Schweineohren bestellen
Schweineohren sind am zuverlässigsten an der Bedienungstheke einer Metzgerei erhältlich und sollten am besten ein bis zwei Tage vorher bestellt werden.
Saarländische Sülze
Eine saarländische Sülze aus Schweineohren, Schweinefüßen und Rinderbeinscheiben, die langsam in eigener Brühe gegart, fein zerkleinert und ohne Gelatine gekühlt fest wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gellerei ist eine fein zerkleinerte saarländische Sülze, die besonders im Raum Illingen und Marpingen verankert ist. Schweineohren, Schweinefüße und Rinderbeinscheiben liefern beim langen, sanften Garen genug Kollagen, damit die Brühe ohne Gelatine fest wird. Die kräftige Hausmacher-Sülze wird fein gewolft oder sehr klein geschnitten und gut gekühlt serviert.
Kräftig fleischig, würzig und leicht säuerlich im Geschmack. Die gut gekühlte Sülze ist schnittfest, aber nicht trocken, mit fein zerkleinerter, weicher Fleisch- und Hautstruktur in klar gelierter Brühe.
Schritt für Schritt
Schweineohren, Schweinefüße und Rinderbeinscheiben unter kaltem Wasser gründlich abspülen. Das Suppengrün putzen, die Zwiebel halbieren und alles mit Lorbeer, Thymian, Majoran, Nelken, Pfefferkörnern und den 2 TL Salz in einen großen Topf geben.
Wichtig: Rohe Fleischzutaten getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Das Wasser angießen, sodass die Zutaten knapp bedeckt sind, und langsam zum Kochen bringen. Den entstehenden Schaum abschöpfen. Die Mischung anschließend 3 bis 4 Stunden bei sehr kleiner Hitze sanft ziehen lassen, bis sich das Fleisch leicht von den Knochen löst und die Brühe kräftig duftet.
Daran erkennst du es: Das Fleisch löst sich leicht von den Knochen, und die Brühe duftet kräftig.
Wichtig: Die rohen Fleischzutaten vollständig durchgaren und die heiße Brühe vorsichtig handhaben.
Fleisch und Brühe vorsichtig voneinander trennen. Die Brühe durch ein feines Sieb gießen und die Gewürze sowie das ausgekochte Gemüse entfernen. Das Fleisch etwas abkühlen lassen, von Knochen und harten Knorpeln lösen und zusammen mit der weichen Haut fein durch den Fleischwolf drehen. Alternativ alles mit einem scharfen Messer sehr klein hacken.
Daran erkennst du es: Knochen und harte Knorpel sind vollständig entfernt; Fleisch und weiche Haut sind fein zerkleinert.
Wichtig: Das Fleisch nur so weit abkühlen lassen, dass es sicher verarbeitet werden kann, und Knochen sowie harte Knorpel sorgfältig aussortieren.
Die Brühe prüfen. Wirkt sie noch dünn, lässt du sie ohne Deckel einige Minuten einkochen, damit sich die natürliche Gelierkraft konzentriert. Den Weißweinessig einrühren und die Brühe kräftig, leicht säuerlich abschmecken; im kalten Zustand wirkt sie milder.
Daran erkennst du es: Die Brühe schmeckt kräftig und leicht säuerlich; sie wirkt nicht wässrig.
Das fein zerkleinerte Fleisch zurück in die heiße Brühe geben und alles gründlich vermengen. Die Masse nur noch einmal erhitzen, aber nicht sprudelnd kochen. Falls nötig, mit dem Salz zum Abschmecken und einem kleinen zusätzlichen Schuss Weißweinessig abrunden.
Daran erkennst du es: Fleisch und Brühe sind gleichmäßig vermengt und die Masse ist heiß, ohne sprudelnd zu kochen.
Die Gellerei in kalt ausgespülte Schalen oder eine passende Form füllen. Erst auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, dann mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank stellen. Die fertige Sülze lässt sich stürzen oder direkt aus der Form schneiden.
Daran erkennst du es: Die Sülze ist vollständig durchgekühlt und fest genug zum Stürzen oder Schneiden.
Wichtig: Nach dem kurzen Abkühlen bei Raumtemperatur zügig kühlen und die fertige Sülze stets gut gekühlt aufbewahren.
Gut zu wissen
Schweineohren sind am zuverlässigsten an der Bedienungstheke einer Metzgerei erhältlich und sollten am besten ein bis zwei Tage vorher bestellt werden.
Schweinefüße sorgen für die natürliche Bindung der Brühe. Mit weniger Füßen wird die Gellerei weicher und geliert möglicherweise weniger fest.
Rinderbeinscheiben sind meist beim Metzger oder an einer gut sortierten Fleischtheke erhältlich. Sie geben der Brühe einen kräftigen Geschmack.
Die Struktur wird etwas fleischiger und kann weniger von weicher Haut geprägt sein.
Die Schweineohren durch ein zusätzliches Schweinefüßchen und etwas Schweinebauch ersetzen. Die Gelierung anschließend besonders aufmerksam prüfen.
Mit weniger Schweinefüßen wird die Gellerei weicher und geliert möglicherweise weniger fest.
Nur ersetzen, wenn die vorhandene Brühe ausreichend konzentriert werden kann; gegebenenfalls länger ohne Deckel einkochen.
Die Brühe schmeckt etwas weniger kräftig und geliert schwächer.
Die Rinderbeinscheiben durch Rinderwade ersetzen und die Brühe nach dem Passieren gegebenenfalls stärker einkochen.
Nach dem ersten Aufkochen die Hitze stark reduzieren und die Mischung nur sanft ziehen lassen.
Die Brühe vorsichtig durch ein feines Sieb gießen und vor dem Abfüllen ohne Deckel konzentrieren.
Die Brühe vor dem Vermengen prüfen und bei Bedarf einige Minuten ohne Deckel einkochen.
Die Masse erneut vorsichtig erwärmen, die Brühe weiter reduzieren und anschließend wieder gründlich kühlen.
Fleisch und weiche Haut vor dem Wolfen oder Hacken gründlich von Knochen und harten Knorpeln lösen.
Die Masse vorsichtig erwärmen, harte Stücke entfernen und erneut abfüllen.
Kräftig und leicht säuerlich abschmecken und berücksichtigen, dass die Würzung kalt milder wirkt.
Bei der nächsten Zubereitung vor dem Abfüllen mit Salz und einem kleinen Schuss Essig nachjustieren.
Das gegarte Fleisch wird nicht durch den Fleischwolf gedreht, sondern mit einem scharfen Messer sehr klein gehackt.
Die Rinderbeinscheiben werden durch Rinderwade ohne Knochen ersetzt.
Die Gellerei lässt sich am Vortag zubereiten. Nach dem Abfüllen zunächst kurz abkühlen lassen und anschließend mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, kühlen.
Die Gellerei stets gut gekühlt aufbewahren und zeitnah verzehren. Gefäße nach dem vollständigen Abkühlen abdecken und im Kühlschrank lagern.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen; zum Servieren nur die benötigte Menge herausnehmen.
Häufig gefragt
Schweineohren und Schweinefüße geben beim langen, sanften Garen Kollagen an die Brühe ab. Durch das Einkochen und die anschließende Kühlung wird die Brühe fest.
Die Brühe ohne Deckel einige Minuten einkochen lassen, damit sich die natürliche Gelierkraft konzentriert. Erst danach das Fleisch wieder einrühren und abfüllen.
Ja. Das etwas abgekühlte Fleisch und die weiche Haut können mit einem scharfen Messer sehr klein gehackt werden.
Dazu passen Bratkartoffeln, kräftiges Brot und Senf.
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