Rotkohls bleibt meist gut, während Semmelknödel nach dem Einfrieren etwas fester werden können.
Häufig gefragt
Schweineschulter eignet sich besonders gut, weil sie beim langsamen Schmoren zart und aromatisch wird.
Die Knödelmasse kann vorbereitet werden. Die geformten Knödel sollten jedoch möglichst frisch gegart und anschließend warm gehalten oder vorsichtig aufgewärmt werden.
Ja, der Rotkohl kann am Vortag zubereitet und gekühlt aufbewahrt werden. Beim Erwärmen zieht das Aroma häufig noch besser durch.
Den passierten Bratensaft bei Bedarf mit etwas Mehl binden und kurz aufkochen lassen.
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