Leipziger Räbchen

Sächsische Süßspeise

Gefüllte Trockenpflaumen mit Marzipan werden in lockerem Weißbier-Bierteig goldbraun frittiert und noch warm in Zimt und Zucker gewendet.

Zum Rezept
Leipziger Räbchen
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 65 Minuten
Menge Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Nüsse und Samen, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Trockenpflaumen bringen eine konzentrierte fruchtige Süße und eine weiche, saftige Konsistenz mit.
  • Marzipan ergänzt die Pflaumen mit einer aromatischen Mandel- und Zuckernote.
  • Weißbier lockert den Bierteig und unterstützt eine leichte, knusprige Hülle.
  • Das Wenden der noch warmen Räbchen in Zimt und Zucker verbindet knusprige Oberfläche und würzige Süße.

Leipziger Räbchen sind eine warme sächsische Süßspeise aus weichen Trockenpflaumen, einem feinen Marzipankern und knusprigem Bierteig. Das Weißbier macht die Hülle locker, während Zimt und Zucker den süßen Abschluss bilden. Frisch ausgebacken schmecken die Räbchen besonders aromatisch und knusprig.

Außen knusprig und goldbraun, innen weich und fruchtig mit einem zart schmelzenden Marzipankern. Zimt, Zucker und die milde malzige Note des Weißbiers runden den warmen, süßen Geschmack ab.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Füllen und vorbereiten

  1. Pflaumen füllen

    Die Trockenpflaumen vorsichtig öffnen, ohne sie vollständig zu teilen. Jeweils ein kleines Stück Marzipan in eine Pflaume drücken und die Öffnung wieder gut zusammendrücken.

    10 Minuten
    • Die Pflaumen sollen geschlossen bleiben, damit der Marzipankern beim Ausbacken möglichst nicht austritt.
  2. Bierteig anrühren

    Das Ei trennen. Die Butter schmelzen und kurz abkühlen lassen. Eigelb und 6 EL Zucker cremig verrühren, dann Butter und Weißbier unterrühren.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Eigelbmasse ist cremig verrührt und die Butter nur noch warm, nicht heiß.

    • Das Eiweiß getrennt auffangen, damit es anschließend steif geschlagen werden kann.

Teig fertigstellen

  1. Mehl und Eiweiß einarbeiten

    Das Weizenmehl nach und nach einarbeiten, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht. Das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und vorsichtig unterheben. Den Teig anschließend 10 Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, dickflüssig und das steif geschlagene Eiweiß ist gerade untergehoben.

    • Das Eiweiß behutsam unterheben, damit möglichst viel Luft im Teig bleibt.

Ausbacken und servieren

  1. Fett erhitzen

    Pflanzenfett oder Butterschmalz in einem ausreichend großen Topf auf etwa 175 °C erhitzen. Die gefüllten Pflaumen leicht mit Weizenmehl bestäuben, damit der Teig besser haftet.

    8 Minuten 175 °C

    Daran erkennst du es: Das Fett ist heiß genug zum Ausbacken, ohne zu rauchen.

    • Den Topf nicht zu voll füllen und die Temperatur während des Ausbackens möglichst stabil halten.

    Wichtig: Heißes Fett kann schwere Verbrennungen verursachen; vorsichtig arbeiten und kein Wasser in das Fett gelangen lassen.

  2. Räbchen ausbacken

    Die gefüllten Pflaumen einzeln durch den Bierteig ziehen und portionsweise in das heiße Fett geben. Die Räbchen etwa 1 bis 2 Minuten pro Seite goldbraun ausbacken. Nicht zu viele Stücke gleichzeitig frittieren, damit die Temperatur stabil bleibt.

    175 °C

    Daran erkennst du es: Die Teighülle ist auf beiden Seiten goldbraun und knusprig.

    • Die Räbchen portionsweise ausbacken und zwischen den Portionen warten, bis das Fett wieder heiß ist.

    Wichtig: Die Pflaumen vorsichtig in das Fett geben, damit es nicht spritzt.

  3. Abtropfen und wälzen

    Die fertigen Räbchen mit einer Schaumkelle herausheben und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Zucker und Zimt vermischen und die noch warmen Räbchen darin wenden. Sofort servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Räbchen sind abgetropft, noch warm und gleichmäßig mit Zimt-Zucker überzogen.

    • Die Räbchen möglichst warm in der Zimt-Zucker-Mischung wenden, damit sie gut haftet.

    Wichtig: Vor dem Servieren kurz abtropfen und auf eine angenehme Esstemperatur achten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Lockerheit des Bierteigs: Das Eiweiß vorsichtig unterheben und den Teig anschließend ruhen lassen. So bleibt die eingeschlagene Luft möglichst erhalten und die Hülle wird lockerer.
  • Temperatur stabil halten: Die Räbchen portionsweise ausbacken. Zu viele Stücke auf einmal kühlen das Fett ab und können zu einer schweren, wenig knusprigen Teighülle führen.
  • Warm servieren: Die Zimt-Zucker-Mischung haftet am besten an den noch warmen, kurz abgetropften Räbchen. Sie werden deshalb direkt nach dem Wenden serviert.

Zutatenwissen

Weißbier im Bierteig

Helles Weißbier macht den Bierteig locker und bringt eine milde malzige Note mit.

Marzipanrohmasse

Marzipanrohmasse steht meist im Backregal neben Mandeln und Backzutaten. Eine Masse mit höherem Mandelanteil schmeckt kräftiger und weniger süß.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Räbchen werden blass und fettig statt goldbraun und knusprig.

Die Räbchen portionsweise ausbacken und die Fettmenge beziehungsweise Temperatur zwischen den Portionen stabil halten.

Die nächste Portion erst einlegen, wenn das Fett wieder ausreichend heiß ist; bereits ausgebackene Stücke kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Marzipan tritt beim Frittieren aus der Pflaume aus.

Die Trockenpflaumen nur vorsichtig öffnen, das Marzipan vollständig hineindrücken und die Öffnung zusammendrücken.

Die Teighülle wird dicht und wenig locker.

Das Eiweiß vorsichtig unterheben und den Bierteig 10 Minuten ruhen lassen.

Servieren und kombinieren

  • Frisch und warm servieren: Die Räbchen direkt nach dem Abtropfen in der Zimt-Zucker-Mischung wenden und noch warm servieren.
  • Als sächsische Süßspeise: Die gefüllten, frittierten Räbchen eignen sich als eigenständige warme Süßspeise und sollten wegen ihrer knusprigen Hülle möglichst frisch gegessen werden.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Die knusprige Teighülle kann nach dem Einfrieren an Qualität verlieren.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten und Weizen: enthält · Weizenmehl ist eine direkte Zutat; Weißbier wird ebenfalls im Bierteig verwendet.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält ein Ei.
  • Milch: enthält · Butter ist Bestandteil des Bierteigs.
  • Mandeln: enthält · Marzipanrohmasse wird als Füllung verwendet.

Lebensmittelsicherheit

  • Arbeiten mit heißem Fett: Das Fett vorsichtig auf etwa 175 °C erhitzen, Spritzer vermeiden und kein Wasser in das heiße Fett gelangen lassen.
  • Frittiermenge begrenzen: Die Räbchen portionsweise ausbacken und den Topf nicht überfüllen, damit das Fett nicht unkontrolliert überschäumt und die Temperatur nicht stark abfällt.

Aus unserer Küche

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