Süße Teiggebäcke Eier Getreide Milchprodukte Weizen Frittieren Vegetarisch (Ei und Milch möglich) Frühstück

Prilleken zum süßen Frühstück

Süßes Hefesiedegebäck

Kleine, goldbraun ausgebackene Hefeteigkugeln aus Sachsen-Anhalt, die warm in Zimt und Zucker gewendet und mit Apfelmus serviert werden.

Zum Rezept
Prilleken zum süßen Frühstück
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 75 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Menge Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Getreide, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Verzehrkontext Frühstück

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der weiche Hefeteig wird durch die Ruhezeiten locker und luftig.
  • Das Ausbacken bei 170 bis 175 °C sorgt für eine goldbraune Oberfläche und einen durchgegarten Kern.
  • Zimt und Zucker haften besonders gut an den noch warmen Prilleken.
  • Apfelmus bringt eine fruchtige, leicht säuerliche Ergänzung zum süßen Gebäck.

Prilleken sind kleine, süße Hefeteigkugeln, die in Sachsen-Anhalt regional bekannt sind. Diese kugelige Variante wird aus einem weichen Hefeteig zubereitet, portionsweise in heißem Fett ausgebacken und noch warm mit Zimt und Zucker serviert. Apfelmus ergänzt das süße Frühstück und macht die Prilleken ebenso passend für den Kaffeetisch.

Außen sind die Prilleken goldbraun und leicht knusprig, innen weich, locker und warm. Zimt und Zucker sorgen für ein würzig-süßes Aroma, während Apfelmus eine fruchtige Frische ergänzt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Hefeteig zubereiten

  1. Hefe anrühren

    Die Milch lauwarm erwärmen. Hefe mit 1 Esslöffel des Zuckers und 3 Esslöffeln der Milch verrühren und 10 Minuten stehen lassen, bis sich erste Bläschen bilden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: An der Oberfläche zeigen sich erste Bläschen.

    • Die Milch darf nur lauwarm sein, damit die Hefe nicht beeinträchtigt wird.
  2. Teig kneten

    Mehl, restlichen Zucker, Vanillezucker und Salz in eine Schüssel geben. Eier, weiche Butter, Hefemischung und die übrige Milch hinzufügen. Alles 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, weichen Hefeteig verkneten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, weich und zusammenhängend.

    • Der Teig darf weich bleiben; zusätzliches Mehl nur sparsam verwenden, falls er stark klebt.
  3. Teig gehen lassen

    Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig hat sein Volumen deutlich vergrößert.

    • Eine zugfreie, warme Stelle unterstützt das Aufgehen.

Prilleken formen und ausbacken

  1. Kugeln formen

    Den Teig kurz durchkneten und in etwa 20 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer glatten Kugel formen und auf einer leicht bemehlten Fläche weitere 15 Minuten ruhen lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kugeln wirken entspannt und leicht aufgegangen.

    • Die Kugeln möglichst gleich groß formen, damit sie gleichzeitig gar werden.
  2. Fett erhitzen

    Öl oder Butterschmalz in einem weiten Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen. Die Temperatur ist richtig, wenn an einem hineingehaltenen Holzstiel kleine Bläschen aufsteigen.

    170 °C

    Daran erkennst du es: Am Holzstiel steigen kleine Bläschen auf.

    • Das Fett nicht unbeaufsichtigt erhitzen und den Topf nicht überfüllen.

    Wichtig: Heißes Fett kann schwere Verbrennungen verursachen; vorsichtig arbeiten und kein Wasser in das Fett gelangen lassen.

  3. Prilleken ausbacken

    Die Teigkugeln portionsweise in das heiße Fett geben und 4 bis 5 Minuten goldbraun ausbacken. Dabei mehrmals wenden, damit sie gleichmäßig bräunen und durchgaren.

    5 Minuten 170 °C

    Daran erkennst du es: Die Prilleken sind rundum goldbraun und im Kern durchgegart.

    • Nur wenige Kugeln gleichzeitig ausbacken, damit die Fetttemperatur nicht zu stark fällt.

    Wichtig: Die Prilleken vorsichtig in das heiße Fett geben und mit ausreichend Abstand arbeiten.

  4. Abtropfen und wälzen

    Die Prilleken mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Zucker und Zimt mischen und die noch warmen Prilleken darin wenden.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trocken genug, dass die Zucker-Zimt-Mischung haftet.

