Roggensauerteig-Anstellgut
Aktives Anstellgut ist in vielen handwerklichen Bäckereien und Reformhäusern erhältlich oder kann aus einem eigenen aktiven Sauerteig stammen.
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Passwort vergessen?Schleswig-Holstein · Roggenmischbrot
Ein kräftiger, saftiger Mischbrotlaib aus Roggenmehl, Weizenmehl, Buttermilch und Roggensauerteig mit aromatischer Kruste.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Sylter Mischbrot ist eine eigenständige Hausvariante für den heimischen Ofen. Roggen und Weizen verbinden sich mit Buttermilch, Honig und aktivem Roggensauerteig zu einem großen Laib mit mildem norddeutschem Sauerteigton.
Kräftige, aromatische Kruste, saftige und elastische Krume sowie ein mild-säuerlicher, leicht buttriger Brotgeschmack.
Schritt für Schritt
Roggenmehl, handwarmes Wasser und aktives Roggensauerteig-Anstellgut glatt verrühren. Die Schüssel abdecken und den Sauerteig 10 bis 12 Stunden bei Zimmertemperatur reifen lassen.
Daran erkennst du es: Der Sauerteig ist sichtbar gereift und aromatisch-säuerlich.
Am nächsten Tag den gesamten Sauerteig mit Weizenmehl, restlichem Roggenmehl, zimmerwarmer Buttermilch, Wasser, Honig, Salz und Hefe vermengen. Den klebrigen Teig mit den Knethaken etwa 5 Minuten langsam verkneten, bis keine trockenen Mehlnester mehr vorhanden sind.
Daran erkennst du es: Keine trockenen Mehlnester sind mehr sichtbar.
Den Teig abdecken und 60 Minuten ruhen lassen. Nach 30 Minuten einmal von allen Seiten zur Mitte falten. Diese Ruhephase kann stattfinden, während der Backofen oder der Gusseisentopf noch nicht benötigt wird.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt nach der Ruhephase entspannter und leicht gelockert.
Die Arbeitsfläche leicht bemehlen. Den Teig mit feuchten Händen zu einem runden oder länglichen Laib formen und mit dem Schluss nach unten in ein gut bemehltes Gärkörbchen legen. Abdecken und 45 bis 60 Minuten gehen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teigling ist sichtbar aufgegangen, bleibt aber noch formstabil.
Den Backofen mit Gusseisentopf auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teigling auf Backpapier stürzen und längs einschneiden.
Daran erkennst du es: Der Ofen und der Gusseisentopf sind vollständig aufgeheizt.
Wichtig: Beim Umgang mit dem vorgeheizten Gusseisentopf hitzebeständige Handschuhe verwenden.
Den Laib in den heißen Topf setzen und 20 Minuten mit Deckel bei 240 °C backen. Den Deckel abnehmen, die Temperatur auf 210 °C senken und das Brot weitere 35 bis 40 Minuten backen. Ohne Topf das Brot auf ein heißes Blech geben, etwas Wasser in die hitzefeste Form gießen und 15 Minuten bei 240 °C mit Dampf backen. Danach den Dampf ablassen und das Brot bei 210 °C weitere 40 bis 45 Minuten fertig backen.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig gebräunt und der Laib wirkt fest.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Topfs und beim Eingießen von Wasser in die heiße Form auf austretenden Dampf achten.
Das Brot aus dem Topf oder vom Blech nehmen und auf einem Gitter mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen, bevor du es anschneidest.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig ausgekühlt und lässt sich sauber anschneiden.
Gut zu wissen
Aktives Anstellgut ist in vielen handwerklichen Bäckereien und Reformhäusern erhältlich oder kann aus einem eigenen aktiven Sauerteig stammen.
Sylter Meersalz ist gelegentlich in Hofläden, Feinkostgeschäften und gut sortierten Supermärkten an der Nordseeküste erhältlich.
Der Geschmack wird etwas neutraler als mit Sylter Meersalz.
Das feine Meersalz in derselben Menge verwenden und im Hauptteig mit den übrigen Zutaten vermengen.
Aktives Anstellgut verwenden und die Reifezeit von 10 bis 12 Stunden einhalten; bei einem jungen Ansatz mehr Zeit einplanen.
Den Sauerteig beziehungsweise Teig länger an einem geeigneten warmen Ort reifen lassen, ohne zusätzliche Mengen zu erfinden.
Mit feuchten Händen arbeiten und nur die Arbeitsfläche sowie das Gärkörbchen leicht bemehlen.
Den Teig vorsichtig weiterverarbeiten und die Gehzeit beobachten; nach dem Backen lässt sich die Trockenheit nicht vollständig korrigieren.
Den Laib mindestens 2 Stunden auf einem Gitter auskühlen lassen.
Das restliche Brot vollständig auskühlen lassen und erst danach weiter anschneiden.
Das Brot kann statt im Gusseisentopf auf einem heißen Backblech mit einer hitzefesten Form für Dampf gebacken werden.
Den Sauerteig kann man bis zu etwa 12 Stunden vor dem Ansetzen des Hauptteigs vorbereiten und abgedeckt bei Zimmertemperatur reifen lassen.
Das vollständig ausgekühlte Brot bei Raumtemperatur in einem Brotkasten oder Stoffbeutel lagern. Die Schnittfläche möglichst abdecken, ohne das Brot luftdicht einzuschließen.
Vor dem Einlagern vollständig auskühlen lassen.
Das vollständig ausgekühlte Brot als ganzen Laib oder in Scheiben luftdicht verpacken und einfrieren.
Bei Raumtemperatur vollständig auftauen lassen. Scheiben können direkt getoastet werden.
Die Kruste kann nach dem Auftauen etwas weicher sein; kurzes Aufbacken verbessert die Oberfläche.
Häufig gefragt
Die Aktivität des Anstellguts prüfen und dem Sauerteig beziehungsweise Teig mehr Zeit geben. Ein junger Ansatz kann länger brauchen.
Ja. Das Brot kann auf einem heißen Backblech mit einer hitzefesten Form für Dampf gebacken werden. Nach 15 Minuten den Dampf ablassen und das Brot bei 210 °C fertig backen.
Die Krume stabilisiert sich während der mindestens zweistündigen Auskühlzeit. Wird das Brot zu früh angeschnitten, kann die Krume klebrig wirken.
Ja. Feines Meersalz ist als Alternative vorgesehen; der Geschmack wird dadurch etwas neutraler.
Aus unserer Küche
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