Schweinefüße für die Gelierung
Schweinefüße liefern Kollagen und unterstützen die natürliche Gelierung der Brühe. Sie sollten möglichst längs geteilt sein, damit die Brühe die kollagenreichen Teile gut erreicht.
Herzhafte Fleischsülze
Deftige Fleischsülze aus zart gekochter Schweineschulter und Schweinefüßen mit säuerlich abgeschmeckter Brühe, Gewürzgurke, Ei und Petersilie. Die Einlage wird in einer länglichen Form geschichtet und im Kühlschrank schnittfest geliert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Fleischsülze gehört zur kalten, herzhaften Küche und verbindet zartes Schweinefleisch mit einer kräftigen, leicht säuerlichen Brühe. Gewürzgurken, Ei und Möhrenscheiben sorgen im klaren Gelee für frische Säure, Farbe und den klassischen Kontrast zum Fleisch.
Klar bis leicht bernsteinfarbenes, schnittfestes Gelee umgibt zarte Fleischwürfel, Gurken- und Eischeiben. Die Sülze schmeckt kräftig, säuerlich und würzig; die Oberfläche ist kühl und glatt, die Einlage weich und dennoch formstabil.
Schritt für Schritt
Schweineschulter und Schweinefüße kalt abspülen und in den großen Topf geben. Mit dem Wasser bedecken, langsam aufkochen und den entstehenden Schaum sorgfältig abschöpfen.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist aufgekocht und der Schaum weitgehend entfernt.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten handhaben und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Möhren, Lauch und Zwiebeln grob zerteilen und mit Lorbeer, Pfefferkörnern, Piment, Nelken, Senfkörnern und dem festen Salz zum Fleisch geben. Alles knapp unter dem Siedepunkt 2,5 bis 3 Stunden sanft garen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht lösen und die Schweinefüße sind weich gegart.
Fleisch und Schweinefüße herausheben. Die Brühe durch ein feines Sieb gießen und vollständig abkühlen lassen. Fest gewordenes Fett von der Oberfläche abheben. Das Fleisch von Knochen und Schwarte lösen und in mundgerechte Würfel schneiden. Eine Möhre aus dem Sud für die Einlage in Scheiben schneiden.
Daran erkennst du es: Die Brühe ist abgekühlt und das Fett lässt sich von der Oberfläche abheben.
Wichtig: Die Brühe nach dem Abkühlen zügig weiterverarbeiten oder abgedeckt kalt stellen; nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Etwa 1,2 l der geklärten Brühe abmessen und wieder erhitzen, aber nicht mehr sprudelnd kochen lassen. Mit Weißweinessig, Zucker, Salz und schwarzem Pfeffer kräftig abschmecken. Die Säure darf deutlich sein, weil sie beim Erkalten milder wirkt.
Daran erkennst du es: Die Brühe schmeckt heiß deutlich würzig und säuerlich.
Einen Esslöffel Brühe auf die kalte Untertasse geben und einige Minuten kalt stellen. Wird die Probe nicht ausreichend fest, Gelatine- oder Aspikpulver nach Packungsanweisung vorbereiten und in etwa 150 ml heißer, nicht kochender Brühe vollständig auflösen. Die Mischung unter die restliche Brühe rühren.
Daran erkennst du es: Die Probe zeigt, ob die Brühe beim Kühlen ausreichend fest wird.
Eier und Gewürzgurken in Scheiben schneiden. Die längliche Form mit einer dünnen Schicht Brühe ausgießen und 15 Minuten kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die dünne Brühe-Schicht ist leicht angezogen, sodass die Einlage darauf liegen kann.
Fleisch, Eier, Gurken, Möhrenscheiben und Petersilie auf der angezogenen Brühe-Schicht verteilen.
Daran erkennst du es: Die Einlage ist gleichmäßig verteilt und reicht bis an die Seiten der Form.
Die restliche Brühe langsam angießen, damit die Einlage nicht verrutscht. Falls nötig, die Oberfläche vorsichtig glatt ziehen.
