Pfitzauf

Schwäbische Mehlspeise

Luftiges schwäbisches Eiergebäck aus flüssigem Weizenmehl-Milch-Eierteig, das im Ofen ohne Backpulver kräftig aufgeht.

Zum Rezept
Goldbrauner Auftrieb zum Frühstück
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 70 Minuten
Menge Pfitzaufe
Gerichtsform und Gerichtsart Kuchen und süßes Feingebäck in Kuchenform
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Verzehrkontext Frühstück

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der flüssige Teig aus Milch, Eiern und Mehl kann im heißen Ofen stark aufsteigen.
  • Die getrennte Butter für Teig und Förmchen sorgt für einen aromatischen Teig und erleichtert das Lösen.
  • Das Backen ohne Backpulver bewahrt die typische, durch Dampf und Ei getragene Struktur.
  • Das Vorheizen und das geschlossene Ofenfenster helfen, die aufgegangene Form zu stabilisieren.

Pfitzauf ist ein traditionelles schwäbisches Eiergebäck aus Baden-Württemberg. Der flüssige Teig wird in gebutterten Förmchen gebacken und geht dabei auffällig auf. Warm serviert schmeckt er besonders gut mit Puderzucker und Apfelmus, Zwetschgenkompott oder Vanillesauce.

Außen wird der Pfitzauf goldbraun und leicht knusprig, während das Innere zart, weich und luftig bleibt. Warm duftet er buttrig und mild süß.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Ofen und Formen vorbereiten

    Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech in das untere Drittel einschieben. Sechs Pfitzaufförmchen oder hitzebeständige Tassen mit der Butter gründlich ausstreichen.

    10 Minuten 190 °C
    • Die Formen vollständig ausstreichen, damit sich die aufgegangenen Pfitzaufe später leichter lösen lassen.

    Wichtig: Beim Umgang mit dem heißen Backofen und dem heißen Blech vorsichtig arbeiten.

  2. Teig anrühren

    Mehl, Salz und Zucker in der Rührschüssel vermischen. Die Eier mit 150 ml Milch verquirlen und nach und nach unter die Mehlmischung rühren, bis ein glatter, klümpchenfreier Teig entsteht.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und klümpchenfrei.

    • Die Flüssigkeit portionsweise einarbeiten, damit sich keine Klümpchen bilden.
  3. Milch und Butter einarbeiten

    Die übrige Milch kurz erwärmen, aber nicht kochen, und unter ständigem Rühren in den Teig geben. Die 60 g Butter schmelzen, kurz abkühlen lassen und ebenfalls einrühren. Den Teig anschließend 10 Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig flüssig und hat keine sichtbaren Klümpchen.

    • Die geschmolzene Butter kurz abkühlen lassen, bevor sie in den Teig kommt.
    • Während der Teig ruht, kann der vorgeheizte Ofen weiter auf Temperatur kommen.

    Wichtig: Die warme Milch und die geschmolzene Butter vorsichtig handhaben.

  4. Formen füllen

    Die Förmchen höchstens bis zur Hälfte mit Teig füllen, damit die Pfitzaufe beim Aufgehen ausreichend Platz haben. Die Formen auf das heiße Backblech stellen.

    5 Minuten 190 °C
    • Nicht höher als bis zur Hälfte einfüllen, weil der Teig im Ofen stark aufgeht.

    Wichtig: Das heiße Backblech nur mit geeigneten Ofenhandschuhen herausnehmen und die gefüllten Formen vorsichtig darauf stellen.

  5. Pfitzauf backen

    Die Pfitzaufe 45 bis 50 Minuten backen, bis sie deutlich aufgegangen und goldbraun sind. Die Ofentür während des Backens nicht öffnen, sonst fällt das Gebäck leicht zusammen.

    50 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Die Pfitzaufe sind deutlich aufgegangen und goldbraun.

    • Die Ofentür während der gesamten Backzeit geschlossen halten.
    • Die genaue Backzeit kann je nach Größe und Material der Förmchen leicht variieren.

    Wichtig: Die Formen und das Blech sind sehr heiß; zum Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.

  6. Lösen und servieren

    Die Pfitzaufe vorsichtig aus den Formen lösen, mit Puderzucker bestäuben und sofort warm servieren. Dazu passen Apfelmus, Zwetschgenkompott oder Vanillesauce. Falls keine Pfitzaufförmchen vorhanden sind, können kleine Souffléförmchen oder ofenfeste Tassen verwendet werden.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pfitzaufe lassen sich vorsichtig aus den Formen lösen und werden warm serviert.

