Schabzigerklee dosieren
Schabzigerklee wird fein gemahlen in den Hauptteig eingearbeitet. Das Gewürz gibt dem Brot eine würzige, leicht herbe Tiefe; ohne Schabzigerklee bleibt das Brot milder.
Roggen-Weizen-Sauerteigbrot
Kräftiges Berliner Roggen-Weizen-Sauerteigbrot mit saftiger Krume, dunkel ausgebackener Kruste, aromatischem Altbrot-Brühstück und fein würzigem Schabzigerklee.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses Berliner Roggenmischbrot verbindet Roggenmehl, Weizenmehl und aktiven Roggensauerteig mit einem aromatischen Brühstück aus getrocknetem Altbrot. Schabzigerklee gibt dem kräftig ausgebackenen Laib eine fein würzige, leicht herbe Note. Sauerteig und Brühstück reifen über Nacht, bevor der Teig geformt und im heißen Ofen gebacken wird.
Die Kruste wird dunkel, kräftig und rustikal. Im Anschnitt zeigt sich eine saftige, dichte Roggenmischbrotkrume mit würzigem Sauerteigaroma, nussigen Altbrotnoten und einer dezenten herben Schabzigerklee-Note.
Schritt für Schritt
Roggenanstellgut, Roggenmehl, Wasser und Salz gründlich verrühren. Den Ansatz abdecken und 12 bis 16 Stunden bei etwa 20 bis 22 °C reifen lassen.
Daran erkennst du es: Der Sauerteig ist sichtbar gereift und aromatisch.
Altbrot und Salz mischen, mit dem kochenden Wasser übergießen und glatt verrühren. Die Oberfläche direkt abdecken und das Brühstück ebenfalls 12 bis 16 Stunden quellen lassen.
Daran erkennst du es: Das Altbrot ist vollständig durchfeuchtet und die Masse ist gleichmäßig gequollen.
Wichtig: Beim Übergießen vorsichtig mit dem kochenden Wasser arbeiten.
Den gesamten Roggensauerteig und das gesamte Brühstück mit Roggenmehl, Weizenmehl, Wasser und Schabzigerklee in eine Schüssel geben. Alles zu einem gleichmäßig verbundenen Teig mischen und einige Minuten kneten, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig verbunden und enthält keine trockenen Stellen.
Den Teig abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sich entspannt und lässt sich anschließend formen.
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einem runden Laib formen und mit dem Schluss nach unten in ein gut bemehltes Gärkörbchen legen. Abdecken und 60 bis 90 Minuten bei etwa 24 °C gehen lassen.
Daran erkennst du es: Der Laib ist sichtbar aufgegangen und bleibt beim vorsichtigen Eindrücken leicht elastisch.
Den Backofen mit Backstein oder umgedrehtem Backblech auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Laib auf Backpapier stürzen, mit dem Schluss nach oben einschießen und kräftig bedampfen. Die Temperatur sofort auf 220 °C senken.
Daran erkennst du es: Der Laib ist sicher auf der heißen Backfläche platziert und die Kruste beginnt zu setzen.
Wichtig: Beim Öffnen des heißen Ofens vorsichtig mit dem Dampf umgehen.
Nach 20 Minuten den Dampf ablassen und das Brot insgesamt 45 bis 50 Minuten kräftig ausbacken.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist dunkel und kräftig ausgebacken.
Wichtig: Beim Ablassen des Dampfes Gesicht und Hände vom austretenden heißen Dampf fernhalten.
Das Brot aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen, bevor es angeschnitten wird.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig ausgekühlt und die Krume kann sauber geschnitten werden.
Gut zu wissen
Schabzigerklee wird fein gemahlen in den Hauptteig eingearbeitet. Das Gewürz gibt dem Brot eine würzige, leicht herbe Tiefe; ohne Schabzigerklee bleibt das Brot milder.
Das Roggenanstellgut sollte reif und backfähig sein. Als Alternative ist ein fertiger, ungesüßter und backfähiger Roggensauerteig angegeben.
Das getrocknete Altbrot wird fein gemahlen, damit es das kochende Wasser gleichmäßig aufnimmt und später ohne trockene Stücke in den Hauptteig gelangt.
Das Brot erhält ein milderes, weniger würzig-herbes Aroma.
Den Schabzigerklee ersatzlos weglassen und den Hauptteig ansonsten unverändert zubereiten.
Das Ergebnis hängt von Reifegrad und Wassergehalt des verwendeten Fertigsauerteigs ab.
Einen backfähigen und ungesüßten fertigen Roggensauerteig anstelle des aktiven Roggenanstellguts verwenden.
Den Hauptteig so lange mischen, bis die Masse gleichmäßig verbunden ist und keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind.
Trockene Stellen vor der Teigruhe gründlich einarbeiten; bei stark ungleichmäßigem Teig kann eine kurze zusätzliche Mischphase helfen.
Die Gare bei etwa 24 °C beobachten und den Laib im Zeitfenster von 60 bis 90 Minuten prüfen.
Den Laib vorsichtig einschießen und ohne weitere Wartezeit backen.
Das Brot mindestens 2 Stunden auf einem Gitter auskühlen lassen.
Das Brot vollständig auskühlen lassen und erst danach erneut anschneiden.
Backstein oder umgedrehtes Backblech vollständig auf 250 °C vorheizen und das Brot insgesamt 45 bis 50 Minuten ausbacken.
Das Brot bei 220 °C weiterbacken, bis die Kruste kräftig ausgebacken ist.
Eine mildere Variante desselben Brotes ohne die würzig-herbe Schabzigerklee-Note.
Sauerteig und Brühstück werden 12 bis 16 Stunden vor der Hauptteigbereitung angesetzt und reifen abgedeckt über Nacht.
Häufig gefragt
Du kannst den Schabzigerklee weglassen. Das Brot schmeckt dann milder und weniger würzig-herb.
Ja. Verwende einen backfähigen und ungesüßten fertigen Roggensauerteig als Alternative zum aktiven Roggenanstellgut.
Die Roggenkrume braucht die vollständige Kühlzeit, um sich zu setzen. Bei einem zu frühen Anschnitt kann sie klebrig oder verschmiert wirken.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …