Nur Lebensmittel-Natron verwenden
Für die Lauge ausschließlich Natron in Lebensmittelqualität verwenden. Auf die Kennzeichnung E 500 oder den Hinweis Lebensmittelqualität achten; technisches Natron ist nicht für den Verzehr bestimmt.
Rheinland-Pfalz
Längliches, intensiv braun gebackenes Laugengebäck mit malzig-aromatischer Kruste und luftig-weicher Krume.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Mainzer Laugenweck ist ein längliches Laugengebäck aus Rheinland-Pfalz. Der geschmeidige Hefeteig wird zu kleinen Wecken geformt, angetrocknet, gekühlt und anschließend kurz in einer warmen Natronlauge behandelt. So entsteht die typische glänzende, kräftig braune Kruste mit einem weichen Inneren.
Außen glänzend und intensiv braun mit kräftigem, leicht malzigem Laugenaroma; innen weich, elastisch und luftig. Grobes Meersalz setzt salzige Akzente auf der Kruste.
Schritt für Schritt
Weizenmehl, Salz und Zucker in der Rührschüssel mischen. Die frische Hefe im kühlen Wasser auflösen und zusammen mit der weichen Butter zur Mehlmischung geben. Alles 8–10 Minuten auf niedriger Stufe kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und löst sich weitgehend vom Schüsselrand.
Den Teig abgedeckt 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Anschließend in 8 gleich große Stücke teilen und jedes Stück zu einem etwa 12 cm langen, länglichen Wecken formen. Die Enden leicht spitz zulaufen lassen.
Daran erkennst du es: Nach der Ruhezeit ist der Teig entspannter und lässt sich ohne starkes Zurückziehen formen.
Die geformten Wecke auf das Backblech legen und unbedeckt 20 Minuten antrocknen lassen. Danach das Blech für 30 Minuten unbedeckt in den Kühlschrank stellen. Die Oberfläche soll trocken sein, damit die Natronlösung später gleichmäßig haftet.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche fühlt sich trocken an und ist nicht mehr klebrig.
Den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für die Lauge das Wasser im Edelstahltopf aufkochen, vom Herd nehmen und das NatronBasisches Backtriebmittel, das mit Säure Kohlendioxid bildet. vorsichtig einrühren. Die Lösung anschließend auf etwa 80 °C abkühlen lassen.
Wichtig: Nur Natron in Lebensmittelqualität verwenden und die warme Lösung vorsichtig handhaben.
Jeden Weck mit der Schaumkelle 3–4 Sekunden in die warme Natronlösung tauchen, kurz abtropfen lassen und sofort auf das mit Backpapier belegte Blech setzen. Mit grobem Meersalz bestreuen und oben einmal schräg einschneiden.
Daran erkennst du es: Die Wecke sind gleichmäßig benetzt, gut abgetropft und tragen einen einzelnen schrägen Schnitt.
Wichtig: Spritzer der warmen Natronlösung vermeiden; bei der Arbeit mit der Schaumkelle langsam und kontrolliert vorgehen.
Die Wecke im vorgeheizten Ofen 18–20 Minuten goldbraun backen. Anschließend auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist intensiv braun, glänzend und fest; die Wecke fühlen sich leicht an und lösen sich vom Backpapier.
Gut zu wissen
Für die Lauge ausschließlich Natron in Lebensmittelqualität verwenden. Auf die Kennzeichnung E 500 oder den Hinweis Lebensmittelqualität achten; technisches Natron ist nicht für den Verzehr bestimmt.
Weizenmehl Type 550 unterstützt einen elastischen, gut formbaren Teig und eine lockere Krume.
Das grobe Meersalz wird erst nach dem Laugen auf die feuchte Oberfläche gestreut. So haftet es, ohne in den Teig eingearbeitet zu werden.
Der Teig kann etwas langsamer starten; Geschmack und Krume bleiben ähnlich, wenn die Gehzeit angepasst wird.
Trockenhefe mit dem Mehl mischen und die Teigentwicklung beobachten. Die Ruhezeit nicht nur nach der Uhr, sondern auch nach der Teigstruktur beurteilen.
Das Aroma wird weniger buttrig; die Teigkonsistenz bleibt bei einer festen, backgeeigneten Margarine ähnlich.
Eine feste, backgeeignete Margarine verwenden und wie die weiche Butter in den Teig geben.
Die Optik und der Biss der Salzkruste verändern sich je nach Körnung.
Eine grobe Salzsorte wählen und sparsam auf die gelaugten Wecke streuen.
Die Natronlösung auf etwa 80 °C abkühlen lassen und die geformten Wecke vorher unbedeckt antrocknen und kühlen.
Bei kleinen Unregelmäßigkeiten die Wecke trotzdem backen; die Kruste kann geschmacklich gelungen sein, auch wenn die Farbe uneinheitlich ist.
Die Wecke mit Abstand auflegen und bei größeren Mengen in mehreren Durchgängen backen.
Nach dem Backen vorsichtig trennen und die vollständig abgekühlten Stücke gegebenenfalls kurz nachbacken.
Die Teigkonsistenz nach dem Kneten prüfen: glatt, elastisch und formbar, aber nicht schmierig.
Bei zu weichem Teig etwas Mehl einarbeiten; bei zu festem Teig teelöffelweise Wasser ergänzen und kurz weiterkneten.
Das Meersalz nur dünn und gezielt nach dem Laugen aufstreuen.
Die Kruste vor dem Servieren vorsichtig abbürsten oder die Wecke mit ungesalzener Butter kombinieren.
Die gelaugten Wecke werden statt oder zusätzlich zum groben Meersalz mit Sesam bestreut.
Die Butter wird durch eine geeignete pflanzliche Backmargarine ersetzt.
Der Teig wird in mehr als 8 kleinere Stücke geteilt und entsprechend kürzer gebacken.
Die gebackenen Wecke können bis zu 12 Stunden im Voraus zubereitet werden. Nach dem vollständigen Auskühlen luftdicht oder gut abgedeckt lagern und vor dem Servieren kurz auffrischen.
Nach dem Auskühlen bei Raumtemperatur in einem Brotbeutel oder einer gut schließenden Dose aufbewahren. Für die beste Kruste nicht offen liegen lassen.
Bei sichtbarem Schimmel, ungewöhnlichem Geruch oder feuchter, klebriger Oberfläche nicht mehr verzehren.
Die vollständig ausgekühlten Wecke einzeln luftdicht verpacken und einfrieren.
Bei Raumtemperatur auftauen lassen und anschließend kurz im Ofen auffrischen.
Die Kruste kann nach dem Einfrieren etwas weniger knusprig sein als frisch gebacken.
Häufig gefragt
Die unbedeckte Kühlung trocknet die Oberfläche weiter an. Dadurch haftet die warme Natronlösung gleichmäßiger und die Kruste wird homogener.
Verwende ausschließlich Natron in Lebensmittelqualität und achte auf die Kennzeichnung E 500 oder den Hinweis Lebensmittelqualität. Technisches Natron ist nicht verzehrsicher.
Der schräge Schnitt unterstützt das kontrollierte Aufreißen der Oberfläche und gibt den Wecken ihr typisches Aussehen.
Nach etwa 18–20 Minuten sollte die Kruste intensiv braun und fest sein. Anschließend die Wecke auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
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