    • Beim Lösen vorsichtig arbeiten, weil die Pfitzaufe innen weich und zart sind.

    Wichtig: Die Formen können auch nach dem Backen noch heiß sein.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ofentür geschlossen halten: Die Ofentür während des Backens nicht öffnen, damit die aufgegangenen Pfitzaufe nicht durch den Temperaturabfall zusammenfallen.
  • Nur bis zur Hälfte füllen: Die Förmchen höchstens bis zur Hälfte mit Teig füllen. Der Teig braucht beim Aufgehen ausreichend Platz.
  • Heißes Blech verwenden: Das Backblech wird mit dem Ofen vorgeheizt. Die gefüllten Förmchen vorsichtig auf das heiße Blech stellen.

Zutatenwissen

Weizenmehl Type 405

Type 405 ergibt einen feinen, glatten Teig und passt zur zarten Struktur des Pfitzaufs.

Butter getrennt verwenden

Die 60 g Butter kommen in den Teig, die 20 g Butter werden ausschließlich zum Ausstreichen der Förmchen verwendet.

Milch in zwei Portionen

150 ml Milch werden zunächst mit den Eiern verquirlt. Die übrige Milch wird erwärmt und anschließend in den Teig gerührt.

Sinnvolle Alternativen

Ungesüßte pflanzliche Milchalternative

Der Pfitzauf kann etwas weniger vollmundig und buttrig schmecken.

Die Milchmenge grundsätzlich gleich verwenden und die pflanzliche Milch nur erwärmen, nicht kochen.

Kleine Souffléförmchen oder ofenfeste Tassen

Die Form und damit die Aufgehöhe kann leicht abweichen.

Die Ersatzgefäße gründlich mit der Butter ausstreichen und höchstens bis zur Hälfte füllen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig enthält Klümpchen.

Die Flüssigkeit portionsweise einarbeiten und dabei kontinuierlich rühren.

Den Teig vor dem Ruhen durch ein feines Sieb streichen.

Der Teig läuft beim Aufgehen über die Förmchen.

Die Förmchen höchstens halb voll machen.

Bei der nächsten Charge weniger Teig einfüllen; übergelaufener Teig lässt sich nach dem Backen nur begrenzt korrigieren.

Die Pfitzaufe fallen im Ofen oder direkt danach stark zusammen.

Die Ofentür geschlossen halten und die Pfitzaufe bis zur deutlichen Goldbraunfärbung backen.

Das Gebäck kann trotzdem warm serviert werden; die Textur wird dann kompakter.

Varianten

Mit Fruchtkompott

Den warmen Pfitzauf mit Apfelmus oder Zwetschgenkompott servieren.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Puderzucker und Apfelmus: Die warmen Pfitzaufe mit Puderzucker bestäuben und mit Apfelmus servieren.
  • Mit Zwetschgenkompott: Zwetschgenkompott bringt eine fruchtige, leicht säuerliche Ergänzung zum mild süßen Gebäck.
  • Mit Vanillesauce: Für eine besonders dessertartige Variante die warmen Pfitzaufe mit Vanillesauce reichen.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Pfitzauf wird am besten direkt nach dem Backen warm serviert; zur Gefrierqualität liegen keine belegten Angaben vor.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Milch: enthält · Das Rezept enthält Vollmilch und Butter.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält Eier.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum wird Pfitzauf ohne Backpulver gebacken?

Der flüssige Eierteig geht im heißen Ofen durch die eingeschlossene Wärme und den Dampf kräftig auf. Backpulver ist im Rezept nicht vorgesehen.

Welche Formen eignen sich für Pfitzauf?

Am besten eignen sich Pfitzaufförmchen. Kleine Souffléförmchen oder ofenfeste Tassen sind ebenfalls möglich, wenn sie gründlich gebuttert und höchstens bis zur Hälfte gefüllt werden.

Warum darf die Ofentür nicht geöffnet werden?

Ein schneller Temperaturabfall kann dazu führen, dass das aufgegangene Gebäck zusammenfällt.

Womit kann man Pfitzauf servieren?

Puderzucker, Apfelmus, Zwetschgenkompott und Vanillesauce passen besonders gut dazu.

Aus unserer Küche

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