Süße Teiggebäcke Eier Milchprodukte Weizen Frittieren Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Dresdner Spritzkringel

Brandteiggebäck aus Sachsen

Luftiges Brandteiggebäck in Ringform, das im heißen Pflanzenöl goldbraun ausgebacken und mit einer dünnen Zitronenglasur veredelt wird.

Zum Rezept
Dresdner Spritzkringel
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 25 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Abbrennen des Brandteigs sorgt für eine stabile, luftige Teigstruktur.
  • Das Aufspritzen als doppelte Ringe gibt den Kringeln eine knusprige Außenseite und eine lockere Mitte.
  • Die Zitronenschale im Teig und die Zitronenglasur setzen einen frischen Kontrast zum buttrigen Gebäck.

Dresdner Spritzkringel sind feines sächsisches Brandteiggebäck für die Kaffeetafel. Der glänzende Teig wird als doppelte Ringe aufgespritzt, portionsweise frittiert und anschließend mit frischer Zitronenglasur überzogen.

Außen sind die Kringel goldbraun und knusprig, innen leicht, luftig und zart. Die Glasur ist dünn, süß und zitronig.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Brandteig zubereiten und formen

  1. Vorbereiten und Flüssigkeit aufkochen

    Zwölf Stücke Backpapier in etwa 11 x 11 cm große Quadrate schneiden und einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle bereitlegen. Milch, Wasser, Butter, Zucker und Salz in einem weiten Topf aufkochen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit soll vollständig aufgekocht sein und die Butter soll geschmolzen sein.

    • Die Backpapierquadrate erleichtern das vorsichtige Einsetzen der geformten Ringe in das Öl.

    Wichtig: Beim Aufkochen und späteren Umgang mit heißem Öl vorsichtig arbeiten.

  2. Teig abbrennen

    Den Topf vom Herd nehmen. Mehl auf einmal hineingeben und kräftig rühren, bis ein glatter Teigkloß entsteht. Den Topf wieder auf die ausgeschaltete, noch warme Herdplatte stellen und den Teig etwa 1 bis 2 Minuten weiterrühren, bis sich am Topfboden ein weißlicher Belag bildet und der Teig sich als Kloß vom Topf löst.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig löst sich als Kloß vom Topf und hinterlässt einen weißlichen Belag am Boden.

    • Das Mehl vollständig auf einmal einarbeiten, damit keine Klümpchen entstehen.
  3. Eier einarbeiten

    Den Teig in eine Rührschüssel geben und etwa 8 bis 10 Minuten abkühlen lassen. Die Eier einzeln gründlich unterrühren. Das nächste Ei erst dazugeben, wenn das vorherige vollständig eingearbeitet ist. Die Zitronenschale unterrühren. Der Teig soll glänzen und schwer reißend vom Löffel fallen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig glänzt und fällt schwer reißend vom Löffel.

    • Je nach Größe und Wassergehalt der Eier kann die gewünschte Konsistenz erst am Ende des letzten Eis erreicht sein.

    Wichtig: Den Teig vor dem Einrühren der Eier abkühlen lassen, damit die Eier nicht stocken.

  4. Ringe aufspritzen

    Den Brandteig in den Spritzbeutel füllen. Auf jedes Backpapierquadrat einen etwa 6 bis 7 cm großen Ring spritzen und dabei zwei Teigbahnen übereinanderlegen. Die Ringe bis zum Ausbacken kühl stellen.

    Daran erkennst du es: Alle zwölf Ringe sind gleichmäßig doppelt aufgespritzt.

    • Die Enden der Ringe sauber verbinden, damit sie beim Frittieren geschlossen bleiben.

Spritzkringel ausbacken

  1. Öl erhitzen und erste Ringe einsetzen

    Das Pflanzenöl in einem hohen Topf auf 165 °C erhitzen. Die Temperatur mit einem Küchenthermometer prüfen. Jeweils einen Ring mit dem Backpapier vorsichtig in das heiße Öl gleiten lassen. Nach einigen Sekunden das Papier mit einer Zange abziehen.

    165 °C

    Daran erkennst du es: Das Öl hält ungefähr 165 °C, bevor die Ringe eingesetzt werden.

    • Die Ringe einzeln einsetzen und das Backpapier erst abziehen, wenn sich der Teig stabilisiert hat.

    Wichtig: Heißes Öl kann schwere Verbrennungen verursachen. Ringe und Backpapier langsam und vorsichtig einsetzen; kein Wasser in das Öl gelangen lassen.

  2. Goldbraun frittieren

    Die Spritzkringel portionsweise etwa 4 bis 5 Minuten pro Seite goldbraun ausbacken. Dabei nicht zu viele Ringe gleichzeitig in den Topf geben, damit die Öltemperatur stabil bleibt. Die fertigen Kringel mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    5 Minuten 165 °C

    Daran erkennst du es: Die Kringel sind auf beiden Seiten gleichmäßig goldbraun und wirken außen knusprig.

    • Zwischen den Chargen die Öltemperatur wieder auf etwa 165 °C bringen.

    Wichtig: Nicht zu viele Ringe gleichzeitig frittieren und die fertigen Kringel vorsichtig aus dem Öl heben.

Abkühlen und glasieren

  1. Zitronenglasur auftragen

    Die Spritzkringel vollständig abkühlen lassen. Puderzucker und Zitronensaft zu einem dickflüssigen Guss verrühren. Die Glasur mit einem Löffel über die Kringel ziehen oder dünn auf die Oberseite streichen und fest werden lassen.

    Daran erkennst du es: Die Glasur ist dickflüssig, haftet auf der Oberfläche und wird beim Stehen fest.

    • Für eine dünnere Glasur wenige Tropfen zusätzlichen Zitronensaft einrühren; für eine dickere Glasur etwas Puderzucker ergänzen.

