Wildschweinhack einkaufen
Wildschweinhack ist häufig beim regionalen Wildhandel, in gut sortierten Metzgereien oder auf größeren Wochenmärkten erhältlich.
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Passwort vergessen?Gefüllte Rotkohlroulade
Zarte Rotkohlblätter werden mit einer würzigen Füllung aus Wildschwein- und Schweinehack, Speck, Schalotten, Ei und Sahne gefüllt, angebraten und in einer kräftigen Rotweinsauce geschmort. Dazu gibt es buttrige Petersilienkartoffeln.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Rotwickel bringen zarten Rotkohl und eine würzige Wildfleischfüllung auf den Teller. Die Kohlblätter werden blanchiert, gefüllt, rundum angebraten und anschließend in einer kräftigen Rotweinsauce geschmort. Dazu servieren wir buttrige Petersilienkartoffeln – eine bodenständige Kombination mit festlichem Charakter.
Die Rotwickel sind außen zart und leicht süßlich vom geschmorten Rotkohl, innen saftig, würzig und herzhaft. Die Sauce schmeckt kräftig nach Wildfond und trockenem Rotwein, während Butter und Petersilie den Kartoffeln eine milde, frische Note geben.
Schritt für Schritt
Die großen Rotkohlblätter vorsichtig vom Kopf lösen und die dicken Blattrippen flacher schneiden. In einem großen Topf reichlich Salzwasser mit dem Rotweinessig aufkochen. Die Blätter darin 8 bis 10 Minuten blanchieren, bis sie biegsam sind. Herausheben, kalt abschrecken und gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Blätter sollen biegsam sein, aber nicht zerfallen.
Wichtig: Beim Herausheben aus dem kochenden Wasser vorsichtig arbeiten.
Das Brötchen würfeln und in der Milch etwa 10 Minuten einweichen. Eine Schalotte fein würfeln und die zweite für die Sauce beiseitelegen. Den Speck ebenfalls fein würfeln.
Daran erkennst du es: Das Brötchen soll weich und vollständig durchfeuchtet sein.
Einen Esslöffel Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Speck und die gewürfelte Schalotte darin bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Schalotte glasig ist. Die Mischung kurz abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Schalotte ist glasig, der Speck leicht gebräunt.
Wildschweinhack, Schweinehack, das ausgedrückte Brötchen, Speck, die angebratene Schalotte, Ei und Sahne gründlich vermengen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer kräftig würzen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermengt und bindet leicht zusammen.
Wichtig: Nach dem Kontakt mit rohem Hackfleisch Hände, Arbeitsfläche und Geräte gründlich reinigen.
Jeweils etwa ein Achtel der Füllung auf ein Rotkohlblatt setzen. Die Seiten über die Füllung schlagen und die Blätter zu festen Päckchen aufrollen. Bei Bedarf mit Küchengarn binden.
Daran erkennst du es: Die Päckchen sind geschlossen und halten ihre Form.
Das restliche Butterschmalz in einem Schmortopf erhitzen. Die Rotwickel darin rundum kräftig anbraten und anschließend herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundum leicht gebräunt.
Wichtig: Beim Einlegen der Wickel in das heiße Fett auf Spritzer achten.
Die zweite Schalotte fein würfeln und im Bratfett glasig dünsten. Das Mehl darüberstäuben und kurz mitrösten. Mit dem Rotwein ablöschen und etwa zur Hälfte einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Der Mehlansatz ist glatt, und der Rotwein ist deutlich reduziert.
Wichtig: Den Rotwein vorsichtig angießen, da die heiße Flüssigkeit stark aufschäumen kann.
250 ml Wildfond angießen und die Rotwickel wieder in den Schmortopf legen. Den Topf abdecken und die Rotwickel im vorgeheizten Backofen schmoren.
Daran erkennst du es: Die Rotkohlblätter sind weich und die Füllung vollständig durchgegart.
Wichtig: Die Hackfleischfüllung vollständig durchgaren und nicht roh servieren.
Während die Rotwickel schmoren, die Kartoffeln waschen oder schälen und in Salzwasser 18 bis 20 Minuten gar kochen. Die Petersilie fein hacken.
Daran erkennst du es: Ein Messer oder eine Gabel gleitet ohne Widerstand in die Kartoffeln.
Wichtig: Beim Abgießen vorsichtig mit dem heißen Kochwasser umgehen.
Die Rotwickel aus dem Topf nehmen und warm halten. Den restlichen Wildfond zur Sauce geben und sie einige Minuten offen einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach Wunsch durch ein Sieb gießen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht gebunden und geschmacklich kräftig abgeschmeckt.
Die Kartoffeln abgießen, kurz ausdampfen lassen und mit Butter und Petersilie schwenken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind mit Butter überzogen und die Petersilie gleichmäßig verteilt.
Je zwei Rotwickel mit etwas Sauce und Petersilienkartoffeln auf Tellern anrichten und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Rotwickel werden heiß mit Sauce und den noch warmen Kartoffeln serviert.
Gut zu wissen
Wildschweinhack ist häufig beim regionalen Wildhandel, in gut sortierten Metzgereien oder auf größeren Wochenmärkten erhältlich.
Wildfond gibt es bei Wildmetzgereien, in gut sortierten Supermärkten oder im Feinkostregal.
Die Füllung schmeckt kräftiger und weniger wildtypisch.
Das Wildschweinhack im gleichen Mengenverhältnis durch Rinderhack ersetzen und wie im Rezept beschrieben mit dem Schweinehack vermengen.
Die Sauce wird etwas runder und weniger waldig.
Den Wildfond vollständig durch Rinderfond ersetzen. Die Sauce am Ende vorsichtig abschmecken, da Rinderfond unterschiedlich stark gewürzt sein kann.
Die Blätter 8 bis 10 Minuten blanchieren und die stärksten Rippen vorsichtig abflachen.
Eingerissene Blätter mit einem zweiten Blattstück überlappen oder mit Küchengarn sichern.
Das Brötchen gründlich ausdrücken und pro Blatt ungefähr ein Achtel der Füllung verwenden.
Die Wickel vor dem Anbraten kurz kalt stellen und besonders vorsichtig wenden.
Den Rotwein etwa zur Hälfte einkochen und die fertige Sauce anschließend einige Minuten offen reduzieren.
Die Sauce bei mittlerer Hitze weiter einkochen lassen.
Nur kräftig, aber kontrolliert anbraten und anschließend mit Fond bedeckt schmoren.
Zu dunkle Stellen nicht abkratzen, sondern die Wickel mit Sauce und ausreichend Flüssigkeit fertig schmoren.
Eine zugänglichere Variante ohne Wildschweinhack mit kräftigerem, weniger wildtypischem Geschmack.
Die Rotwickel können bis zu 24 Stunden vorher geformt, abgedeckt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am nächsten Tag vollständig in der Sauce schmoren und vor dem Servieren durchgehend heiß werden lassen.
Reste zügig abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen; rohe und gegarte Bestandteile getrennt behandeln.
Für das Einfrieren ist keine konkrete Anleitung in der Rezeptgrundlage belegt; Rotkohlblätter und Sauce können nach dem Auftauen an Struktur verlieren.
Häufig gefragt
Ja. Im Rezept ist Rinderhack als Alternative vorgesehen. Die Füllung schmeckt damit kräftiger und weniger wildtypisch.
Ja. Die geformten Rotwickel können bis zu 24 Stunden abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und am nächsten Tag vollständig geschmort werden.
Rinderfond kann Wildfond ersetzen. Die Sauce wird dadurch etwas runder und weniger waldig.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
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