Schweinebacken einkaufen
Schweinebacken sind häufig nur auf Vorbestellung beim Fleischer erhältlich. Sie liefern der Sülze kräftiges, saftiges Fleisch.
Sülze aus der Lüneburger Heide
Kräftige norddeutsche Kopfsülze mit zarten Schweinebacken, Schweinefüßen, Gewürzgurken und einem mild-säuerlichen Essigfond. Die Sülze wird über Nacht gekühlt, gestürzt und kalt mit Brot oder Bratkartoffeln serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese eigenständige Kopfsülze mit Schweinebacken verbindet saftiges Schweinefleisch, einen aromatischen Kochsud und fein gewürfelte Gewürzgurken. Schweinefüße unterstützen die natürliche Gelierung; Blattgelatine dient bei Bedarf als verlässliche Reserve. Nach mindestens zwölf Stunden Kühlzeit lässt sich die Sülze sauber stürzen und in Scheiben schneiden.
Die Sülze ist fest, aber zart geliert, mit saftigen Fleischwürfeln, knackigen Gurkenstückchen und feinem Zwiebelbiss. Sie schmeckt kräftig, leicht säuerlich und würzig; gekühlt wirkt die Säure ausgewogen und der Fond besonders klar.
Schritt für Schritt
Schweinebacken und Schweinefüße kalt abspülen. Mit Wasser, Zwiebel, Möhre, Sellerie, Lauch, Lorbeer, Wacholder, Pfefferkörnern und Salz in den großen Topf geben. Langsam auf 90 bis 95 °C erhitzen und den aufsteigenden Schaum abschöpfen.
Daran erkennst du es: Der Sud ist heiß, bewegt sich nur leicht und schäumt an der Oberfläche.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Zutaten und Arbeitsflächen behandeln.
Alles knapp unter dem Siedepunkt 2½ bis 3 Stunden garen, bis sich das Fleisch leicht lösen lässt. Die Schweinefüße nach etwa 2 Stunden prüfen; sie sollen weich sein, aber nicht zerfallen. Fleisch und Füße aus dem Sud heben und so weit abkühlen lassen, dass sie sich anfassen lassen.
Daran erkennst du es: Die Schweinebacken lassen sich leicht mit der Gabel lösen; die Schweinefüße sind weich, aber noch zusammenhängend.
Wichtig: Das Fleisch vollständig durchgaren und nicht roh weiterverarbeiten.
Schweinebacken von Knorpeln und groben Fettstücken befreien und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Von den Schweinefüßen nur weiche, essbare Haut und das gelöste Fleisch verwenden und ebenfalls würfeln. Mit Gewürzgurken und der fein gewürfelten Zwiebel mischen.
Daran erkennst du es: Die Fleischwürfel sind ungefähr gleich groß und frei von Knorpeln und groben Fettstücken.
Wichtig: Nur saubere Arbeitsgeräte verwenden und gegartes Fleisch nicht mit ungewaschenen Geräten für Rohware in Kontakt bringen.
Den Kochsud durch ein feines Sieb gießen. Etwa 1,2 l Fond abmessen, in einen sauberen Topf geben und auf rund 850 ml einkochen. Essig und Zucker einrühren und kräftig, aber ausgewogen mit Pfeffer abschmecken. Der Fond darf deutlich würzig und leicht säuerlich schmecken, weil die Kälte den Geschmack abrundet.
Daran erkennst du es: Der Fond ist konzentriert, klarer und deutlich würzig-säuerlich abgeschmeckt.
12 g Blattgelatine 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen und gut ausdrücken. Den heißen Fond vom Herd nehmen, auf etwa 60 bis 70 °C abkühlen lassen und die Gelatine darin vollständig auflösen. Den Fond nicht mehr kochen. Für eine Gelierprobe einen Esslöffel auf einen kalten Teller geben und 10 Minuten kalt stellen. Wird er nicht fest, weitere Gelatine einarbeiten; insgesamt höchstens 30 g verwenden.
