Pfannkuchenartige Gerichte Eier Weizen Wurzeln und Knollen Braten in wenig Fett Vegetarisch (Ei und Milch möglich) Als Hauptgericht vorgesehen

Rievkoochepfanne

Bergische Spezialität

Eine herzhafte Rievkoochepfanne aus geriebenen Kartoffeln, Zwiebel, Ei und Weizenmehl, als großer knuspriger Kartoffelkuchen in wenig Öl gebraten.

Zum Rezept
Rievkoochepfanne
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 18 Minuten
Gesamtzeit ca. 35 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Pfannkuchenartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Geriebene Kartoffeln bilden eine knusprige Oberfläche und bleiben im Inneren saftig.
  • Ei und Weizenmehl binden die Masse, sodass sie sich als zusammenhängender Pfannenkuchen wenden lässt.
  • Das Braten in wenig Öl verbindet Röstaromen mit einer unkomplizierten Zubereitung in einer Pfanne.

Diese Rievkoochepfanne überträgt das Prinzip des rheinischen Reibekuchens in eine zusammenhängende Pfannenzubereitung. Die Kartoffelmasse wird in einer großen Pfanne goldbraun gebraten und anschließend in Portionen geteilt.

Außen goldbraun und knusprig, innen weich und kartoffelig, mit würziger Zwiebelnote und einer leicht pfeffrigen Wärme.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kartoffeln reiben und ausdrücken

    Kartoffeln grob reiben und zusammen mit der geriebenen oder fein gehackten Zwiebel in ein Sieb geben. Die Mischung kräftig ausdrücken, damit überschüssige Flüssigkeit abläuft. Die ausgedrückte Kartoffel-Zwiebel-Masse in die Rührschüssel geben.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist deutlich trockener und gibt beim Zusammendrücken kaum noch Flüssigkeit ab.

    • Die Kartoffelmasse nicht lange stehen lassen, damit sie möglichst hell bleibt.
    • Je trockener die Masse ist, desto knuspriger wird die Oberfläche.
  2. Masse binden und würzen

    Eier, Weizenmehl, Salz und Pfeffer zur Kartoffel-Zwiebel-Masse geben und gründlich vermengen. Die Masse soll feucht zusammenhalten, aber nicht flüssig sein.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Beim Anheben mit dem Löffel fällt die Masse langsam und geschlossen zurück.

    • Falls die Kartoffeln ungewöhnlich viel Wasser enthalten, die Masse vor dem Braten noch einmal kurz ausdrücken.
    • Das Mehl nur so lange einarbeiten, bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind.
  3. Erste Seite braten

    Die Hälfte des Pflanzenöls in der großen Pfanne erhitzen. Die Kartoffelmasse hineingeben und zu einem gleichmäßig dicken, großen Pfannenkuchen verstreichen. Bei mittlerer bis mittelhoher Hitze braten, bis die Unterseite goldbraun ist und der Rand sichtbar fest wird.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Unterseite ist goldbraun und der Pfannenkuchen lässt sich mit einem breiten Wender vorsichtig lösen.

    • Die Masse nicht zu dick verstreichen, sonst gart die Mitte langsamer als der Rand.
    • Die Pfanne während der ersten Minuten möglichst nicht bewegen.

    Wichtig: Beim Wenden vorsichtig mit heißem Öl und der schweren Pfanne umgehen.

  4. Wenden und fertig braten

    Den Pfannenkuchen mithilfe eines großen Tellers oder zweier Pfannenwender vorsichtig wenden. Das restliche Öl bei Bedarf am Rand einlaufen lassen und die zweite Seite braten, bis sie ebenfalls goldbraun ist und die Mitte vollständig gestockt wirkt. Vor dem Anschneiden kurz ausdampfen lassen und in Stücke teilen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Beide Seiten sind knusprig gebräunt, die Mitte ist fest und nicht mehr feucht.

    • Ein Teller erleichtert das Wenden eines großen Pfannenkuchens.
    • Bei Unsicherheit die Hitze nach dem Wenden etwas reduzieren, damit die Mitte durchgart, ohne dass die Oberfläche verbrennt.

    Wichtig: Beim Wenden Gesicht und Hände vom heißen Öl fernhalten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Für knusprige Ränder: Das gründliche Ausdrücken der geriebenen Kartoffeln ist entscheidend. Zu viel Flüssigkeit macht die Pfanne weich und erschwert das Wenden.
  • Pfannengröße beachten: Eine Pfanne von etwa 28 cm ergibt einen gut wendbaren Pfannenkuchen. Bei einer kleineren Pfanne die Masse in zwei Durchgängen braten.

