Wacholderbeeren finden
Wacholderbeeren stehen meist im Gewürzregal gut sortierter Supermärkte, in Drogeriemärkten mit größerem Lebensmittelsortiment oder in Gewürzläden.
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Passwort vergessen?Fermentiertes Gemüse aus Bayern
Knackiges bayerisches Sauerkraut mit Apfel, Kümmel und Wacholder, milchsauer in eigener Lake fermentiert.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Weißkohl, Salz und Zeit ergeben ein herzhaftes Kraut mit klarer Säure. Fein geriebener Apfel rundet die Hausversion ab, während Kümmel und Wacholder für eine würzige, bayerisch geprägte Note sorgen. Die Fermentation erfolgt ohne Essig in der eigenen Lake.
Knackig und saftig, mit klarer milder bis kräftiger Säure, fruchtiger Apfelnote sowie warm-würzigem Kümmel- und Wacholderaroma.
Schritt für Schritt
Gläser, Deckel, Hände und Arbeitsflächen gründlich reinigen. Die äußeren Kohlblätter ablösen, waschen und beiseitelegen. Den Kohl vierteln, den Strunk entfernen und die Blätter fein hobeln.
Das gehobelte Kraut genau wiegen und pro Kilogramm 20 g Salz berechnen. Für 1,2 kg Kohl 24 g Salz verwenden. Salz und Kohl in der großen Schüssel vermengen und 5 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis reichlich Saft austritt.
Daran erkennst du es: Der Kohl ist deutlich weicher und es hat sich reichlich Flüssigkeit gebildet.
Den Apfel grob reiben und mit Kümmel und leicht angedrückten Wacholderbeeren unter das Kraut mischen. Die Gewürze gleichmäßig verteilen.
Daran erkennst du es: Apfel und Gewürze sind gleichmäßig im Kraut verteilt.
Das Kraut portionsweise in die vorbereiteten Gläser füllen. Jede Schicht mit einem Stampfer oder einem sauberen Glasboden fest nach unten drücken, damit möglichst keine Luftblasen bleiben. Bis etwa 3 cm unter den Rand füllen und die ausgetretene Lake darübergeben.
Daran erkennst du es: Das Kraut liegt kompakt im Glas und ist von Lake bedeckt.
Das Kraut mit den vorbereiteten Kohlblättern abdecken und mit sauberen Fermentiergewichten beschweren. Alles muss vollständig von Lake bedeckt sein. Falls die Flüssigkeit nicht reicht, 200 ml Wasser mit 4 g Salz verrühren und so viel davon angießen, bis das Kraut knapp bedeckt ist.
Daran erkennst du es: Kraut und Abdeckblatt liegen vollständig unter der Lake.
Wichtig: Das Kraut während der Fermentation stets vollständig unter der Lake halten.
Die Gläser locker verschließen oder mit geeigneten Fermentierdeckeln versehen und auf einen Teller stellen. Das Kraut 2 bis 4 Tage bei etwa 20 bis 22 °C dunkel stehen lassen. Während dieser Startphase dürfen Bläschen aufsteigen und Flüssigkeit kann austreten.
Daran erkennst du es: Bläschen steigen auf und die Fermentation ist sichtbar aktiv.
Wichtig: Bei sichtbarem Schimmel oder deutlich fauligem Geruch nicht probieren.
Anschließend die Gläser an einen kühlen, dunklen Ort stellen und mindestens 2 weitere Wochen reifen lassen. Wenn nur der Kühlschrank zur Verfügung steht, reift das Kraut langsamer. Die Lake regelmäßig kontrollieren; das Kraut muss stets bedeckt bleiben.
Daran erkennst du es: Das Kraut bleibt unter der Lake und entwickelt zunehmend Säure.
Wichtig: Bei sichtbarem Schimmel oder deutlich fauligem Geruch das Kraut entsorgen.
Nach insgesamt etwa 3 Wochen eine kleine Menge probieren. Sobald Säure und Würze gefallen, die Gläser fest verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.
Daran erkennst du es: Säure und Würze entsprechen dem gewünschten Geschmack.
Wichtig: Bei sichtbarem Schimmel oder deutlich fauligem Geruch nicht probieren, sondern entsorgen.
Gut zu wissen
Wacholderbeeren stehen meist im Gewürzregal gut sortierter Supermärkte, in Drogeriemärkten mit größerem Lebensmittelsortiment oder in Gewürzläden.
Wacholder bringt eine harzig-würzige Note. Wird er weggelassen, schmeckt das Kraut etwas schlichter.
Den Weißkohl erst nach dem Putzen wiegen, weil die Salzmenge an das vorbereitete Kohlgewicht gekoppelt ist.
Die Nachsalzlake nur zubereiten und verwenden, wenn die austretende eigene Lake nicht ausreicht, um das Kraut knapp zu bedecken.
Das Sauerkraut schmeckt etwas schlichter und weniger harzig-würzig.
Die Wacholderbeeren ersatzlos weglassen und das Kraut ansonsten unverändert zubereiten.
Den Kohl 5 bis 10 Minuten kräftig kneten und bei Bedarf die angegebene 2-prozentige Nachsalzlake verwenden.
So viel Nachsalzlake angießen, dass das Kraut knapp bedeckt ist, und anschließend wieder beschweren.
Das Kraut portionsweise einfüllen und jede Schicht mit einem Stampfer oder sauberen Glasboden verdichten.
Vor dem vollständigen Verschließen das Kraut erneut vorsichtig nach unten drücken und mit Lake bedecken.
Die Gläser nur bis etwa 3 cm unter den Rand füllen und auf einen Teller stellen.
Ausgetretene Flüssigkeit entfernen, die Lake im Glas kontrollieren und das Kraut weiter bedeckt halten.
Sauber arbeiten, das Kraut beschweren und die Lake regelmäßig kontrollieren.
Das Kraut nicht probieren, sondern vollständig entsorgen.
Eine schlichtere Variante ohne Wacholderbeeren, bei der Apfel und Kümmel stärker hervortreten.
Das Kraut wird bewusst mehrere Wochen vor dem Verzehr angesetzt. Nach der warmen Startphase mindestens 2 weitere Wochen kühl reifen lassen und nach gewünschter Säure fest verschlossen im Kühlschrank lagern.
Nach Erreichen der gewünschten Säure die Gläser fest verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Das Kraut möglichst weiter unter der Lake halten.
Bei sichtbarem Schimmel oder deutlich fauligem Geruch nicht probieren, sondern entsorgen.
Einfrieren ist im Ausgangstext nicht vorgesehen und kann die knackige Struktur beeinträchtigen.
Häufig gefragt
Die Hauptsalzung beträgt 20 g unjodiertes Salz je 1 kg vorbereitetem Kohl. Bei 1,2 kg Kohl ergibt das 24 g.
Nur wenn die eigene Lake nicht ausreicht, um das Kraut im Glas vollständig zu bedecken. Dann Wasser und Salz im angegebenen Verhältnis verrühren und nur so viel angießen wie nötig.
Ja. Ohne Wacholder schmeckt das Sauerkraut etwas schlichter und weniger harzig-würzig.
Es steht zunächst 2 bis 4 Tage bei etwa 20 bis 22 °C und reift anschließend mindestens 2 weitere Wochen kühl und dunkel. Nach insgesamt etwa 3 Wochen kann es probiert werden.
Das Kraut nicht probieren, sondern vollständig entsorgen.
Aus unserer Küche
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