Eier Fleisch Gemüse Hülsenfrüchte Milchprodukte Weizen Braten in wenig Fett Kochen in Flüssigkeit Sanftes Köcheln Ziehenlassen und Aufgießen Als Hauptgericht vorgesehen

Linsen mit Spätzle und Saitenwürstchen

Schwäbisches Tellergericht

Herzhaftes schwäbisches Tellergericht mit cremig-weichen Linsen, hausgemachten Spätzle und heiß gezogenen Saitenwürstchen. Apfelessig und etwas Zucker geben den Linsen ihre typische säuerlich-würzige Balance.

Zum Rezept
Schwäbisches Tellergericht | Linsen mit Spätzle und Saitenwürstchen | Cremige Linsen, weiche Spätzle und heiße Saitenwürstchen – herzhaft sättigend
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 75 Minuten
Menge Tellergericht
Prägende Zutatenfamilie Eier, Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Ziehenlassen und Aufgießen
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Linsen werden mit Wurzelgemüse, Tomatenmark und Brühe aromatisch aufgebaut und bleiben angenehm bissfest.
  • Apfelessig und Zucker bringen die typische schwäbische Balance zwischen Säure und milder Süße.
  • Frische Spätzle nehmen die kräftige Linsensauce auf, während die Saitenwürstchen den Teller herzhaft abrunden.

Wenn es draußen kühler wird, schmeckt kaum etwas so tröstlich wie ein voller Teller schwäbischer Hausmannskost. Cremig gekochte Linsen, frische Spätzle und heiße Saitenwürstchen ergeben ein klassisches Tellergericht aus Baden-Württemberg – bodenständig, sättigend und wunderbar würzig. Während die Linsen sanft köcheln, kann der Spätzleteig vorbereitet werden. So kommen alle Bestandteile warm und mit wenig Wartezeit auf den Teller.

Die Linsen sind weich und cremig, aber nicht zerfallen, mit würziger Gemüse- und Brühenote sowie einer deutlich säuerlichen Spitze. Die Spätzle sind weich, elastisch und leicht buttrig. Die Saitenwürstchen werden heiß und saftig serviert.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Zutaten vorbereiten

    Die Linsen gründlich waschen und abtropfen lassen. Zwiebel, Möhren und Sellerie fein würfeln. Falls verwendet, den Speck in kleine Würfel schneiden.

    10 Minuten
    • Das Gemüse möglichst gleichmäßig klein würfeln, damit es später gleichzeitig weich wird.
  2. Gemüse und Würzbasis anschwitzen

    In einem großen Topf das Butterschmalz oder Öl erhitzen. Den Speck, falls verwendet, und die Zwiebel darin anschwitzen. Möhren und Sellerie zugeben und einige Minuten mitdünsten. Das Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig, das Gemüse leicht weich und das Tomatenmark aromatisch angeröstet.

    • Das Tomatenmark nicht zu lange rösten, damit es nicht bitter wird.
  3. Linsen garen

    Linsen zugeben und mit der Brühe ablöschen. Lorbeerblatt und Nelken hinzufügen. Alles aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze sanft köcheln lassen. Bei Bedarf etwas Flüssigkeit nachgießen.

    40 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Linsen sind weich, aber noch leicht bissfest, und die Flüssigkeit ist sämig geworden.

    • Während die Linsen köcheln, kann der Spätzleteig vorbereitet werden.
  4. Linsen abschmecken

    Die gegarten Linsen mit Apfelessig, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Sie sollen spürbar säuerlich-würzig schmecken. Lorbeerblatt und Nelken entfernen und die Linsen warm halten.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Säure ist deutlich wahrnehmbar, wird aber durch die milde Süße und die Würze ausbalanciert.

    • Essig zunächst vorsichtig dosieren und bei Bedarf nachlegen.
  5. Spätzleteig anrühren

    Mehl, Eier und Salz verrühren. Nach und nach so viel Wasser zugeben, bis ein zäher, blasenwerfender Teig entsteht. Den Teig 5–10 Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist zäh, glänzt leicht und wirft beim Schlagen Blasen.