Daran erkennst du es: Die Gelatine ist vollständig gelöst und die Gelierprobe beginnt auf dem kalten Teller fest zu werden.
Eine 1,5-Liter-Terrinenform mit Folie auslegen oder kalt ausspülen. Die Fleischmischung einfüllen, den Fond darüber gießen und die Form leicht rütteln, damit sich keine größeren Luftblasen halten. Abgedeckt mindestens 12 Stunden, besser über Nacht, bei 4 bis 7 °C kühlen.
Daran erkennst du es: Die Sülze ist vollständig fest geliert und lässt sich beim Stürzen lösen.
Wichtig: Die Sülze während der gesamten Kühlzeit abgedeckt und durchgehend kalt halten.
Die Kopfsülze vorsichtig stürzen, in Scheiben schneiden und kalt servieren. Dazu passen Brot, Bratkartoffeln oder ein schlichter Zwiebelsalat.
Daran erkennst du es: Die Scheiben behalten ihre Form und zeigen eine gleichmäßig gelierte, klare Umgebung.
Wichtig: Kalt servieren und nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Gut zu wissen
Schweinebacken sind häufig nur auf Vorbestellung beim Fleischer erhältlich. Sie liefern der Sülze kräftiges, saftiges Fleisch.
Schweinefüße unterstützen Brühe und Sülze mit natürlicher Gelierkraft. Viele Metzgereien führen sie nur auf Bestellung.
Blattgelatine ist als Reserve vorgesehen, falls der Fond trotz der Schweinefüße nicht fest genug wird. Die endgültige Menge wird über die Gelierprobe bestimmt.
Das Gelee wird etwas klarer und weniger fleischig im Geschmack.
Die Schweinefüße weglassen. Den Fond nach dem Einkochen mit zunächst 12 g Blattgelatine binden und nach der Gelierprobe bis zu einer Gesamtmenge von 30 g ergänzen, falls er nicht fest genug wird.
Etwa 1,2 l Fond auf rund 850 ml einkochen und vor dem Abfüllen eine Gelierprobe durchführen.
Weitere eingeweichte und ausgedrückte Blattgelatine in den heißen, nicht mehr kochenden Fond einarbeiten und die Sülze erneut kühlen.
Den Fond vor dem Gelieren deutlich würzig und leicht säuerlich abschmecken.
Mindestens 12 Stunden, besser über Nacht, bei 4 bis 7 °C kühlen.
Die Masse wieder vorsichtig erwärmen, bei Bedarf nachgelieren und erneut vollständig kühlen.
Knapp unter dem Siedepunkt garen, bis sich das Fleisch leicht lösen lässt.
Das Fleisch aus der Mischung nehmen und im Sud weitergaren, bis es weich ist; anschließend erneut würfeln und einarbeiten.
Die Kopfsülze am Vortag zubereiten und mindestens 12 Stunden, besser über Nacht, abgedeckt im Kühlschrank gelieren lassen.
Beim Einfrieren und Auftauen können Gelstruktur und Schnittfestigkeit leiden.
Häufig gefragt
Ja. Die Schweinefüße können weggelassen werden. Das Gelee wird dann etwas klarer und weniger fleischig; verwenden Sie nach der Gelierprobe insgesamt bis zu 30 g Blattgelatine.
Die angegebenen 18 g Salz sind für nicht oder nur wenig gepökelte Backen gedacht. Bei gepökelten Backen die Salzmenge deutlich reduzieren und den Fond vor dem Gelieren abschmecken.
Die Gelierkraft hängt vom Fond und von den Schweinefüßen ab. Ein Esslöffel Fond auf einem kalten Teller zeigt nach zehn Minuten, ob die Sülze voraussichtlich fest genug wird.
Kopfsülze passt klassisch zu Brot oder knusprigen Bratkartoffeln. Ein schlichter Zwiebelsalat ergänzt die säuerliche Sülze.
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