Daran erkennst du es: Die Einlage ist vollständig mit Brühe bedeckt.
Die Form mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen.
Daran erkennst du es: Die Sülze ist vollständig fest und lässt sich stürzen.
Wichtig: Die Form während der Kühlzeit abdecken und durchgehend gekühlt lagern.
Zum Servieren die Form kurz in warmes Wasser tauchen, die Sülze auf eine Platte stürzen und in Scheiben schneiden. Dazu passen Bratkartoffeln, kräftiges Bauernbrot und etwas Senf.
Daran erkennst du es: Die Sülze löst sich aus der Form und bleibt beim Schneiden stabil.
Gut zu wissen
Schweinefüße liefern Kollagen und unterstützen die natürliche Gelierung der Brühe. Sie sollten möglichst längs geteilt sein, damit die Brühe die kollagenreichen Teile gut erreicht.
Gelatine- oder Aspikpulver ist ausdrücklich nur bei Bedarf vorgesehen. Die Gelierprobe verhindert, dass die Sülze unnötig fest oder geschmacklich verändert wird.
Die Brühe geliert kontrollierter, verliert aber den Anteil an natürlichem Kollagen und kann geschmacklich neutraler wirken.
Wenn keine Schweinefüße erhältlich sind, die Brühe nach dem Kochen mit einer Gelierprobe prüfen und Gelatine- oder Aspikpulver nach Packungsanweisung einarbeiten.
Die Säure bleibt erhalten, der Geschmack wird etwas fruchtiger.
Apfelessig zunächst am unteren Ende der angegebenen Menge verwenden und die Brühe anschließend abschmecken.
Schweinefüße mitgaren und die kalte Gelierprobe vor dem Formen durchführen.
Die Brühe vorsichtig wieder erwärmen, zusätzliches Geliermittel nach Packungsanweisung einarbeiten und erneut kalt stellen.
Mit der kleineren Essigmenge beginnen und erst nach dem Erwärmen nachjustieren.
Mit etwas ungesäuerter Brühe verdünnen und erneut mit Salz und Zucker ausbalancieren.
Langsam aufkochen, Schaum abschöpfen und die Brühe durch ein feines Sieb gießen.
Die Brühe erneut vorsichtig erhitzen und nochmals durch ein feines Sieb passieren.
Die dünne erste Schicht kühlen und die restliche Brühe langsam an einer Formkante entlang einfüllen.
Bei noch nicht fest gewordener Form die Einlage vorsichtig neu verteilen und weiter kühlen.
Die gleiche Zubereitung kann in einer runden Terrinen- oder Springform angerichtet und anschließend in Tortenstücken serviert werden.
Für eine deutlichere Säure und mehr Einlage können zusätzliche Gewürzgurkenscheiben zwischen den Fleischschichten verteilt werden.
Die Sülze am Vortag zubereiten und über Nacht in der Form im Kühlschrank fest werden lassen. Erst kurz vor dem Servieren stürzen und schneiden.
Die fertige Sülze abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und nur zum Servieren herausnehmen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen; Reste erneut zügig kühlen.
Beim Einfrieren und Auftauen kann das Gelee wässrig oder brüchig werden.
Häufig gefragt
Nicht unbedingt. Führe zuerst die Gelierprobe durch. Wird die gekühlte Probe nicht ausreichend fest, kannst du Gelatine- oder Aspikpulver nach Packungsanweisung einarbeiten.
Mindestens sechs Stunden, besser über Nacht. Erst wenn die Sülze vollständig fest ist, lässt sie sich sauber stürzen und schneiden.
Die Säure wirkt im kalten Gelee milder als in der warmen Brühe. Deshalb darf die warme Brühe deutlich säuerlich schmecken.
Die Form kurz in warmes Wasser tauchen, ohne die Sülze zu erwärmen. Danach die Sülze auf eine Platte stürzen und mit einem scharfen Messer schneiden.
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