Frische Hefe aktivieren
Die Hefe sollte frisch riechen und sich in der lauwarmen Milch innerhalb der Ruhezeit sichtbar beleben.
Hessisches Neujahrsgebäck
Süßes hessisches Hefegebäck in charakteristischer Doppelkopf-Form. Der Frankfurter Stutzweck wird aus einem reichhaltigen Hefeteig geformt, eingeschnitten und goldbraun gebacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Frankfurter Stutzwecke sind kleine, locker gebackene Hefegebäcke aus Frankfurt am Main. Die zwei rund geformten Enden und die zwölf Einschnitte machen ihre traditionelle Gestalt aus. Frisch gebacken schmecken sie besonders zart und aromatisch und passen zum Jahreswechsel ebenso wie zum Sonntagskaffee.
Goldbraune, zarte Oberfläche mit feinem Glanz; innen weich, locker und leicht buttrig. Zitrone gibt dem süßen Hefearoma eine frische Note.
Schritt für Schritt
Für den Vorteig 3 EL von der lauwarmen Milch mit der Hefe und 1 TL des Zuckers verrühren. 10 Minuten stehen lassen, bis sich erste Bläschen bilden.
Daran erkennst du es: Erste Bläschen an der Oberfläche zeigen die Aktivität der Hefe.
Mehl, restlichen Zucker, Salz und ZitronenschaleDie aromatische Schale der Zitrone, die Speisen und Getränke frisch würzt. in die Rührschüssel geben. Ei, Sahne, restliche Milch und den Vorteig hinzufügen. Alles etwa 5 Minuten langsam verkneten.
Daran erkennst du es: Die Zutaten sind verbunden und es sind keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar.
Die weiche Butter portionsweise einarbeiten und den Teig weitere 5 bis 7 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 75 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sein Volumen deutlich vergrößert und federt bei leichtem Fingerdruck langsam zurück.
Den Teig in 8 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer 14 bis 16 cm langen, leicht ovalen Rolle formen. Etwa 1,5 cm vor jedem Ende den Teig rundum etwas eindrücken und die beiden Enden zu kleinen Köpfen formen.
Daran erkennst du es: Jedes Gebäck besitzt zwei abgesetzte, rundliche Enden und eine schmalere Mittelpartie.
Die Stutzwecken auf das mit Backpapier belegte Blech legen, abdecken und etwa 35 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge wirken sichtbar aufgegangen und behalten beim vorsichtigen Berühren ihre Form.
In die Mittelpartie jedes Gebäcks sechs kurze Einschnitte auf jeder Seite setzen. So entstehen zwölf markante Rippen, während die beiden runden Enden erhalten bleiben.
Daran erkennst du es: Die Einschnitte sind deutlich sichtbar, ohne die beiden Enden zu durchtrennen.
Eigelb und Milch verrühren und die Stutzwecken damit gleichmäßig bestreichen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist dünn und gleichmäßig mit der Eigelb-Milch-Mischung überzogen.
Die Stutzwecken im unteren Drittel des Ofens 15 bis 18 Minuten goldbraun backen. Bei stärkerer Bräunung die Gebäcke locker mit Backpapier abdecken.
Daran erkennst du es: Die Gebäcke sind goldbraun, aufgegangen und fühlen sich an der Oberfläche trocken an.
Die Frankfurter Stutzwecke auf ein Kuchengitter legen und mindestens 20 Minuten auskühlen lassen. Frisch schmecken sie besonders zart und aromatisch.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist abgekühlt und das Gebäck lässt sich ohne Verformen anheben.
Gut zu wissen
Die Hefe sollte frisch riechen und sich in der lauwarmen Milch innerhalb der Ruhezeit sichtbar beleben.
Weiche, aber nicht geschmolzene Butter lässt sich gleichmäßig einarbeiten und unterstützt eine elastische Teigstruktur.
Nur die gelbe Außenschale abreiben; die weiße Schicht darunter kann bitter schmecken.
Der Teig kann etwas langsamer starten; Aroma und lockere Struktur bleiben ähnlich.
Trockenhefe direkt mit dem Mehl vermischen oder nach Packungsangabe in der Milch anrühren. Die Gehzeit nach dem Volumenzuwachs beurteilen.
Das Gebäck kann etwas weniger milchig und je nach Produkt geringfügig trockener werden.
Milch und Sahne in gleicher Menge ersetzen. Butter durch vegane Backmargarine ersetzen; für den Guss eine pflanzliche Milchalternative verwenden.
Das Aroma wird süßer und orangiger.
Die Orangenschale genauso fein abreiben und mit den trockenen Zutaten einarbeiten.
Die Hefe im Vorteig sichtbar aktiv werden lassen und beide Ruhephasen nach dem Volumenzuwachs beurteilen.
Bei noch ungebackenen Teiglingen die Ruhezeit verlängern. Bereits gebackene kompakte Stücke schmecken getoastet oder mit Butter bestrichen gut.
Mehl genau abwiegen und den Teig erst nach dem Kneten beurteilen; er darf weich und leicht klebrig sein.
Beim Kneten teelöffelweise etwas Milch ergänzen, bis der Teig elastisch wird.
Im unteren Ofendrittel backen und die Gebäcke bei starker Bräunung locker mit Backpapier abdecken.
Die Gebäcke sofort locker abdecken und die Backzeit vorsichtig zu Ende führen.
Die Enden nur rundum eindrücken, die Mittelpartie kurz einschneiden und die zweite Ruhezeit nicht unnötig verlängern.
Eine aromatische Variante mit frischer Orangenschale statt Zitronenschale.
Eine fruchtige Variante mit eingeweichten und gut abgetrockneten Rosinen im Hefeteig.
Die Milchprodukte und Eier werden durch pflanzliche Alternativen ersetzt.
Den Teig nach dem Kneten abgedeckt im Kühlschrank langsam gehen lassen und am nächsten Tag temperieren, formen und backen. Die zusätzliche kalte Gehzeit kann die erste Ruhephase ersetzen; den Teig vor dem Formen auf Aktivität und Volumen prüfen.
Nach dem vollständigen Auskühlen luftdicht, aber nicht warm verpacken. Bei Raumtemperatur aufbewahren; im Kühlschrank wird das Gebäck schneller fest.
Vor dem Verpacken vollständig auskühlen lassen, damit sich kein Kondenswasser bildet.
Vollständig ausgekühlte Stutzwecken einzeln oder mit Zwischenlagen luftdicht verpacken und einfrieren.
Bei Raumtemperatur auspacken und vollständig auftauen lassen. Anschließend nach Wunsch kurz im Ofen auffrischen.
Frisch oder innerhalb weniger Wochen eingefroren bleibt die lockere Struktur am besten erhalten.
Häufig gefragt
Die geformten Enden gehören zur charakteristischen Doppelkopf-Gestalt des Gebäcks. Die Mittelpartie wird zusätzlich mit zwölf Einschnitten versehen.
Sie sind goldbraun, aufgegangen und an der Oberfläche trocken. Bei unterschiedlich großen Teiglingen kann die Backzeit geringfügig abweichen.
Ja. Vollständig ausgekühlte Stutzwecken luftdicht verpacken, bis zu etwa zwei Monate einfrieren und bei Raumtemperatur auftauen lassen.
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