    • Wasser langsam einarbeiten; der Teig soll nicht flüssig werden.
  6. Spätzle garen

    Reichlich Wasser zum Kochen bringen und mit Salz kräftig würzen. Den Teig portionsweise mit Spätzlehobel, Spätzlepresse oder vom Brett ins Wasser schaben. Sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen, mit dem Schaumlöffel herausnehmen und abtropfen lassen. In Butter schwenken und leicht mit Muskatnuss würzen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Spätzle schwimmen an der Oberfläche und sind weich, aber noch elastisch.

    • Den Teig portionsweise ins Wasser geben, damit die Spätzle nicht zusammenkleben.

    Wichtig: Beim Schaben und Herausnehmen vorsichtig mit dem kochenden Wasser arbeiten.

  7. Saitenwürstchen erhitzen

    Die Saitenwürstchen in heißem, nicht kochendem Wasser 5–8 Minuten ziehen lassen, bis sie durchgewärmt sind. Das Wasser nicht sprudelnd kochen lassen, sonst können die Würstchen aufplatzen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Würstchen sind vollständig heiß, ihre Haut bleibt möglichst unbeschädigt.

    • Die Würstchen können parallel zum Spätzlekochen erhitzt werden.

    Wichtig: Nicht sprudelnd kochen, damit die Würstchen nicht aufplatzen.

  8. Anrichten

    Die Linsen auf vorgewärmte Teller verteilen. Die Spätzle daneben oder darauf geben und jeweils zwei Saitenwürstchen dazu anrichten. Sofort servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Alle Bestandteile sind heiß und werden ohne längere Standzeit serviert.

    • Die Linsen vor dem Servieren noch einmal umrühren, damit sich die sämige Sauce gleichmäßig verteilt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Arbeitsschritte verbinden: Während die Linsen sanft köcheln, kann der Spätzleteig angerührt und ruhen gelassen werden. So verkürzt sich die tatsächliche Wartezeit.
  • Säure erst am Ende: Apfelessig erst nach dem Garen einrühren und anschließend mit Zucker, Salz und Pfeffer ausbalancieren.
  • Würstchen nur ziehen lassen: Saitenwürstchen werden in heißem, nicht sprudelnd kochendem Wasser erwärmt. Dadurch bleiben sie saftig und platzen weniger leicht auf.

Zutatenwissen

Saitenwürstchen einkaufen

Die dünnen schwäbischen Brühwürste sind besonders bei Metzgereien in Baden-Württemberg und in gut sortierten Supermärkten im Südwesten erhältlich. Wiener Würstchen können als etwas dickere und mildere Alternative verwendet werden.

Linsensorte

Tellerlinsen ergeben eine stärker bindende, cremige Sauce. Berglinsen bleiben meist etwas körniger und eignen sich ebenfalls für das Gericht.

Konsistenz des Teigs

Die Wassermenge hängt von Mehl und Eiergröße ab. Der Teig soll zäh vom Löffel reißen und beim Schlagen Blasen bilden.

Sinnvolle Alternativen

Wiener Würstchen

Etwas dicker und milder als Saitenwürstchen, ansonsten passend zum Gericht.

Wie die Saitenwürstchen in heißem, nicht kochendem Wasser erwärmen.

Neutrales Pflanzenöl

Das Gericht wird etwas weniger buttrig, bleibt aber gut zum Anschwitzen geeignet.

Öl anstelle von Butterschmalz zum Anschwitzen verwenden.

Gemüsebrühe

Die Linsen schmecken leichter und gemüsiger als mit Rinderbrühe.

Bei einer fleischfreien Variante Gemüsebrühe verwenden und die Produktkennzeichnung beachten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Spätzleteig ist zu flüssig und zerfällt im Wasser.

Wasser langsam einarbeiten und die zähe, blasenwerfende Konsistenz prüfen.

Etwas Mehl einarbeiten und den Teig kurz ruhen lassen, bevor weitere Spätzle gegart werden.

Die Linsen zerfallen vollständig oder werden breiig.

Sanft köcheln lassen und ab etwa 30 Minuten regelmäßig die Konsistenz prüfen.

Bei sehr weichen Linsen nicht weiter rühren und sie als besonders cremige Sauce servieren.

Die Linsen schmecken flach oder wenig ausgewogen.

Erst nach dem Garen abschmecken und Essig, Zucker, Salz und Pfeffer schrittweise ausbalancieren.

Essig teelöffelweise ergänzen und mit einer kleinen Prise Zucker sowie Salz abrunden.

Die Saitenwürstchen platzen beim Erwärmen auf.

Die Würstchen nur in heißem, nicht kochendem Wasser ziehen lassen.

Aufgeplatzte Würstchen vorsichtig herausnehmen und trotzdem sofort servieren.

Varianten

Vegetarische Variante

Das Gericht wird ohne Speck und ohne Fleischwürstchen zubereitet.

Kräftigere Linsen

Eine herzhaftere Variante mit optionalem Speck und etwas kräftigerer Säure.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch anrichten: Linsen in die Mitte des vorgewärmten Tellers geben, Spätzle daneben oder darauf setzen und zwei Saitenwürstchen anlegen.
  • Mit zusätzlichem Essig: Wer die Linsen besonders säuerlich mag, kann am Tisch noch einen kleinen Schuss Apfelessig ergänzen.
  • Mit frischer Beilage: Ein einfacher grüner Salat bringt Frische und einen knackigen Kontrast zum warmen, sämigen Tellergericht.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Linsen können am Vortag gekocht und gekühlt aufbewahrt werden. Spätzleteig und Spätzle möglichst frisch zubereiten; die Würstchen erst kurz vor dem Servieren erwärmen.

Aufbewahren

Linsen und Spätzle getrennt voneinander abkühlen lassen und gekühlt aufbewahren. Die Würstchen möglichst getrennt lagern.

Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Das Einfrieren ist für dieses Rezept im Ausgangstext nicht dokumentiert; insbesondere die Spätzle können nach dem Auftauen an Qualität verlieren.

Aufwärmen

  • Topf: Die Linsen bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam erwärmen und bei Bedarf mit etwas Brühe oder Wasser lockern. Spätzle separat in wenig Butter oder Wasser erwärmen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Mehl für die Spätzle ist als Weizenmehl angegeben.
  • Ei: enthält · Die Spätzle werden mit Hühnereiern zubereitet.
  • Milch: enthält · Butter wird zum Schwenken der Spätzle verwendet. Bei Verwendung von Öl entfällt dieser Bestandteil; Butterschmalz kann je nach Produkt ebenfalls Milchbestandteile enthalten.
  • Sellerie: enthält · Sellerieknolle ist als feste Zutat angegeben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Müssen die Linsen vorher eingeweicht werden?

Für Tellerlinsen oder Berglinsen ist im Ausgangsrezept kein Einweichen vorgesehen. Die Linsen werden gewaschen und direkt gekocht.

Was kann ich verwenden, wenn ich keinen Spätzlehobel habe?

Der Teig kann mit einer Spätzlepresse oder von einem angefeuchteten Brett direkt ins kochende Wasser geschabt werden.

Wann kommt der Essig zu den Linsen?

Der Apfelessig wird nach dem Garen eingerührt. So lässt sich die Säure am Ende gezielt abschmecken.

Warum dürfen Saitenwürstchen nicht sprudelnd kochen?

Bei sprudelndem Kochen kann die Wursthaut aufplatzen. Die Würstchen werden deshalb nur in heißem, nicht kochendem Wasser erwärmt.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach dem Absenden siehst du, ob dein Kommentar bereits sichtbar ist oder noch auf Freigabe wartet.