Rheinische Sauerbratensoße mit Rosinen und Printen

Sauer-süße Schmorsoße

Eine kräftig-würzige Soße aus Rotwein, Rotweinessig und Rinderfond, abgerundet mit Rosinen, Printen und einem Hauch Rübenkraut. Ergibt etwa vier Portionen.

Zum Rezept
Rheinische Sauerbratensoße mit Rosinen und Printen
Vorbereitung 7 Minuten
Kochen / Backen 33 Minuten
Gesamtzeit ca. 40 Minuten
Menge etwa 4 Portionen Soße
Gerichtsform und Gerichtsart Saucen
Prägende Zutatenfamilie Alkohol als Zutat, Essig, Obst
Prägende Zubereitungsverfahren Binden, Gelieren und Stocken, Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln
Servierrolle Als servierfertiger Würzbegleiter vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das angeröstete Gemüse und das Tomatenmark geben der Flüssigkeit eine herzhafte, kräftige Basis.
  • Rotwein und Rotweinessig sorgen für Säure und Tiefe, während Rosinen und Printen eine fruchtige, würzige Süße ergänzen.
  • Die Printen binden die Soße beim sanften Köcheln, sodass sie ohne zusätzliche Stärke sämig wird.
  • Rübenkraut, Salz und Pfeffer lassen sich am Ende passend zur gewünschten süß-säuerlichen Balance dosieren.

Diese eigenständige Sauerbratensoße verbindet die Säure von Rotweinessig und trockenem Rotwein mit fruchtigen Rosinen und würzigen Printen. Das angeröstete Gemüse und der Rinderfond bilden die herzhafte Grundlage; zerbröselte Printen machen die Soße sämig.

Sämig und glänzend, mit würziger Tiefe, einer klaren Weinsäure und süß-fruchtigen Akzenten von Rosinen und Printen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Soße zubereiten

  1. Gemüse anrösten

    Zwiebel, Möhre und Knollensellerie schälen und fein würfeln. Das Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Das Gemüse darin etwa 7 Minuten anrösten, bis es leicht Farbe annimmt.

    7 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht gebräunt, aber nicht dunkel.

  2. Tomatenmark und Wein zugeben

    Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten. Den trockenen Rotwein in zwei Portionen angießen und jede Portion kurz einkochen lassen.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Das Tomatenmark duftet angeröstet; der Wein ist jeweils etwas eingekocht.

    • Den Wein portionsweise zugeben und zwischendurch kurz einkochen lassen.
  3. Soßenansatz köcheln lassen

    Rotweinessig und Rinderfond zugießen. Lorbeerblatt und leicht angedrückte Wacholderbeeren hinzufügen. Alles einmal aufkochen, dann offen bei niedriger Hitze etwa 20 Minuten sanft köcheln lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit köchelt ruhig und hat den Geschmack von Gemüse und Gewürzen aufgenommen.

    • Die Soße nur sanft köcheln lassen, damit sie nicht stark reduziert oder am Topfboden ansetzt.
  4. Passieren und mit Printen binden

    Das Lorbeerblatt entfernen. Die Soße durch ein feines Sieb in einen sauberen Topf passieren. Rosinen und fein zerbröselte Printen einrühren und 5–8 Minuten leise köcheln lassen, bis die Soße sämig wird.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Printen sind weitgehend in die Soße übergegangen und die Soße ist sämig.

    • Für eine besonders gleichmäßige Bindung die Printen fein zerbröseln.
  5. Abschmecken und vollenden

    Mit Rübenkraut, Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Den Topf vom Herd nehmen und die kalte Butter einrühren. Die Soße heiß servieren.

    Daran erkennst du es: Die Soße schmeckt ausgewogen süß-säuerlich und ist durch die Butter glänzend.

    • Mit wenig Rübenkraut beginnen und die Süße nach und nach anpassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Süße und Säure ausbalancieren: Rübenkraut nach und nach einrühren und zwischendurch probieren. So lässt sich die gewünschte süß-säuerliche Balance besser treffen.
  • Für eine gleichmäßige Soße: Die Soße vor dem Einrühren von Rosinen und Printen durch ein feines Sieb passieren. Dadurch werden die gegarten Gemüsestücke entfernt.

Zutatenwissen

Printen und Ersatz

Aachener Printen sind bei Bäckereien in Aachen und teils in gut sortierten Spezialitäten- oder Lebkuchenregalen erhältlich. Fester Gewürzlebkuchen eignet sich als Ersatz; er schmeckt meist milder und weniger würzig.

Sinnvolle Alternativen

Fester Gewürzlebkuchen

Die Soße wird meist milder und weniger würzig.

Den Gewürzlebkuchen fein zerbröseln und wie die Printen in die passierte Soße einrühren. Leise köcheln lassen, bis die Soße sämig wird.

Typische Fehler und ihre Lösung

Das Gemüse oder Tomatenmark schmeckt bitter.

Bei mittlerer Hitze rösten und das Gemüse regelmäßig umrühren. Tomatenmark nur kurz mitrösten.

Wenn das Gemüse deutlich verbrannt schmeckt, den Ansatz nicht weiterverwenden; ein bitterer Brandgeschmack lässt sich in der fertigen Soße kaum ausgleichen.

Die Soße bleibt dünn.

Printen fein zerbröseln und die Soße nach dem Einrühren leise köcheln lassen, bis sie sämig wird.

Die Soße noch einige Minuten sanft köcheln lassen und dabei regelmäßig umrühren.

Die Soße schmeckt zu süß oder zu sauer.

Rübenkraut nach und nach zugeben und die Soße vor jeder weiteren Zugabe probieren.

Bei zu kräftiger Süße mit kleinen Schlucken Rinderfond ausgleichen; bei zu kräftiger Säure vorsichtig etwas Rübenkraut ergänzen und erneut abschmecken.

Servieren und kombinieren

  • Zu Sauerbraten servieren: Die heiße Soße als würzigen Begleiter zu Sauerbraten reichen. Rosinen und Printen passen besonders gut zu kräftigen Bratensäften.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide, insbesondere Weizen: uncertain · Die Zutatenzusammensetzung der Printen ist nicht angegeben. Verpackungshinweise prüfen oder beim Kauf nachfragen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Printen eignen sich für die Soße?

Aachener Printen fein zerbröseln. Als Ersatz eignet sich fester Gewürzlebkuchen; er schmeckt meist milder und weniger würzig.

Wie süß wird die Soße?

Die Süße lässt sich über das Rübenkraut steuern. Mit der kleineren Menge beginnen, probieren und bei Bedarf nachwürzen.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar