Schweineschmalz verwenden
Weiches Schweineschmalz macht den Hefeteig aromatisch und unterstützt eine zarte Krume. Es steht meist im Kühlregal oder ist beim Metzger erhältlich.
Schwäbisches Laugengebäck
Runde schwäbische Laugenweckle aus lockerem Hefeteig, im heißen Natronbad behandelt und goldbraun gebacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Schwäbische Laugenweckle sind außen glänzend und kräftig gebräunt, innen weich und locker. Sie passen zum Frühstück, zur Vesper oder noch lauwarm direkt aus dem Ofen. Diese alltagstaugliche Hausversion arbeitet mit einem Natronbad statt mit professioneller Lauge.
Außen glänzend, kräftig goldbraun und leicht herzhaft vom groben Salz; innen weich, locker und angenehm elastisch mit feinem Hefearoma.
Schritt für Schritt
Die frische Hefe und den Zucker im lauwarmen Wasser verrühren und etwa 5 Minuten stehen lassen, bis sich die Hefe verteilt hat.
Daran erkennst du es: Die Hefe ist vollständig im Wasser verteilt.
Mehl, das dosierte Salz und das weiche Schweineschmalz dazugeben. Alles 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Hefeteig kneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und löst sich weitgehend vom Schüsselrand.
Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sein Volumen deutlich vergrößert.
Den Teig in 12 möglichst gleich große Stücke teilen, rund schleifen und auf das mit Backpapier belegte Blech setzen.
Daran erkennst du es: Alle Teigstücke sind rund und möglichst gleich groß.
Die geformten Teigstücke abdecken und weitere 25 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teigstücke wirken sichtbar entspannter und leicht aufgegangen.
Die Abdeckung entfernen und die Teiglinge anschließend 10 Minuten offen stehen lassen. Dadurch bildet sich eine etwas trockenere Oberfläche für das Natronbad.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche fühlt sich leicht trocken an und klebt nicht stark.
Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Wasser in einem großen Topf aufkochen, den Topf vom Herd ziehen und das Natron vorsichtig portionsweise einrühren.
Daran erkennst du es: Das Natron ist vollständig im heißen Wasser gelöst.
Wichtig: Heiße Natronlösung vorsichtig handhaben und nicht in das sprudelnde Wasser geben.
Jeweils ein Teigstück etwa 30 Sekunden in das heiße Natronbad geben, mit der Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen. Auf das Blech setzen, kreuzweise einschneiden und mit grobem Salz bestreuen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind gleichmäßig benetzt, abgetropft und eingeschnitten.
Wichtig: Die heiße Natronlösung kann spritzen; langsam arbeiten und die Teiglinge vorsichtig einlegen und herausheben.
Die Laugenweckle auf der mittleren Schiene 18 bis 20 Minuten backen, bis sie kräftig gebräunt sind.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist glänzend und kräftig goldbraun gebräunt.
Wichtig: Das Backblech und die Weckle sind direkt nach dem Backen sehr heiß.
Die fertigen Laugenweckle auf ein Kuchengitter setzen, kurz ausdampfen lassen und am besten noch lauwarm servieren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist fest, während die Krume noch weich und lauwarm ist.
Gut zu wissen
Weiches Schweineschmalz macht den Hefeteig aromatisch und unterstützt eine zarte Krume. Es steht meist im Kühlregal oder ist beim Metzger erhältlich.
Das feine Salz wird abgemessen und in den Teig geknetet. Das grobe Salz wird separat und nach Geschmack erst vor dem Backen aufgestreut.
Die Kruste wird etwas milder und heller, das Aroma buttriger.
Das weiche Schweineschmalz in gleicher Menge durch weiche Butter ersetzen und wie im Teigschritt einkneten.
Das Wasser nur lauwarm verwenden und die Hefe darin etwa 5 Minuten stehen lassen.
Wenn die Hefe noch nicht eingearbeitet ist, mit frischer Hefe und lauwarmem Wasser neu ansetzen.
Auf die deutliche Volumenzunahme in der ersten Ruhephase achten und die zweite Ruhephase vollständig einhalten.
Bei noch ungebackenen Teiglingen die Ruhezeit an einem warmen Ort vorsichtig verlängern.
Jedes Stück nur etwa 30 Sekunden baden und anschließend gründlich abtropfen lassen.
Vor dem Backen überschüssige Flüssigkeit mit der Schaumkelle ablaufen lassen und die Teiglinge nicht mehr verschieben.
Eine mildere, etwas hellere Variante mit buttrigem Aroma.
Den Hefeteig nach dem Kneten abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. Vor dem Formen ausreichend temperieren und anschließend wie beschrieben gehen lassen.
Nach dem vollständigen Auskühlen bei Raumtemperatur lagern. Für die beste Kruste möglichst am selben Tag verzehren.
Vor dem Verpacken vollständig auskühlen lassen, damit sich kein Kondenswasser bildet.
Die vollständig ausgekühlten Laugenweckle einzeln oder mit Zwischenlagen luftdicht verpacken und einfrieren.
Bei Raumtemperatur auftauen lassen und anschließend kurz im Ofen auffrischen.
Die Kruste wird nach dem Einfrieren etwas weicher, lässt sich durch kurzes Aufbacken aber wieder auffrischen.
Häufig gefragt
Schweineschmalz steht meist im Kühlregal oder ist beim Metzger erhältlich.
Ja. Für eine mildere und etwas hellere Kruste kannst du 30 g weiches Schweineschmalz durch 30 g weiche Butter ersetzen.
Das heiße Natronbad sorgt für die typische glänzende, kräftig gebräunte Oberfläche der Laugenweckle.
Am besten schmecken sie noch lauwarm, kurz nachdem sie auf dem Kuchengitter ausgedampft sind.
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