Apfelsorte
Säuerliche, backfeste Sorten wie Boskoop geben dem süßen Guss einen frischen Kontrast und behalten beim Backen ausreichend Struktur.
Rahmkuchen aus der Rhön
Ein saftiger Blechkuchen aus lockerem Hefeteig, säuerlichen Äpfeln und einem cremigen SchmandGesäuertes, meist relativ fettreiches Milchprodukt mit cremiger bis stichfester Konsistenz.-Pudding-Guss.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ein lockerer Hefeboden, säuerliche Apfelspalten und ein cremiger Schmandguss machen diesen Rhöner Rahmkuchen zu einem feinen Begleiter für die Kaffeetafel. Nach dem Backen braucht der Kuchen etwas Zeit zum Auskühlen, damit der Guss fest wird und sich der Blechkuchen sauber schneiden lässt.
Der Kuchen duftet nach Butter, Hefe und Vanille. Der Boden ist weich und locker, die Apfelspalten bleiben saftig und leicht säuerlich, während der Schmandguss cremig, mild und nach dem Auskühlen schnittfest ist.
Schritt für Schritt
Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz und Trockenhefe in der großen Rührschüssel mischen. Weiche Butter und lauwarme Milch dazugeben und alles etwa 8 Minuten zu einem glatten, weichen Teig verkneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, weich und löst sich weitgehend vom Schüsselrand.
Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sein Volumen sichtbar vergrößert.
Inzwischen die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Das tiefe Backblech einfetten oder mit Backpapier auslegen.
Daran erkennst du es: Die Apfelspalten sind gleichmäßig dünn geschnitten und das Blech ist vorbereitet.
Wichtig: Beim Schälen und Entkernen vorsichtig mit dem Messer arbeiten.
Den gegangenen Teig kurz durchkneten, auf Blechgröße ausrollen und auf das vorbereitete Blech legen. Einen kleinen Rand formen und den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Den Teig nochmals etwa 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig liegt gleichmäßig auf dem Blech und der Rand bleibt sichtbar stehen.
Das Vanillepuddingpulver mit etwas von der Milch in der kleinen Schale glatt rühren. Die übrige Milch mit 60 g des Zuckers aus der angegebenen Gesamtmenge aufkochen, das angerührte Puddingpulver einrühren und unter Rühren kurz eindicken lassen. Den Pudding in eine Schüssel geben und auf handwarm abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Der Pudding ist glatt und deutlich angedickt.
Wichtig: Die Puddingmasse ist heiß; beim Umfüllen und Rühren vorsichtig arbeiten.
Weiche Butter, Schmand, Eier und die übrigen 20 g Zucker unter den handwarm abgekühlten Pudding rühren, bis eine glatte Masse entsteht.
Daran erkennst du es: Der Guss ist glatt und gleichmäßig vermischt.
Ein Drittel des Schmandgusses auf dem Hefeboden verstreichen. Die Apfelspalten dicht darauf verteilen und mit dem restlichen Guss bedecken.
Daran erkennst du es: Die Äpfel sind möglichst dicht verteilt und vollständig mit Guss bedeckt.
Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene etwa 45 Minuten backen.
Daran erkennst du es: Der Guss ist gestockt und die Oberfläche leicht goldgelb.
Wichtig: Das Blech und der Kuchen sind sehr heiß; beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.
Den heißen Kuchen mit den 2 EL Zucker bestreuen und vollständig auskühlen lassen. Erst danach in etwa 20 Stücke schneiden, damit der Schmandguss fest wird.
Daran erkennst du es: Der Guss ist fest genug, um den Kuchen sauber zu schneiden.
Wichtig: Den heißen Kuchen erst nach ausreichendem Abkühlen portionieren.
Gut zu wissen
Säuerliche, backfeste Sorten wie Boskoop geben dem süßen Guss einen frischen Kontrast und behalten beim Backen ausreichend Struktur.
Weizenmehl Type 405 oder 550 eignet sich für den weichen Hefeteig. Type 550 ergibt einen etwas kräftigeren und elastischeren Teig.
Schmand, Butter und Eier machen den Puddingguss reichhaltig und geben ihm nach dem Backen und Auskühlen seine schnittfeste, cremige Struktur.
Der Kuchen wird milder und saftiger; bei sehr reifen Birnen kann der Belag weicher werden.
Backfeste Birnen schälen, vierteln, entkernen und wie die Äpfel in dünne Spalten schneiden.
Der Guss wird etwas reichhaltiger und weniger säuerlich.
Crème fraîche in gleicher Menge verwenden und wie den Schmand unter den handwarmen Pudding rühren.
Der Hefeteig bleibt vergleichbar locker; die Hefe muss vollständig in der lauwarmen Milch aufgelöst werden.
Frische Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und mit den übrigen Zutaten verkneten.
Den Pudding vor dem Weiterverarbeiten auf handwarme Temperatur abkühlen lassen.
Bei kleinen Klümpchen den Guss kräftig glatt rühren; bei stark geronnener Masse lässt sich die ursprüngliche Struktur nur noch begrenzt retten.
Den Kuchen vollständig auskühlen lassen, bevor er geschnitten wird.
Die Stücke vorsichtig wieder auf das Blech setzen und weiter auskühlen lassen.
Die Äpfel in möglichst gleichmäßige, dünne Spalten schneiden.
Bei sehr festen Stellen den Kuchen vor dem Servieren länger ruhen lassen; nachträgliches Nachbacken kann den Guss austrocknen.
Den weichen Teig nur sparsam bemehlen und mit leicht geölten oder bemehlten Händen arbeiten.
Die Äpfel werden durch entsteinte Pflaumen oder Zwetschgen ersetzt.
Der Apfelbelag erhält eine warme Zimtnote.
Für einen etwas höheren Boden wird der Teig auf kleinerer Fläche ausgerollt.
Den Kuchen bis zu 24 Stunden vorher backen, vollständig auskühlen lassen und abgedeckt kühl lagern. Erst kurz vor dem Servieren portionieren, falls besonders saubere Schnittflächen gewünscht sind.
Nach dem vollständigen Auskühlen abdecken und im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren kann der Kuchen kurz temperieren.
Wegen des Schmand- und Eiergusses nicht über längere Zeit warm stehen lassen.
Der Schmandguss kann nach dem Auftauen an Struktur verlieren.
Häufig gefragt
Am besten eignen sich säuerliche und backfeste Sorten wie Boskoop. Auch andere säuerliche Äpfel können verwendet werden.
Das Rezept ist für ein tiefes Blech von etwa 40 x 30 cm ausgelegt. Bei einem flacheren oder größeren Blech wird der Kuchen dünner und kann schneller backen.
Der Schmand-Pudding-Guss wird beim Abkühlen fest. Erst danach lässt sich der Kuchen sauber schneiden.
Beide Mehltypen eignen sich. Type 405 ergibt einen etwas feineren, Type 550 einen etwas kräftigeren und elastischeren Hefeteig.
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