Langenburger Wibele

Hohenloher Kleingebäck

Kleine, hell gebackene Doppeltupfen aus Eiweißteig mit Vanillenote und zart-knusprigem Biss. Das regionale Kleingebäck stammt aus Langenburg im Hohenloher Land.

Zum Rezept
Hohenloher Kleingebäck | Langenburger Wibele aus Eiweißteig | Vanillig, zart-knusprig und als kleine Doppeltupfen gebacken.
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 10 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Stunden
Gesamtzeit ca. 11 Stunden
Menge 1 Rezeptcharge; die Stückzahl hängt von der Größe der Tupfen ab
Gerichtsform und Gerichtsart Kekse und kleine trockene Süßgebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Trocknen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das lange Trocknen stabilisiert die kleinen Tupfen und unterstützt die charakteristische, zarte Knusprigkeit.
  • Das vorsichtige Unterheben bewahrt möglichst viel Volumen im Eiweißteig.
  • Die kurze Backzeit und die helle Farbe halten das Gebäck fein und leicht statt dunkel und hart.
  • Die Doppeltupfen geben den Wibele ihre typische kleine Form.

Langenburger Wibele werden aus steif geschlagenem Eiweiß, Puderzucker, Weizenmehl und Vanillezucker hergestellt. Der zähfließende Teig wird als kleine Doppeltupfen aufgespritzt, über Nacht getrocknet und anschließend nur hell goldgelb gebacken.

Sehr kleine, hell goldgelbe Gebäckstücke mit feiner Vanillenote, trockener, zart-knuspriger Oberfläche und leicht mürbem Biss.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Bleche fetten und trockene Zutaten sieben

    Zwei Backbleche dünn mit Butter fetten. Puderzucker, Weizenmehl und Vanillezucker gemeinsam durch ein feines Sieb geben.

    10 Minuten
    • Die Bleche nur dünn fetten, damit die Tupfen später nicht auf einer dicken Fettschicht liegen.
  2. Eiweiß schlagen und Masse herstellen

    Das Eiweiß in einer vollständig fettfreien Rührschüssel steif schlagen. Die gesiebte Mischung vorsichtig unterheben, bis eine glatte, zähfließende Masse entsteht.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist standfest; die fertige Masse ist glatt und zähfließend.

    • Das Unterheben behutsam ausführen, damit die eingeschlagene Luft möglichst erhalten bleibt.
  3. Doppeltupfen aufspritzen

    Den Teig in einen Spritzbeutel mit kleiner glatter Lochtülle füllen. Für jedes Wibele zwei erbsengroße Tupfen dicht nebeneinander auf ein vorbereitetes Blech setzen, sodass die typische kleine Doppelform entsteht.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Tupfen stehen dicht nebeneinander und behalten ihre Form.

    • Die Tupfen möglichst gleich groß setzen, damit sie gleichmäßig trocknen und backen.
  4. Über Nacht trocknen lassen

    Die Bleche unbedeckt in einem warmen, zugluftgeschützten Raum 8 bis 12 Stunden trocknen lassen. Die Trockenzeit ist für die kleine, stabile Form und die spätere Oberfläche wichtig.

    10 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist vor dem Backen trocken und nicht mehr feucht-klebrig.

    • Die Bleche während dieser Phase nicht abdecken und vor Zugluft schützen.
  5. Hell backen

    Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Wibele auf mittlerer Schiene 5 bis 7 Minuten backen. Gegen Ende aufmerksam kontrollieren, da sie schnell Farbe annehmen.

    7 Minuten 175 °C

    Daran erkennst du es: Die Wibele sind nur hell goldgelb und nicht dunkel gebräunt.

    • Bei nur einer mittleren Schiene die Bleche nacheinander backen und jedes Blech aufmerksam beobachten.

    Wichtig: Beim Herausnehmen vorsichtig mit dem heißen Blech umgehen.

  6. Auskühlen und aufbewahren

    Die Wibele vollständig auskühlen lassen und vorsichtig vom Blech lösen. Anschließend trocken in einer gut schließenden Dose aufbewahren.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gebäck ist vollständig ausgekühlt und lässt sich vorsichtig vom Blech lösen.

