Rindermarkknochen besorgen
Rindermarkknochen gibt es meist beim Metzger oder an der Fleischtheke. Sie können oft vorbestellt werden.
Schön, dass du da bist.
Passwort vergessen?Klare Festtagssuppe
Eine klare niedersächsische Rinderbrühe aus dem Land Hadeln mit kleinen Fleischklößchen, Rindfleisch, Reis, Spargel und Blumenkohl.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Hadler Hochzeitssuppe, auch Balkensuppe genannt, stammt aus dem Land Hadeln im Elbe-Weser-Dreieck. Ihr Herzstück sind kleine Fleischklößchen, die regional als Balken bezeichnet werden. Für eine alltagstaugliche Menge kochen wir eine kräftige Rinderbrühe und reichen darin zartes Rindfleisch, Reis, Spargel und Blumenkohl. Die Einlagen werden getrennt gegart und erst zum Schluss zusammengeführt, damit Brühe und Zutaten klar und appetitlich bleiben.
Eine klare, kräftige Brühe mit zartem Rindfleisch, weichen kleinen Fleischklößchen, lockerem Reis und bissfestem Spargel und Blumenkohl. Petersilie bringt zum Schluss eine frische, grüne Note.
Schritt für Schritt
Die Zwiebel halbieren und mit den Schnittflächen nach unten in einem großen Topf ohne Fett anrösten. Rinderbeinscheibe oder Rinderbrust, Markknochen, Möhre, Sellerie und Porree hinzufügen. Mit 2,5 Litern Wasser auffüllen, Salz und Lorbeerblatt dazugeben und langsam erhitzen. Die Brühe knapp unter dem Siedepunkt etwa 2 Stunden garen lassen und gelegentlich abschäumen.
Daran erkennst du es: Die Brühe bleibt klar und die Einlagen sind weich gegart.
Fleisch und Gemüse aus dem Topf nehmen. Die Brühe durch ein feines Sieb gießen und, falls nötig, mit Salz abschmecken. Das gegarte Rindfleisch beiseitelegen und vor dem Servieren in mundgerechte Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist frei von groben Rückständen und schmeckt ausgewogen salzig.
Hackfleisch, Ei, Paniermehl, Butter, Salz, Pfeffer und Muskat gründlich verkneten. Mit angefeuchteten Händen etwa 1 cm große Klößchen rollen. In einem zweiten Topf leicht gesalzenes Wasser zum Sieden bringen, die Klößchen hineingeben und bei milder Hitze 4 bis 5 Minuten garziehen lassen. Sobald sie an die Oberfläche steigen und fest wirken, mit einer Schaumkelle herausheben.
Daran erkennst du es: Die Klößchen steigen an die Oberfläche und wirken fest.
Wichtig: Hackfleisch vollständig durchgaren; die Klößchen sollen innen fest und nicht roh sein.
Den Reis in einem Topf mit 240 ml Wasser und einer kleinen Prise Salz aufkochen. Zugedeckt bei niedriger Hitze 15 bis 18 Minuten garen, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist. Den Reis anschließend 5 Minuten ruhen lassen und mit einer Gabel lockern.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist aufgenommen und die Reiskörner sind weich, aber nicht breiig.
Den Spargel schälen, die holzigen Enden abschneiden und die Stangen in etwa 3 cm lange Stücke teilen. In 1 Liter Wasser mit Salz, Zucker und Zitronensaft 8 bis 10 Minuten bissfest garen. Abgießen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Der Spargel ist bissfest und lässt sich mit einem Messer leicht einstechen.
Die Blumenkohlröschen in frischem Salzwasser 6 bis 8 Minuten bissfest kochen. Abgießen und kurz abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Röschen sind bissfest und behalten ihre Form.
Die klare Brühe wieder erhitzen, aber nicht mehr sprudelnd kochen lassen. Rindfleisch, Fleischklößchen, Reis, Spargel und Blumenkohl auf tiefe Teller verteilen. Mit der heißen Brühe auffüllen und mit Petersilie bestreuen. Den Salat beziehungsweise die Einlagen können während der langen Brühenkochzeit vorbereitet werden, damit alles zum Servieren bereitsteht.
Daran erkennst du es: Alle Einlagen sind heiß und die Brühe bleibt klar und sprudelt nicht mehr.
Gut zu wissen
Rindermarkknochen gibt es meist beim Metzger oder an der Fleischtheke. Sie können oft vorbestellt werden.
Weißen Spargel vollständig schälen und die holzigen Enden entfernen, bevor die Stangen in Stücke geteilt werden.
Die Suppe wird würzig, aber etwas weniger rund und gelatinehaltig.
Die 250 ml kräftige Rinderbrühe zusätzlich zur im Rezept angegebenen Wassermenge verwenden. Die Brühe anschließend nach Geschmack abschmecken.
Die Brühe langsam erhitzen, knapp unter dem Siedepunkt halten und regelmäßig abschäumen.
Die Brühe durch ein feines Sieb gießen und vor dem Servieren vorsichtig wieder erhitzen.
Spargel und Blumenkohl separat bissfest garen und erst am Ende mit der heißen Brühe zusammenführen.
Die restlichen Einlagen nur kurz in der heißen Brühe erwärmen und nicht weiter sprudelnd kochen.
Die Masse gründlich verkneten und die Klößchen bei milder Hitze nur sanft garziehen lassen.
Die verbliebenen Klößchen vorsichtig mit der Schaumkelle herausheben und die Hitze weiter reduzieren.
Die Brühe kann vorab gekocht und getrennt von Fleisch und Einlagen aufbewahrt werden. Reis, Spargel und Blumenkohl möglichst erst am Tag des Servierens garen; die Komponenten erst kurz vor dem Servieren zusammenführen.
Die Suppe nach dem Servieren zügig abkühlen lassen und gekühlt aufbewahren. Brühe, Fleischklößchen, Reis und Gemüse getrennt lagern, damit die Einlagen nicht durchweichen.
Vor dem erneuten Servieren gründlich erhitzen und nur benötigte Portionen erwärmen.
Am besten nur die Brühe und das gegarte Rindfleisch getrennt einfrieren. Reis, Spargel und Blumenkohl separat und möglichst frisch zubereiten.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen.
Reis und zarte Gemüse können nach dem Einfrieren weicher werden; getrenntes Einfrieren erhält die Qualität besser.
Häufig gefragt
Eine klare Rinderbrühe mit Rindfleisch, kleinen Fleischklößchen und getrennt gegarten Einlagen wie Reis, Spargel und Blumenkohl. Sie wird dem Land Hadeln im Elbe-Weser-Dreieck zugeordnet.
Dadurch bleibt die Brühe klar und die einzelnen Zutaten behalten ihre gewünschte Konsistenz. Erst beim Servieren werden sie mit der heißen Brühe zusammengeführt.
Balken ist die regionale Bezeichnung für die kleinen Fleischklößchen, die als charakteristische Einlage in der Suppe serviert werden.
Als Alternative können 250 ml kräftige Rinderbrühe zusätzlich verwendet werden. Die Suppe bleibt würzig, wird aber etwas weniger rund und gelatinehaltig.
Aus unserer Küche
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