    • Die Prilleken noch warm wälzen, damit die Mischung gut haftet.

    Wichtig: Die Prilleken vor dem Servieren kurz abkühlen lassen, da sie innen und außen sehr heiß sein können.

Servieren und Fett handhaben

  1. Servieren und Fett abkühlen lassen

    Die Prilleken warm mit Apfelmus servieren. Das Fett vollständig abkühlen lassen und erst danach entsorgen oder durch ein feines Sieb für eine weitere Verwendung filtern.

    5 Minuten
    • Apfelmus separat reichen, damit die Prilleken ihre knusprige Oberfläche behalten.

    Wichtig: Heißes Fett niemals in den Abfluss gießen und erst nach vollständigem Abkühlen handhaben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Milch nur lauwarm erwärmen: Zu heiße Milch kann die Hefe beeinträchtigen. Die Milch sollte sich nur angenehm warm anfühlen.
  • Der Teig darf weich sein: Ein weicher Teig ergibt lockere Prilleken. Beim Kneten nicht unnötig viel Mehl einarbeiten.
  • In kleinen Chargen arbeiten: Wenn zu viele Kugeln gleichzeitig im Fett liegen, sinkt die Temperatur und die Prilleken saugen mehr Fett auf.

Zutatenwissen

Mehl Type 405 oder 550

Beide Weizenmehltypen eignen sich für den weichen Hefeteig. Type 550 kann etwas mehr Teigstruktur geben.

Öl oder Butterschmalz

Neutrales Öl hält den Geschmack zurück; Butterschmalz gibt den Prilleken ein kräftigeres, buttriges Aroma.

Wälzmischung

Die noch warmen Prilleken nehmen die Zimt-Zucker-Mischung am besten an.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hefe entwickelt kaum Aktivität und der Teig geht schlecht auf.

Die Milch nur lauwarm erwärmen und die Hefemischung 10 Minuten stehen lassen.

Bei ausbleibender Aktivität eine neue Hefemischung mit lauwarmer Milch ansetzen und vorsichtig unter den Teig arbeiten.

Die Prilleken werden blass und saugen viel Fett auf.

Nur portionsweise ausbacken und die Temperatur zwischen den Chargen prüfen.

Die nächste Charge erst einlegen, wenn das Fett wieder den Zielbereich erreicht hat.

Die Oberfläche bräunt zu schnell, während der Kern noch nicht durchgegart ist.

Bei 170 bis 175 °C ausbacken und die Prilleken mehrmals wenden.

Die Temperatur reduzieren und kleinere Teigkugeln bei der nächsten Charge verwenden.

Varianten

Nur mit Zucker

Die warmen Prilleken werden ausschließlich in Zucker gewendet.

Servieren und kombinieren

  • Mit Apfelmus: Die warmen Prilleken mit Apfelmus servieren. Das fruchtige Mus ergänzt die süße, ausgebackene Teigkugel.
  • Für den Kaffeetisch: Prilleken noch warm oder leicht abgekühlt auf einer Platte anrichten und mit zusätzlichem Zimt-Zucker servieren.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Nach dem Einfrieren kann die knusprige Oberfläche der ausgebackenen Prilleken an Qualität verlieren.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Milch: enthält · Milch und Butter sind feste Bestandteile des Rezepts; Butterschmalz ist außerdem als mögliche Alternative zum Ausbacken genannt.
  • Ei: enthält · Das Rezept enthält Eier.

Lebensmittelsicherheit

  • Umgang mit heißem Fett: Heißes Fett vorsichtig erhitzen und handhaben. Kein Wasser in das Fett gelangen lassen und das Fett vor dem Entsorgen oder Filtern vollständig abkühlen lassen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was sind Prilleken?

Prilleken sind kleine, süße Hefeteiggebäcke, die portionsweise zu Kugeln geformt und in heißem Fett goldbraun ausgebacken werden.

Woran erkennt man, dass die Prilleken gar sind?

Sie sind rundum goldbraun und nach etwa 4 bis 5 Minuten Ausbackzeit durchgegart. Gleichmäßiges Wenden unterstützt das Garen.

Womit kann man Prilleken servieren?

Diese Rezeptfassung serviert die warmen Prilleken mit Zimt und Zucker sowie Apfelmus.

Aus unserer Küche

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