    • Erst vollständig ausgekühlte Wibele in die Dose geben, damit sich keine unnötige Feuchtigkeit sammelt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Die Trockenzeit nicht auslassen: Die unbedeckte Trockenzeit von etwa 8 bis 12 Stunden gehört wesentlich zur Formgebung und Oberflächenentwicklung der Wibele.
  • Nur hell goldgelb backen: Wibele nehmen wegen ihrer geringen Größe schnell Farbe an. Gegen Ende der Backzeit aufmerksam kontrollieren.
  • Rezeptvarianten: Wibele-Rezepte können bei Ei-Menge, Mehl-Zucker-Verhältnis, Trockenzeit und Backtemperatur voneinander abweichen. Größe und Ofen beeinflussen besonders die Backzeit.

Zutatenwissen

Fettfreie Schüssel

Für ein stabiles, steif geschlagenes Eiweiß müssen Schüssel und Rührwerkzeug sauber und fettfrei sein.

Weizenmehl Type 405

Das im Ausgangsrezept genannte Weizenmehl Type 405 wird gemeinsam mit Puderzucker und Vanillezucker gesiebt.

Butter sparsam verwenden

Die Backbleche nur dünn mit Butter fetten. Die benötigte Menge hängt von der Blechgröße ab.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Eiweiß wird nicht steif oder fällt schnell zusammen.

Eine vollständig saubere und fettfreie Schüssel verwenden und das Eiweiß sorgfältig vom Eigelb trennen.

Die Tupfen verlaufen oder bleiben nach dem Backen instabil.

Die Wibele unbedeckt 8 bis 12 Stunden in einem warmen, zugluftgeschützten Raum trocknen lassen.

Die Wibele werden dunkel und hart statt hell und zart-knusprig.

Gegen Ende der kurzen Backzeit aufmerksam kontrollieren und bei hell goldgelber Farbe herausnehmen.

Ein Teil der Wibele ist bereits gebräunt, während andere Stücke noch blass oder weich sind.

Möglichst gleich große erbsengroße Tupfen dicht nebeneinander setzen.

Servieren und kombinieren

  • Zu Kaffee servieren: Die kleinen Wibele als feines, trockenes Gebäck zu Kaffee reichen.
  • Zu Tee servieren: Die Wibele passen als kleiner süßer Begleiter zu einer Tasse Tee.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die aufgespritzten Wibele müssen ohnehin 8 bis 12 Stunden trocknen und können dafür am Vorabend vorbereitet werden.

Aufbewahren

Die Wibele vollständig auskühlen lassen und trocken in einer gut schließenden Dose aufbewahren.

Erst vollständig ausgekühltes Gebäck verpacken.

Einfrieren

Für die zarte, trockene Struktur ist eine trockene Aufbewahrung in der Dose vorzuziehen.

Allergene und Nährwerte

  • Eier: enthält · Das Rezept enthält Eiweiß.
  • Gluten (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl Type 405.
  • Milch: enthält · Butter wird zum Fetten der Backbleche verwendet.

Aus der Region

Herkunft und Tradition

Langenburger Wibele sind ein regionales Kleingebäck aus Langenburg im Hohenloher Land in Baden-Württemberg. Die kleine Doppeltupfenform und die Zuordnung zu Langenburg prägen die regionale Einordnung.

Wibele werden Langenburg im Hohenloher Land in Baden-Württemberg als regionales Kleingebäck zugeordnet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was sind Langenburger Wibele?

Langenburger Wibele sind kleine, hell gebackene Doppeltupfen aus Eiweißteig mit feiner Vanillenote und zart-knusprigem Biss.

Warum müssen Wibele über Nacht trocknen?

Die aufgespritzten Doppeltupfen werden vor dem Backen 8 bis 12 Stunden unbedeckt getrocknet. Dadurch kann sich ihre Oberfläche stabilisieren.

Wie lange werden Wibele gebacken?

Bei 175 °C Ober-/Unterhitze werden sie etwa 5 bis 7 Minuten gebacken und nur hell goldgelb aus dem Ofen genommen.

Wozu kann man Wibele servieren?

Die kleinen Wibele eignen sich als feines Gebäck zu Kaffee oder Tee.

Aus unserer Küche

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