Weizenmehl Type 550
Type 550 eignet sich für den elastischen Hefeteig und unterstützt eine stabile, gut ausrollbare Teigstruktur.
Oberfränkisches Plundergebäck
Ungefüllte, butterbetonte Hörnchen aus über Nacht geführtem Hefeteig, der dreifach touriert und goldbraun gebacken wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bamberger Hörnla sind schlanke Butterhörnchen aus Bamberg und gehören zu den charakteristischen süßen Gebäcken Oberfrankens. Der Hefeteig ruht über Nacht, wird am nächsten Tag mit kalter Butter touriert und anschließend ungefüllt zu feinen Hörnchen geformt. Beim Backen entstehen eine knusprige Oberfläche und blättrige Schichten, die besonders pur zum Kaffee schmecken.
Außen goldbraun, knusprig und leicht blättrig, innen zart und hefearomatisch. Die Hörnchen schmecken buttrig, mild süß und pur besonders ausgewogen.
Schritt für Schritt
Weizenmehl, kalte Vollmilch, frische Hefe, Zucker, Salz und die weiche Butter in die Rührschüssel geben. Alles zunächst langsam, dann auf mittlerer Stufe 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und löst sich weitgehend vom Schüsselrand.
Den Teig zu einer flachen Kugel formen, abdecken und mindestens 8 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gut durchgekühlt und lässt sich am nächsten Tag ausrollen.
Die kalte Butter zwischen zwei Bögen Backpapier zu einem Rechteck von etwa 15 x 20 cm ausrollen. Falls sie weich geworden ist, die Butterplatte nochmals kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Butterplatte ist gleichmäßig dick, fest, aber noch biegsam.
Den gekühlten Teig auf wenig Mehl zu einem Rechteck von etwa 25 x 40 cm ausrollen. Die Butterplatte mittig auflegen, die Teigseiten darüberklappen und die Ränder gut verschließen.
Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig vom Teig umschlossen und tritt an keiner Stelle aus.
Das Teigpäckchen vorsichtig zu einem länglichen Rechteck ausrollen. Beide kurzen Seiten zur Mitte einschlagen und den Teig anschließend noch einmal zusammenfalten. Abgedeckt 30 Minuten kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Teigschichten bleiben klar erkennbar und die Butter bleibt fest und biegsam.
Den Teig erneut länglich ausrollen und wieder von beiden kurzen Seiten zur Mitte einschlagen. Danach noch einmal zusammenfalten und weitere 30 Minuten kühlen.
Daran erkennst du es: Der Teig bleibt formstabil und lässt sich ohne Reißen weiter ausrollen.
Die letzte einfache Tour ebenso ausführen. Den Teig anschließend 30 Minuten ruhen lassen. Während des Tourierens soll die Butter fest, aber biegsam bleiben; wird sie weich, den Teig sofort wieder kühlen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist mehrfach geschichtet, glatt und ausreichend gekühlt.
Den fertigen Teig etwa 3 bis 4 mm dünn zu einem Rechteck ausrollen und in 10 schmale Dreiecke schneiden. Jedes Dreieck von der breiten Seite zur Spitze aufrollen und leicht zu einem schlanken Hörnchen biegen.
Daran erkennst du es: Die Hörnchen sind gleichmäßig aufgerollt und die Spitze liegt möglichst unten an.
Die Hörnchen mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Eigelb, Milch und Salz verquirlen und die Teiglinge dünn damit bestreichen. Abgedeckt 45 bis 60 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge wirken sichtbar gelockert und leicht aufgegangen, ohne instabil zu werden.
Den Backofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Für etwas Dampf eine kleine ofenfeste Schale mit heißem Wasser auf den Ofenboden stellen. Die Hörnchen 16 bis 18 Minuten goldbraun und knusprig backen. Vor dem Servieren auf einem Gitter kurz abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Hörnchen sind goldbraun, knusprig und sichtbar aufgeblättert.
Wichtig: Beim Einsetzen und Herausnehmen der heißen Wasserschale vorsichtig arbeiten.
Gut zu wissen
Type 550 eignet sich für den elastischen Hefeteig und unterstützt eine stabile, gut ausrollbare Teigstruktur.
Die Tourierbutter sollte dieselbe feste, aber biegsame Konsistenz wie der Teig haben, damit beide Schichten gleichmäßig ausgerollt werden können.
Das Salz im Teig und die Prise Salz im Ei-Milch-Guss bleiben getrennte Zutatenzeilen und werden nicht zusammengefasst.
Der Teig braucht möglicherweise etwas länger, bis er glatt und elastisch ist.
Die Zutaten zunächst vermengen und den Teig anschließend von Hand weiterkneten, bis er glatt und elastisch ist.
Aroma, Bräunung und Teigstruktur können sich verändern; das Gebäck ist damit nicht automatisch vegan, da Butter und Eigelb weiterhin enthalten sind.
Milch im Teig und im Guss durch ungesüßten Pflanzendrink ersetzen. Die Wirkung auf die Teigkonsistenz beobachten.
Teig und Butter zwischen den Touren konsequent kühlen und mit gleichmäßigem, nicht zu starkem Druck ausrollen.
Den Teig flach auflegen, abdecken und sofort wieder kühlen, bevor weiter touriert wird.
Die Teiglinge 45 bis 60 Minuten ruhen lassen und auf sichtbare Lockerung achten.
Wenn die Teiglinge noch stabil und ungebacken sind, die Gehzeit vorsichtig verlängern.
Die Teiglinge während der Endgare beobachten und nicht ausschließlich nach der Uhr arbeiten.
Den Ofen rechtzeitig auf 210 °C vorheizen und die Hörnchen gleichmäßig dünn bestreichen.
Die Hörnchen werden ohne Füllung und ohne zusätzlichen Belag serviert, damit die Butter- und Teigaromen im Mittelpunkt stehen.
Die gebackenen Hörnchen werden erst beim Servieren mit einem süßen Brotaufstrich ergänzt.
Den Hefeteig am Vorabend ansetzen, abdecken und mindestens 8 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Tourieren, Formen, Gehenlassen und Backen erfolgen am nächsten Tag.
Vollständig ausgekühlte Hörnchen bei Raumtemperatur luftdicht aufbewahren. Für die beste Knusprigkeit möglichst am Backtag servieren.
Häufig gefragt
Die lange kalte Ruhezeit entwickelt Aroma und sorgt dafür, dass der Teig am nächsten Tag gut touriert und geformt werden kann.
Butter und Teig sollten eine ähnliche Konsistenz haben: fest, aber biegsam. Wird die Butter weich, muss der Teig wieder gekühlt werden.
Dieses Rezept ist traditionell ungefüllt. Ein süßer Brotaufstrich kann separat dazu gereicht werden.
Die Hörnchen wirken sichtbar gelockert und leicht aufgegangen, behalten aber noch ihre Form und sind nicht instabil.
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