Geeignetes Fleischstück
Für das lange Schmoren eignen sich gut durchwachsene Stücke mit Bindegewebe, die bei niedriger Hitze zart werden.
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Herzhafter westfälischer Rindfleisch-Eintopf mit Zwiebeln, kräftiger Pfeffernote und sämiger Sauce.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pfefferpotthast ist ein langsam geschmortes Rindfleischgericht mit reichlich Zwiebeln und einer würzigen, gebundenen Sauce. Durch die lange Garzeit wird das Fleisch zart und die Aromen verbinden sich zu einem kräftigen, wärmenden Hauptgericht.
Zartes, faseriges Rindfleisch in einer dunklen, sämigen Sauce mit süßlich geschmorten Zwiebeln, deutlicher Pfefferschärfe und warmen Gewürznoten.
Schritt für Schritt
Rindfleisch in etwa 3 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Brühe abmessen und Lorbeerblätter, Piment, Pfeffer, Salz, Semmelbrösel und Zitronensaft bereitstellen.
Wichtig: Rohes Fleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Butter im Schmortopf bei mittlerer bis hoher Hitze zerlassen. Das Rindfleisch portionsweise anbraten, bis die Oberfläche gebräunt ist. Fleisch kurz herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Fleischwürfel sind außen gebräunt, innen aber noch nicht vollständig gegart.
Zwiebeln im verbliebenen Bratfett unter gelegentlichem Rühren weich und leicht goldbraun werden lassen. Das angebratene Fleisch wieder in den Topf geben.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und leicht gebräunt, aber nicht dunkel verbrannt.
Rinderbrühe angießen. Lorbeerblätter, Piment, schwarzen Pfeffer und das abgemessene Salz hinzufügen. Alles aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist heiß und beginnt gleichmäßig zu sieden.
Den Schmortopf zugedeckt etwa 120 Minuten sanft köcheln lassen. Zwischendurch prüfen, ob noch ausreichend Flüssigkeit vorhanden ist, und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
Daran erkennst du es: Das Rindfleisch lässt sich leicht mit einer Gabel teilen und die Sauce ist aromatisch eingekocht.
Wichtig: Das Rindfleisch vollständig durchgaren; es darf im Kern nicht roh bleiben.
Lorbeerblätter und Pimentkörner entfernen. Semmelbrösel einrühren und die Sauce einige Minuten weiterköcheln lassen, bis sie sämig wird. Zitronensaft einrühren und mit Salz zum Abschmecken ausbalancieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce haftet leicht am Kochlöffel und wirkt nicht mehr wässrig.
Den Pfefferpotthast vom Herd nehmen und etwa 10 Minuten ruhen lassen. Vor dem Servieren nochmals vorsichtig umrühren und die Konsistenz prüfen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist gleichmäßig gebunden und das Fleisch bleibt saftig.
Gut zu wissen
Für das lange Schmoren eignen sich gut durchwachsene Stücke mit Bindegewebe, die bei niedriger Hitze zart werden.
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer wirkt aromatischer und prägt den Charakter des Gerichts stärker als lange gelagertes Pfefferpulver.
Die Salzmenge der Brühe beeinflusst die endgültige Würzung. Deshalb erst nach dem Einkochen abschließend salzen.
Butterschmalz ergibt ein ähnliches Brataroma; neutrales Öl macht das Gericht milder und milchfrei.
Zum Anbraten in gleicher Weise verwenden. Bei Verwendung von Öl etwas zurückhaltender dosieren, damit die Sauce nicht fettig wirkt.
Die Sauce wird glatter und etwas weniger rustikal gebunden.
Das Mehl vor dem Aufgießen kurz mit den Zwiebeln verrühren und anschließend die Brühe langsam einarbeiten.
Der Geschmack wird leichter und weniger fleischig.
Die Gemüsebrühe in gleicher Menge verwenden und die Würzung am Ende sorgfältig prüfen.
Das Fleisch portionsweise mit ausreichend Platz anbraten.
Die bereits gegarten Stücke weiter schmoren und die Sauce am Ende etwas stärker einkochen lassen.
Nach dem Aufkochen die Hitze deutlich reduzieren und den Topf geschlossen halten.
Etwas heiße Flüssigkeit ergänzen und bei niedriger Hitze weitergaren, bis das Fleisch weich ist.
Semmelbrösel schrittweise einrühren und kurz quellen lassen.
Esslöffelweise heißes Wasser oder Brühe unterrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Eine säuerlich-würzige Variante mit Kapern als zusätzlichem Akzent.
Die Sauce wird ausschließlich durch Einkochen gebunden und bleibt etwas flüssiger.
Eine eigenständige Abwandlung mit grob gewürfelten Pilzen und Wurzelgemüse anstelle des Rindfleischs.
Das Gericht kann bis zu 24 Stunden vorher vollständig gekocht und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Servieren langsam erhitzen und die Sauce bei Bedarf mit etwas Wasser oder Brühe verdünnen.
Nach dem Abkühlen innerhalb von zwei Stunden in den Kühlschrank stellen und innerhalb von drei Tagen verbrauchen.
Nicht mehrfach vollständig abkühlen und wieder erwärmen.
Den vollständig abgekühlten Pfefferpotthast portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam in einem Topf erhitzen.
Die Sauce kann nach dem Auftauen etwas an Bindung verlieren; bei Bedarf mit wenig Brühe ausgleichen.
Häufig gefragt
Am besten eignen sich gut durchwachsene Schmorstücke, die bei niedriger Hitze langsam weich werden.
Die Sauce ohne Deckel etwas einkochen lassen oder schrittweise wenige Semmelbrösel einrühren und kurz quellen lassen.
Ja. Das Gericht kann bis zu 24 Stunden vorher gekocht, gekühlt und am nächsten Tag langsam wieder erhitzt werden.
Aus unserer Küche
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