    Wichtig: Die Kringel vor dem Glasieren vollständig abkühlen lassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Konsistenz prüfen: Der Brandteig soll glänzen und schwer reißend vom Löffel fallen. Die Eier deshalb einzeln und vollständig eingearbeitet zugeben.
  • Öltemperatur stabil halten: Eine möglichst konstante Temperatur um 165 °C verhindert, dass die Kringel außen zu schnell bräunen und innen noch nicht ausreichend ausgebacken sind.
  • Glasur erst nach dem Abkühlen: Die Glasur auf vollständig ausgekühlte Kringel auftragen, damit sie nicht verläuft und eine dünne Schicht bilden kann.

Zutatenwissen

Mehl für Brandteig

Weizenmehl Type 550 ergibt einen elastischen Brandteig, der sich gut aufspritzen lässt.

Eier einzeln einarbeiten

Eier der Größe M verwenden und jedes Ei vollständig einarbeiten, bevor das nächste dazukommt.

Nur unbehandelte Schale

Für die abgeriebene Schale eine unbehandelte Zitrone verwenden und nur die gelbe Außenschicht abreiben.

Sinnvolle Alternativen

ungesüßter Pflanzendrink und pflanzliche Backmargarine

Der Geschmack wird etwas weniger milchig und die Teigstruktur kann leicht variieren.

Milch durch einen ungesüßten Pflanzendrink und Butter durch pflanzliche Backmargarine ersetzen. Eine ausdrücklich milchfreie Margarine verwenden.

fein abgeriebene Orangenschale und Orangensaft

Die Glasur wird milder und orangiger statt klar zitronig.

Zitronenschale und Zitronensaft durch unbehandelte Orangenschale und Orangensaft ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Brandteig bleibt weich und die Kringel verlieren beim Frittieren ihre Form.

Den Teig rühren, bis er sich als Kloß löst und ein weißlicher Belag am Topfboden sichtbar ist.

Den Teig, sofern noch nicht mit Eiern vermischt, kurz weiter auf der warmen Platte abrühren.

Der Teig wird flüssig und lässt sich nicht sauber aufspritzen.

Jedes Ei vollständig einarbeiten und die Konsistenz vor der nächsten Zugabe prüfen.

Den fertigen Teig nicht mit zusätzlichem Mehl korrigieren; die geformten Ringe gegebenenfalls kleiner und vorsichtig frittieren.

Die Kringel bräunen außen zu schnell und bleiben innen teigig.

Die Temperatur mit dem Küchenthermometer kontrollieren und nicht zu viele oder zu wenige Ringe ohne Nachregulierung ausbacken.

Die Hitze reduzieren und die nächste Charge erst einsetzen, wenn das Öl wieder etwa 165 °C erreicht hat.

Die Zitronenglasur bleibt sehr dünn und läuft vollständig ab.

Die Kringel vollständig abkühlen lassen und den Zitronensaft nach und nach unter den Puderzucker rühren.

Etwas Puderzucker einrühren und die Glasur erneut auftragen.

Varianten

Spritzkringel mit Orangenglasur

Die Zitronenaromen werden durch Orange ersetzt.

Servieren und kombinieren

  • Zur Kaffeetafel: Die glasierten Spritzkringel frisch und vollständig abgekühlt zu Kaffee oder Tee servieren.
  • Frisch servieren: Die Kringel schmecken am besten am Herstellungstag, wenn die Außenseite noch knusprig und die Glasur fest ist.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die aufgespritzten Ringe können bis zu etwa 2 Stunden vor dem Ausbacken kühl gestellt werden. Das Frittieren und Glasieren möglichst am Serviertag durchführen.

Aufbewahren

Die vollständig glasierten Kringel trocken und luftdicht bei Raumtemperatur lagern. Kühlung ist möglich, kann die knusprige Textur aber beeinträchtigen.

Nur vollständig abgekühltes Gebäck einlagern und Kondenswasser vermeiden.

Einfrieren

Die knusprige Textur und die Zitronenglasur können nach dem Einfrieren deutlich leiden.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Milch und Butter sind Bestandteil des Brandteigs.
  • Ei: enthält · Der Brandteig enthält fünf Eier.
  • Weizen und Gluten: enthält · Weizenmehl Type 550 ist Bestandteil des Brandteigs.

Lebensmittelsicherheit

  • Heißes Öl: Das heiße Öl vorsichtig erhitzen und die geformten Ringe langsam einsetzen. Wasser vom Öl fernhalten und den Topf während des Frittierens nicht unbeaufsichtigt lassen.
  • Backpapier im Öl: Das Backpapier nach einigen Sekunden vorsichtig mit einer hitzebeständigen Zange abziehen, sobald der Teigring stabil genug ist.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Woran erkenne ich den richtigen Brandteig?

Der Teig soll glänzen und schwer reißend vom Löffel fallen. Er darf nicht flüssig sein, sollte sich aber noch spritzen lassen.

Wie viele Spritzkringel kann ich gleichzeitig frittieren?

Nur so viele, dass sie genügend Platz haben und die Öltemperatur möglichst stabil bleibt. Bei einem hohen Topf sind mehrere kleine Chargen sinnvoll.

Warum werden die Kringel auf Backpapier aufgespritzt?

Das Backpapier erleichtert das vorsichtige Einsetzen der weichen Teigringe in das heiße Öl. Sobald der Teig stabil ist, wird das Papier mit einer Zange entfernt.

Wie dick soll die Zitronenglasur sein?

Sie soll dickflüssig sein, am Löffel haften und sich dünn über die Oberseite ziehen lassen. Bei Bedarf mit wenig Puderzucker oder Zitronensaft nachjustieren.

Aus unserer Küche

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