Buchweizenplinsen aus der Niederlausitz

Hefegebäck aus der Pfanne

Lockere, dünn ausgebackene Buchweizen-Hefepfannkuchen aus der Niederlausitz mit nussigem Geschmack, zerlassener Butter, Zimt, Zucker und Apfelmus.

Zum Rezept
Buchweizenplinsen aus der Niederlausitz
Vorbereitung 15 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 50 Minuten
Gesamtzeit ca. 95 Minuten
Menge etwa 8 Plinsen für 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Pfannkuchenartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Pseudogetreide, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Hefeteig macht die Plinsen locker und gibt ihnen eine angenehm leichte Struktur.
  • Buchweizen sorgt für ein nussiges, leicht herbes Aroma, während Weizenmehl den Teig elastischer und gut wendbar macht.
  • Butter, Zimt, Zucker und Apfelmus ergänzen die warmen, leicht herben Plinsen mit cremigen und süßen Noten.

Buchweizenplinsen aus der Niederlausitz gehören zur brandenburgischen Plinsentradition. Der gegorene Teig verbindet BuchweizenmehlMehl aus gemahlenem Buchweizen, einem Pseudogetreide mit nussigem Geschmack und vielseitiger Verwendung in Pfannkuchen und Backwaren. mit Weizenmehl, Milch, Hefe und Eigelb und wird portionsweise dünn in der Pfanne ausgebacken.

Die Plinsen sind dünn, weich und locker mit leicht goldbraunen Rändern. Sie schmecken nussig und mild herb, dazu kommen die süßen Aromen von Zimt, Zucker und Apfelmus sowie die runde Note zerlassener Butter.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hefemilch ansetzen

    Die Milch lauwarm erwärmen. Die Hefe mit 1 EL vom Zucker in der lauwarmen Milch auflösen.

    5 Minuten
    • Die Milch nur lauwarm erwärmen, damit die Hefe nicht beeinträchtigt wird.
  2. Teig verrühren

    Buchweizenmehl und Weizenmehl mit dem restlichen Zucker, den Eigelb, der Zitronenschale und dem Salz in die große Schüssel geben. Die Hefemilch zugießen und alles mit dem Schneebesen zu einem glatten, flüssigen Teig verrühren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und flüssig ohne trockene Mehlnester.

    • Nicht unnötig lange rühren; sobald der Teig glatt ist, genügt das Vermengen.
  3. Teig gehen lassen

    Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 40 bis 60 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.

    50 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen.

    • Die Gehzeit hängt von der Raumtemperatur und der Aktivität der Hefe ab.
  4. Pfanne vorbereiten und Teig portionieren

    Den Teig einmal durchrühren. Etwas Butter in der beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Pro Plinse eine kleine Kelle Teig hineingeben und die Pfanne schwenken, damit sich der Teig dünn verteilt.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist dünn und gleichmäßig in der Pfanne verteilt.

    • Die Pfanne zwischen den Plinsen nur leicht nachfetten, damit die Plinsen dünn bleiben und nicht schwimmen.

    Wichtig: Beim Schwenken der heißen Pfanne auf sicheren Halt achten.

  5. Plinsen ausbacken

    Die Plinse etwa 2 bis 3 Minuten backen, bis die Unterseite goldbraun ist und die Oberfläche gestockt wirkt. Wenden und 1 bis 2 Minuten fertig backen. Den restlichen Teig ebenso verarbeiten und bei Bedarf etwas Butter nachlegen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Unterseite ist goldbraun, die Oberfläche gestockt und beide Seiten sind durchgebacken.

    • Die Plinsen erst wenden, wenn die Oberfläche nicht mehr flüssig wirkt.
    • Bei zu starker Hitze bräunen sie außen zu schnell, bevor die Oberfläche gestockt ist.
  6. Bestreichen und servieren

    Die übrige Butter schmelzen. Die warmen Plinsen damit bestreichen, mit Zimt und dem zurückbehaltenen Zucker bestreuen und mit Apfelmus servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Butter ist geschmolzen und die Plinsen sind warm zum Servieren.

    • Die Plinsen während des Ausbackens warm halten und erst kurz vor dem Servieren bestreichen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Milch nur lauwarm erwärmen: Die Milch sollte zum Auflösen der Hefe nur lauwarm sein. Zu heiße Milch kann die Hefewirkung beeinträchtigen.
  • Teig dünn verteilen: Eine kleine Kelle Teig und das Schwenken der Pfanne sorgen für die typische dünne Form der Plinsen.
  • Hitze anpassen: Die Plinsen bei mittlerer Hitze backen. Wird die Unterseite zu schnell dunkel, die Hitze etwas reduzieren.

Zutatenwissen

Buchweizenmehl prägt den Geschmack

Buchweizenmehl verleiht den Plinsen ihren nussigen, leicht herben Geschmack. Mit Weizenmehl allein würden sie milder und weniger charakteristisch ausfallen.

Weizenmehl unterstützt die Teigstruktur

Der Anteil an Weizenmehl macht den empfindlichen Buchweizenteig elastischer und erleichtert das dünne Ausbacken und Wenden.

Sinnvolle Alternativen

Weizenmehl

Die Plinsen werden milder und verlieren ihren typischen nussigen Buchweizencharakter.

Das Buchweizenmehl durch dieselbe Menge Weizenmehl ersetzen. Den Teig wie beschrieben zubereiten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig geht kaum oder nur sehr langsam auf.

Die Milch nur lauwarm erwärmen, bevor die Hefe eingerührt wird.

Den Teig an einem warmen Ort länger gehen lassen. Geht er weiterhin nicht sichtbar auf, lässt sich die lockere Hefestruktur nicht vollständig wiederherstellen.

Die Plinsen werden dick und eher kompakt.

Nur eine kleine Kelle Teig verwenden und ihn sofort dünn verteilen.

Die nächste Portion mit etwas weniger Teig ausbacken und die Pfanne stärker schwenken.

Die Unterseite wird dunkel, während die Oberfläche noch flüssig ist.

Bei mittlerer Hitze backen und die Plinse erst wenden, wenn die Oberfläche gestockt wirkt.

Die Hitze reduzieren und die Plinse auf der zweiten Seite vorsichtig fertig backen.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Butter, Zimt und Zucker: Die warmen Plinsen mit zerlassener Butter bestreichen und mit Zimt und dem zurückbehaltenen Zucker bestreuen.
  • Mit Apfelmus: Die warmen Plinsen mit Apfelmus servieren. Das fruchtige Mus ergänzt die nussige und leicht herbe Note des Buchweizens.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Beim Einfrieren und Auftauen kann die zarte Struktur der Plinsen an Qualität verlieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Weizenmehl ist als Zutat angegeben.
  • Milch: enthält · Milch und Butter sind im Rezept enthalten.
  • Ei: enthält · Eigelb ist als Zutat angegeben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich das Buchweizenmehl ersetzen?

Ja. Es kann durch dieselbe Menge Weizenmehl ersetzt werden. Die Plinsen werden dadurch milder und verlieren ihren typischen nussigen Buchweizengeschmack.

Woran erkenne ich, dass der Teig lange genug gegangen ist?

Der Teig sollte nach etwa 40 bis 60 Minuten sichtbar aufgegangen sein. Die genaue Gehzeit hängt von der Raumtemperatur und der Aktivität der Hefe ab.

Womit werden Buchweizenplinsen serviert?

Im Rezept werden sie mit zerlassener Butter, Zimt und dem zurückbehaltenen Zucker bestreut und mit Apfelmus serviert.

Aus unserer Küche

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