Zutatenwissen

Kartoffelsorte

Vorwiegend festkochende Kartoffeln halten die Masse zusammen und liefern zugleich eine knusprige Oberfläche. Sehr mehligkochende Kartoffeln können die Pfanne trockener und brüchiger machen.

Salz erst in der Schüssel

Das Salz wird erst nach dem Ausdrücken untergemischt. So zieht es nicht unnötig früh Wasser aus den geriebenen Kartoffeln.

Sinnvolle Alternativen

Kartoffelstärke

Die Oberfläche wird tendenziell etwas knuspriger, die Bindung kann aber spröder werden.

Weizenmehl im gleichen Gewicht durch Kartoffelstärke ersetzen und die Masse direkt nach dem Vermengen braten.

Butterschmalz

Die Röstnoten werden kräftiger und buttriger.

Butterschmalz wie das Pflanzenöl in der Pfanne erhitzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Rievkoochepfanne wird weich und lässt sich schlecht wenden.

Die Kartoffel-Zwiebel-Masse portionsweise kräftig ausdrücken, bevor Ei und Mehl dazukommen.

Etwas zusätzliches Mehl einarbeiten und die Masse bei etwas niedrigerer Hitze länger braten.

Die Unterseite verbrennt, während die Mitte noch weich ist.

Mit mittlerer bis mittelhoher Hitze starten und die Masse gleichmäßig verteilen.

Hitze reduzieren, den Pfannenkuchen vorsichtig wenden und bei niedrigerer Hitze fertig garen.

Der Pfannenkuchen bricht beim Wenden auseinander.

Erst wenden, wenn sich der Rand gelöst hat und die Unterseite stabil wirkt.

Die Stücke wieder zusammenschieben und bei reduzierter Hitze fertig braten.

Varianten

Kräuter-Variante

Eine frische Kräuternote ergänzt die herzhafte Kartoffelbasis.

Knoblauch-Variante

Knoblauch verstärkt die würzige Zwiebelnote und passt besonders gut zu einem Kräuterquark.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Apfelmus: Die knusprigen Stücke mit Apfelmus servieren. Der süß-säuerliche Kontrast ergänzt die salzige Kartoffelkruste.
  • Mit Kräuterquark: Kräuterquark oder ein anderer herzhafter Quark bringt Frische und eine cremige Komponente auf den Teller.
  • Mit grünem Salat: Ein knackiger grüner Salat gleicht die gebratene Kartoffelpfanne aus und macht daraus eine vollständige Mahlzeit.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Die gegarte Rievkoochepfanne vollständig abkühlen lassen, abdecken und innerhalb von zwei Tagen im Kühlschrank aufbewahren.

Nicht länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Die gegarte und vollständig abgekühlte Rievkoochepfanne in portionsgerechte Stücke teilen, mit Backpapier trennen und luftdicht verpacken.

Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen oder direkt bei niedriger Hitze in der Pfanne erwärmen.

Nach dem Einfrieren kann die Oberfläche etwas weniger knusprig sein; kurzes Nachbraten verbessert die Textur.

Aufwärmen

  • Pfanne: Die Stücke ohne zusätzliches oder mit sehr wenig Öl bei mittlerer Hitze von beiden Seiten erwärmen, bis sie durchgehend heiß sind und die Oberfläche wieder leicht knusprig wird.

Allergene und Nährwerte

  • Eier: enthält · Eier sind als Bindemittel enthalten.
  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Weizenmehl ist Bestandteil der Kartoffelmasse.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie lässt sich die Rievkoochepfanne am einfachsten wenden?

Am sichersten gelingt das Wenden mit einem großen Teller: Den Teller auf die Pfanne legen, die Pfanne vorsichtig umdrehen und den Pfannenkuchen anschließend wieder in die Pfanne gleiten lassen. Alternativ können zwei breite Pfannenwender verwendet werden.

Welche Kartoffeln eignen sich am besten?

Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind eine gute Wahl, weil sie ausreichend Stärke für die Bindung liefern und zugleich eine knusprige Oberfläche entwickeln.

Kann die Kartoffelmasse vorbereitet werden?

Die Masse sollte möglichst direkt nach dem Ausdrücken und Vermengen gebraten werden. So bleibt sie heller und verliert weniger Wasser.

Aus unserer Küche

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