Frische und Schärfe
Frischer Meerrettich schmeckt direkt nach dem Reiben besonders scharf. Für eine mildere Soße kann die Menge in der Soße reduziert und mehr Sahne oder Milch verwendet werden.
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Passwort vergessen?Sanft gegartes Rindfleisch in aromatischer Brühe, serviert mit Meerrettichsoße, Salzkartoffeln und dem mitgekochten Wurzelgemüse.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Tellerfleisch steht für bodenständige bayerische Küche: Rindfleisch wird langsam in einer kräftigen Brühe gegart, anschließend aufgeschnitten und mit heißer Brühe, Meerrettichsoße, Kartoffeln und Wurzelgemüse angerichtet. Frisch geriebener Meerrettich bringt eine klare Schärfe in das wärmende Gericht.
Zartes, saftiges Rindfleisch trifft auf eine klare, herzhafte Brühe, cremige Meerrettichsoße und weiche Salzkartoffeln. Der frisch geriebene Meerrettich sorgt für eine angenehm direkte Schärfe, das Gemüse für eine leicht süßliche Würze.
Schritt für Schritt
Zwiebeln halbieren und mit Schale auf der Schnittfläche in 1 EL Rapsöl kräftig anrösten. Möhren, Sellerie und Lauch putzen, grob schneiden und kurz mitrösten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sollen an der Schnittfläche deutlich gebräunt sein, das Gemüse leicht Farbe angenommen haben.
Wichtig: Beim Anrösten kann heißes Öl spritzen; Gemüse vorsichtig in die Pfanne geben.
Wasser, Lorbeerblätter, Pfefferkörner, die Stiele der Petersilie und 3 TL Salz zugeben. Alles aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Brühe soll einmal aufgekocht sein, bevor das Fleisch hineinkommt.
Wichtig: Heiße Flüssigkeit vorsichtig zugießen und den Topf nicht überfüllen.
Das Rindfleisch im restlichen Rapsöl rundum anbraten und in die heiße Brühe legen. Die Hitze sofort reduzieren. Das Fleisch 2 bis 2,5 Stunden knapp unter dem Siedepunkt gar ziehen lassen. Aufsteigenden Schaum gelegentlich abschöpfen. Das Fleisch ist fertig, wenn es sich leicht mit einer Fleischgabel einstechen lässt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht mit einer Fleischgabel einstechen.
Wichtig: Rohes Fleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten und Arbeitsflächen danach gründlich reinigen.
Während das Fleisch gart, die Kartoffeln schälen, in gleich große Stücke schneiden und in reichlich Wasser mit dem restlichen 1 TL Salz etwa 18 bis 20 Minuten weich kochen. Abgießen und zugedeckt warm halten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich mit einem Messer leicht einstechen.
Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Dampf achten.
Das Fleisch aus der Brühe nehmen und abgedeckt ruhen lassen. Die Brühe durch ein Sieb gießen und 350 ml für die Soße abmessen. Möhren und Sellerie aus dem Sieb nehmen, in mundgerechte Stücke schneiden und warm halten.
Wichtig: Fleisch und Brühe vorsichtig handhaben, da beides sehr heiß sein kann.
Butter in einem Topf schmelzen. Mehl einrühren und kurz hell anschwitzen. Die 350 ml Brühe nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. Milch und Sahne einrühren und die Soße 5 bis 7 Minuten sanft köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Soße ist leicht sämig und schmeckt nicht mehr mehlig.
Wichtig: Beim Eingießen der heißen Brühe ständig rühren, um Spritzen zu vermeiden.
Meerrettich schälen und fein reiben. Etwa 45 g mit Zucker und 1 EL Zitronensaft in die Soße rühren. Mit Salz zum Abschmecken würzen. Die restlichen 15 g Meerrettich zum Servieren zurückbehalten.
Daran erkennst du es: Die Soße verbindet sich gleichmäßig und schmeckt ausgewogen scharf, frisch und mild-säuerlich.
Wichtig: Beim Reiben des Meerrettichs Augen und Gesicht nicht unmittelbar über die Reibe halten.
