Wildschwein einkaufen
Wildschweinschulter oder Wildschweinkeule sind bei Wildhändlern, manchen regionalen Metzgereien und direkt bei Forstämtern mit Wildbretverkauf erhältlich.
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Passwort vergessen?Pfälzer Wildschmorbraten
Kräftiger Wildschwein-Schmorbraten mit Rotweinsauce, Wacholder und Wurzelgemüse, serviert mit cremigem Keschdemus aus Maronen.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ein herzhafter Pfälzer Schmorbraten für gemütliche Tage: Wildschwein wird mit Rotwein, Wildfond, Wurzelgemüse und Wacholder langsam gegart, bis es zart ist und eine dunkle, aromatische Sauce entsteht. Dazu passt cremiges Keschdemus, dessen feine Süße die würzige Sauce abrundet.
Zartes, aromatisches Wildfleisch trifft auf eine dunkle, leicht fruchtige Rotweinsauce mit Wacholdernoten. Das Keschdemus ist cremig, buttrig und mild süßlich.
Schritt für Schritt
Das Fleisch trocken tupfen, von groben Sehnen befreien und rundum mit Salz und Pfeffer würzen. Den Backofen auf 160 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Das Olivenöl im schweren Bräter erhitzen. Das Fleisch darin von allen Seiten kräftig anbraten, anschließend herausnehmen.
Daran erkennst du es: Rundum gebräunte Oberfläche
Wichtig: Beim Einlegen und Wenden des Bratens auf spritzendes heißes Öl achten.
Knoblauch, Zwiebel, Möhre, Sellerie und Lauch grob zerkleinern und im Bräter etwa 8 Minuten anrösten. Thymian, Wacholderbeeren und Lorbeerblatt dazugeben.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht gebräunt und duftet aromatisch.
Mit dem Rotwein ablöschen und die Flüssigkeit bei starker Hitze etwa 10 Minuten einkochen lassen. Den Wildfond angießen, das Fleisch wieder hineinlegen und den Bräter zugedeckt in den Ofen stellen. Den Braten 2,5 bis 3 Stunden schmoren, nach der Hälfte der Zeit wenden und mit dem Sud übergießen. Er ist fertig, wenn er zart ist und mindestens 75 °C Kerntemperatur erreicht hat.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart und erreicht mindestens 75 °C Kerntemperatur.
Wichtig: Die Kerntemperatur mit einem geeigneten Thermometer an der dicksten Stelle prüfen.
Das Fleisch aus dem Bräter nehmen und zugedeckt 15 Minuten ruhen lassen. Den Schmorfond durch ein Sieb in einen Topf gießen und bei mittlerer Hitze etwas einkochen lassen. Sahne und Johannisbeergelee einrühren, die Sauce abschmecken und warm halten.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist aromatisch, leicht eingedickt und ausgewogen abgeschmeckt.
Die Maronen mit der Milch in einen Topf geben und etwa 10 Minuten bei schwacher Hitze erwärmen. Butter, Sahne und Muskat hinzufügen und alles fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Das Keschdemus ist warm, cremig und ohne grobe Stücke.
Wichtig: Beim Pürieren heißer Zutaten den Spritzschutz des Mixers beachten.
Das Wildschwein in Scheiben schneiden und mit dem Keschdemus und der Rotweinsauce servieren.
Gut zu wissen
Wildschweinschulter oder Wildschweinkeule sind bei Wildhändlern, manchen regionalen Metzgereien und direkt bei Forstämtern mit Wildbretverkauf erhältlich.
Wildfond ist häufig im Glas in gut sortierten Supermärkten, Feinkostläden und bei Wildhändlern erhältlich.
Gegarte, geschälte Maronen gibt es vakuumiert oder im Glas. Ungesüßtes Kastanienpüree funktioniert ebenfalls, macht das Keschdemus jedoch etwas weicher.
Das Gericht schmeckt feiner und kann schneller gar sein.
Rehkeule anstelle des Wildschweins verwenden und die Garzeit früher prüfen; die Zartheit und die Kerntemperatur bleiben die maßgeblichen Kriterien.
Die Sauce wird kräftiger und weniger waldig.
Rinderfond in derselben Menge verwenden und die Sauce am Ende vorsichtig abschmecken, da der Fond unterschiedlich salzig sein kann.
Das Keschdemus wird weicher und homogener.
Kastanienpüree mit Milch erwärmen und Flüssigkeit vorsichtig dosieren, damit das Püree cremig, aber nicht zu dünn wird.
Bräter und Öl gut erhitzen und Fleisch sowie Gemüse portionsgerecht anrösten.
Die Sauce länger einkochen und abschmecken; eine bereits fehlende Röstnote lässt sich nur begrenzt ausgleichen.
Den passierten Fond bei mittlerer Hitze einkochen lassen, bevor Sahne und Gelee eingerührt werden.
Die Sauce ohne Deckel weiter einkochen lassen und erst danach erneut abschmecken.
Die Maronen bei schwacher Hitze erwärmen und bei Bedarf schluckweise Flüssigkeit ergänzen.
Mit etwas warmer Milch oder Sahne glatt pürieren.
Braten, Sauce und Keschdemus können bis zu 24 Stunden im Voraus zubereitet und getrennt gekühlt werden. Beim Servieren Fleisch und Beilage behutsam erwärmen und die Sauce gegebenenfalls mit etwas Fond oder Wasser ausgleichen.
Braten, Sauce und Keschdemus nach dem Abkühlen getrennt in verschlossenen Behältern im Kühlschrank lagern.
Gekochte Speisen nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.
Braten und Sauce getrennt portionsweise in gefriergeeigneten Behältern einfrieren. Das Keschdemus kann ebenfalls eingefroren werden, kann nach dem Auftauen aber leicht an Konsistenz verlieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend vollständig durchwärmen.
Die Sauce lässt sich meist gut einfrieren; beim Keschdemus kann sich die Textur nach dem Auftauen etwas verändern.
Häufig gefragt
Wildschweinschulter oder Wildschweinkeule sind geeignet. Beide Stücke werden durch das langsame Schmoren zart.
Ja. Rinderfond ist eine sinnvolle Alternative, schmeckt aber kräftiger und weniger waldig.
Ungesüßtes Kastanienpüree funktioniert ebenfalls. Das Keschdemus wird damit etwas weicher, daher die Flüssigkeit vorsichtig dosieren.
Das Fleisch soll zart sein und mindestens 75 °C Kerntemperatur erreichen. Die Garzeit kann je nach Größe und Beschaffenheit des Stücks variieren.
Aus unserer Küche
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