Hirschfleisch einkaufen
Hirschgulasch ist besonders zuverlässig bei einer Wildmetzgerei, in einem Hofladen mit Direktvermarktung oder auf Vorbestellung beim Metzger erhältlich.
Schwäbische Wildküche
Kräftiges Hirschgulasch wird mit Speck, Wurzelgemüse, Rotwein und WildfondWildfond ist eine kräftige Grundbrühe aus Wildknochen oder Wildabschnitten, die als Basis für Saucen, Suppen und Schmorgerichte dient. langsam geschmort und mit Preiselbeerkonfitüre verfeinert. Dazu gibt es selbst gemachte Butterspätzle und Preiselbeeren als fruchtigen Kontrast.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Hirschgulasch mit Spätzle und Preiselbeeren verbindet zart geschmortes Wildfleisch mit einer dunklen, aromatischen Sauce. Selbst gemachte Spätzle nehmen die Sauce besonders gut auf, während Preiselbeeren für eine angenehme fruchtige Säure sorgen.
Zartes, aromatisches Hirschfleisch in einer dunklen, kräftigen Sauce mit feinen Wacholder- und Gewürznoten; dazu weiche, buttrige Spätzle und fruchtig-säuerliche Preiselbeeren.
Schritt für Schritt
Das Hirschfleisch trocken tupfen und rundum mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Das Butterschmalz im schweren Bräter erhitzen. Den Speck darin auslassen. Das Hirschfleisch portionsweise kräftig anbraten, bis es rundum gebräunt ist, und anschließend aus dem Bräter nehmen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist außen kräftig gebräunt.
Zwiebeln, Möhren und Sellerie im Bratensatz etwa 8 Minuten anrösten. Das Tomatenmark einrühren und 2 Minuten mitrösten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht gebräunt und das Tomatenmark dunkler geworden, ohne zu verbrennen.
Mit dem Rotwein ablöschen und ihn fast vollständig einkochen lassen. Das Fleisch wieder in den Bräter geben, den Wildfond angießen und Lorbeerblatt, WacholderbeerenAromatische, harzig-würzige Beerenzapfen zum Würzen deftiger Speisen., Piment sowie Zimt hinzufügen.
Daran erkennst du es: Der Rotwein ist deutlich reduziert und der Bratensatz gelöst.
Den Bräter abdecken und das Gulasch im vorgeheizten Ofen 2 bis 2,5 Stunden schmoren lassen. Nach 2 Stunden prüfen: Das Fleisch soll sich mit einer Gabel leicht teilen lassen. Während der Schmorzeit kann der Spätzleteig angesetzt und gegen Ende der Garzeit weiterverarbeitet werden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich mit einer Gabel leicht teilen.
Das Fleisch aus der Sauce heben und zugedeckt warm halten. Die Sauce durch ein Sieb in einen Topf gießen und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten einkochen lassen. Preiselbeerkonfitüre einrühren, die kalte Butter darin schmelzen lassen und die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Fleisch zurück in die Sauce geben.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt und haftet gut am Fleisch.
Mehl, Eier, Wasser, Salz und Muskat in einer Rührschüssel zu einem zähen, glänzenden Teig schlagen. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist zäh und glänzend.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den Teig portionsweise durch eine Spätzlepresse drücken oder mit einem Spätzlebrett ins Wasser schaben. Sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen, noch etwa 1 Minute garen, herausheben und kurz kalt abschrecken.
Daran erkennst du es: Die Spätzle schwimmen an der Oberfläche und sind gar.
Die Butter in einer Pfanne schmelzen. Die Spätzle darin schwenken und bis zum Servieren warm halten.
Daran erkennst du es: Die Spätzle sind glänzend mit Butter überzogen und warm.
Das Hirschgulasch mit den Butterspätzle anrichten, mit Preiselbeeren und Petersilie vollenden und sofort servieren.
Gut zu wissen
Hirschgulasch ist besonders zuverlässig bei einer Wildmetzgerei, in einem Hofladen mit Direktvermarktung oder auf Vorbestellung beim Metzger erhältlich.
Wildfond ist in gut sortierten Supermärkten, Feinkostläden und vielen Metzgereien erhältlich. Rinderfond ist eine mögliche Alternative mit weniger waldiger Aromatik.
Preiselbeeren im Glas stehen meist bei den Konfitüren oder bei den Wildsaucen. Sie werden sowohl in der Sauce als auch zum Servieren eingesetzt.
Wacholderbeeren geben der Sauce eine typische herbe Wildnote. Sie werden leicht angedrückt, damit sie ihr Aroma während des Schmorens abgeben.
Die Sauce schmeckt weniger wild und etwas kräftiger.
Hirschgulasch im gleichen Arbeitsschritt und portionsweise durch Rinderschulter ersetzen. Die Schmorzeit nach der Zartheit des Fleisches richten.
Die Sauce wird etwas weniger waldig und aromatisch.
Den Wildfond vollständig durch Rinderfond ersetzen und wie im Rezept angießen.
Die Beilage und Sauce erhalten eine deutlichere Säure.
Preiselbeerkonfitüre und Preiselbeeren jeweils durch dieselbe Menge Johannisbeergelee ersetzen.
Die Sauce verliert eine typische herbe Wildnote.
Wacholderbeeren weglassen und die Sauce am Ende sorgfältig mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Hirschfleisch portionsweise bei ausreichend hoher Hitze anbraten.
Das Fleisch herausnehmen, die Flüssigkeit einkochen lassen und anschließend mit dem nächsten Schritt fortfahren.
Das Tomatenmark nur etwa 2 Minuten mitrösten und anschließend direkt mit Rotwein ablöschen.
Verbrannte Bestandteile nicht vom Bräterboden lösen; den Ansatz gegebenenfalls in einem sauberen Bräter neu aufbauen.
Nach 2 Stunden mit einer Gabel prüfen und bei Bedarf länger schmoren.
Das Gulasch abgedeckt weitergaren, bis sich das Fleisch leicht teilen lässt.
Einen zähen, glänzenden Teig herstellen und portionsweise verarbeiten.
Den Teig vor der nächsten Portion mit etwas Mehl nachjustieren.
Keine belegte Einfrier- oder Auftauanleitung für dieses Rezept vorhanden.
Häufig gefragt
Ja. Rinderschulter eignet sich als Ersatz, schmeckt aber weniger wild und etwas kräftiger.
Rinderfond ist eine sinnvolle Alternative. Die Sauce wird dadurch etwas weniger waldig und aromatisch.
Ja. Die Sauce verliert dann eine typische herbe Wildnote, bleibt aber aromatisch.
Der Spätzleteig kann während der langen Schmorzeit angesetzt und gegen Ende der Garzeit gegart werden.
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