Das Fleisch quer zur Faser in Scheiben schneiden. Mit Salzkartoffeln, Wurzelgemüse und Meerrettichsoße auf vorgewärmten Tellern anrichten. Mit den fein geschnittenen Petersilienblättern und dem restlichen Meerrettich vollenden.
Wichtig: Die Teller und die Speisen heiß, aber sicher handhabbar servieren.
Gut zu wissen
Frischer Meerrettich schmeckt direkt nach dem Reiben besonders scharf. Für eine mildere Soße kann die Menge in der Soße reduziert und mehr Sahne oder Milch verwendet werden.
Tafelspitz und Rinderbrust eignen sich für das langsame Garen in Brühe. Das Fleisch sollte als zusammenhängendes Stück gegart und anschließend quer zur Faser geschnitten werden.
Festkochende Kartoffeln behalten beim Kochen ihre Form und passen deshalb gut als klare Beilage zu Fleisch und Soße.
Die Soße wird meist milder und etwas säuerlicher als mit frischem Meerrettich.
Meerrettich aus dem Glas nach und nach in die fertige Soße rühren und erst danach mit Zitronensaft und Salz abschmecken. Einen Teil zum Servieren zurückbehalten.
Die Soße kann leicht anders binden und benötigt gegebenenfalls etwas mehr oder weniger Flüssigkeit.
Das Mehl im gleichen Arbeitsschritt verwenden und die Brühe langsam einrühren. Auf eine als glutenfrei gekennzeichnete Mischung achten.
Nach dem Aufkochen die Hitze sofort reduzieren und das Fleisch nur knapp unter dem Siedepunkt gar ziehen lassen.
Das Fleisch weiter sanft garen, bis es sich leicht einstechen lässt, und beim Servieren etwas heiße Brühe darübergeben.
Die abgemessene Brühe nach und nach unter ständigem Rühren zugießen.
Die Soße durch ein feines Sieb passieren und anschließend kurz weiterköcheln lassen.
Den Meerrettich erst am Ende einrühren und zusätzlich etwas frisch geriebenen Meerrettich zum Servieren zurückbehalten.
Etwas frisch geriebenen Meerrettich portionsweise unter die fertige Soße rühren.
Die Faserrichtung vor dem Schneiden prüfen und das Fleisch quer zur Faser aufschneiden.
Sehr dünne Scheiben schneiden und mit heißer Brühe und Soße servieren.
Eine sanftere Variante mit weniger frischem Meerrettich und einem höheren Anteil an Milch oder Sahne.
Die Soße wird cremiger und milder, wenn der Sahneanteil erhöht und etwas weniger Brühe verwendet wird.
Das Fleisch kann am Vortag in der Brühe gegart und darin abgekühlt aufbewahrt werden. Brühe, Gemüse und Soße getrennt lagern. Vor dem Servieren das Fleisch in der Brühe vorsichtig erwärmen und die Soße frisch abschmecken.
Fleisch, Brühe, Gemüse, Kartoffeln und Soße möglichst getrennt aufbewahren und nach dem Abkühlen in den Kühlschrank stellen. Kartoffeln und Soße getrennt lagern, damit die Kartoffeln ihre Struktur behalten.
Reste nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Verzehr vollständig durchwärmen.
Das Gericht kann nach dem Auftauen an Struktur verlieren; besonders Kartoffeln und die gebundene Soße leiden unter dem Einfrieren.
Häufig gefragt
Tafelspitz oder Rinderbrust eignen sich gut. Wichtig ist ein zusammenhängendes Stück, das langsam in der Brühe gar ziehen kann.
Ja. Etwa 4 EL Meerrettich aus dem Glas sind eine mögliche Alternative. Die Soße wird dadurch meist milder und etwas säuerlicher.
Ja. Die Kartoffeln lassen sich während der langen Fleischgarzeit vorbereiten und in etwa 18 bis 20 Minuten kochen.
Weniger frischen Meerrettich verwenden, ihn erst am Ende einrühren und bei Bedarf etwas mehr Milch oder Sahne ergänzen.
Aus unserer Küche
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