Frische Fliederbeeren
Vollreife schwarze Holunderbeeren sind im Norden auch als Fliederbeeren bekannt. Für dieses Rezept werden sie von den Dolden gestreift, verlesen, gewaschen und vor der weiteren Verarbeitung erhitzt.
Fruchtgelee aus Hamburg
Klares, herb-fruchtiges Gelee aus dem Saft vollreifer schwarzer Holunderbeeren, die im Norden auch Fliederbeeren heißen. Der Saft wird mit 2:1Zuckerhaltige Mischung zum Einkochen von Fruchtaufstrichen, deren Gelierung durch Geliermittel unterstützt wird.-Gelierzucker, Zitronensaft und Zimt kurz sprudelnd gekocht und heiß in Gläser gefüllt.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Fliederbeergelee ist ein norddeutscher Brotaufstrich aus schwarzem Holundersaft. Für dieses Rezept werden frische Fliederbeeren zunächst erhitzt, abtropfen gelassen und anschließend mit Gelierzucker, Zitronensaft und Zimt zu einem klaren Gelee verarbeitet. Alternativ kannst du ungesüßten pasteurisierten Holundersaft verwenden.
Das Gelee ist klar bis dunkelrubinrot, glatt und streichfähig. Es schmeckt intensiv fruchtig, leicht herb und säuerlich mit einer zurückhaltenden Zimtnote.
Schritt für Schritt
Gläser und Schraubdeckel gründlich reinigen und mit kochendem Wasser ausspülen. Auf einem sauberen Tuch abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Gläser sind sauber und innen heiß ausgespült.
Wichtig: Vorsicht beim Umgang mit kochendem Wasser.
Nur bei Verwendung frischer Fliederbeeren: Beeren von den Dolden streifen, verlesen und waschen. Mit 100 ml Wasser in den Topf geben, zugedeckt 10 bis 15 Minuten erhitzen, bis die Beeren aufplatzen. Bei Verwendung von Holundersaft diesen Schritt überspringen.
Daran erkennst du es: Die Beeren sind aufgeplatzt und haben Saft abgegeben.
Wichtig: Rohe Holunderbeeren dürfen nicht gegessen werden; die frische Beerenvariante vollständig erhitzen.
Die erhitzte Beerenmasse durch ein feines Sieb oder ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes Sieb ablaufen lassen. Den Saft mindestens 30 Minuten abtropfen lassen und anschließend 750 ml abmessen. Bei Verwendung von fertigem Holundersaft direkt 750 ml abmessen.
Daran erkennst du es: Es sind genau 750 ml Saft abgemessen.
750 ml Saft mit Gelierzucker, Zimtstange und Zitronensaft in einem hohen Topf verrühren.
Daran erkennst du es: Der Gelierzucker ist weitgehend verteilt und die Zimtstange liegt in der Flüssigkeit.
Die Mischung unter ständigem Rühren bei starker Hitze zum Kochen bringen und mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Zimtstange entfernen. Für die Gelierprobe einen Teelöffel Gelee auf einen kalten Teller geben. Wird es nach kurzer Zeit fest, ist es bereit; andernfalls noch 1 Minute weiterkochen.
Daran erkennst du es: Das Gelee kocht sprudelnd und die Gelierprobe wird auf dem kalten Teller fest.
Wichtig: Die kochende Masse ist sehr heiß und kann spritzen.
Entstehenden Schaum bei Bedarf abschöpfen. Das heiße Gelee sofort randvoll in die vorbereiteten Gläser füllen, fest verschließen und für etwa 5 Minuten auf den Kopf stellen.
Daran erkennst du es: Die Gläser sind randvoll gefüllt, fest verschlossen und stehen kurz auf dem Kopf.
Wichtig: Beim Einfüllen vor der heißen Geleemasse und den heißen Gläsern schützen.
Die Gläser wieder umdrehen und vollständig auskühlen lassen.
Daran erkennst du es: Das Gelee ist vollständig ausgekühlt und die Gläser stehen aufrecht.
Gut zu wissen
Vollreife schwarze Holunderbeeren sind im Norden auch als Fliederbeeren bekannt. Für dieses Rezept werden sie von den Dolden gestreift, verlesen, gewaschen und vor der weiteren Verarbeitung erhitzt.
Pasteurisierter, ungesüßter Holundersaft verkürzt die Zubereitung. Das Gelee wird damit etwas glatter und weniger frisch-fruchtig als mit frisch entsafteten Beeren.
Der Gelierzucker ist auf 2 Teile Frucht beziehungsweise Saft zu 1 Teil Zucker ausgelegt. Die angegebene Saftmenge von 750 ml und die Zuckermenge von 500 g gehören zusammen.
Das Gelee wird etwas glatter und weniger frisch-fruchtig.
Die frischen Beeren und das Wasser weglassen und stattdessen 750 ml Holundersaft direkt mit Gelierzucker, Zimtstange und Zitronensaft verrühren.
Den abgetropften Saft vor dem Kochen mit dem Messbecher kontrollieren.
Nur wenn die Masse noch nicht gekocht ist, die Saftmenge anpassen. Bereits gekochtes Gelee nicht ohne erneute Gelierprobe verdünnen.
Ab dem sprudelnden Kochen mindestens 3 Minuten kochen und anschließend die Gelierprobe durchführen.
Die Masse erneut erhitzen und nach der Gelierprobe bei Bedarf 1 Minute weiterkochen.
Gläser vor Beginn reinigen und das heiße Gelee unmittelbar nach der Gelierprobe abfüllen.
Eine schnellere Variante mit 750 ml ungesüßtem pasteurisiertem Holundersaft statt frisch entsafteter Fliederbeeren.
Die ursprüngliche Variante mit vollreifen Fliederbeeren liefert ein frischeres, intensiveres Fruchtaroma.
Häufig gefragt
Ja. Verwende 750 ml ungesüßten, pasteurisierten Holundersaft und überspringe die Schritte zum Erhitzen und Abtropfen der frischen Beeren.
Nein. Rohe Holunderbeeren beziehungsweise Fliederbeeren dürfen nicht gegessen werden. Sie werden in diesem Rezept vollständig erhitzt.
Die Masse noch 1 Minute weiterkochen und anschließend erneut eine Gelierprobe auf einem kalten Teller durchführen.
Die Zimtstange wird nach der mindestens dreiminütigen Kochzeit und vor dem Abfüllen entfernt.
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