Pfälzer Keschdekuchen mit Schokoguss

Maronen-Blechkuchen

Flacher, saftiger Pfälzer Kastanienkuchen aus Maronenpüree, gemahlenen Mandeln und Butter, abgerundet mit dunkler Schokoglasur.

Zum Rezept
Pfälzer Keschdekuchen mit Schokoguss
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Menge etwa 12 Stücke
Gerichtsform und Gerichtsart Kuchen und süßes Feingebäck in Kuchenform
Prägende Zutatenfamilie Eier, Milchprodukte, Nüsse und Samen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Maronenpüree und gemahlene Mandeln sorgen für eine saftige, fein-nussige Kuchenstruktur.
  • Die dunkle Schokoglasur ergänzt die milde Süße des Kuchens mit einem kräftigen Schokoladenaroma.
  • Die flache Form verkürzt die Backzeit und macht den Kuchen besonders gut portionierbar.

In der Pfalz heißen Esskastanien Keschde. Dieser flache Kuchen verbindet fein-nussiges Maronenpüree mit gemahlenen Mandeln und einem dunklen Schokoguss. Er bleibt saftig, lässt sich gut in Stücke schneiden und passt wunderbar zur Kaffeetafel.

Saftig und weich mit fein-nussigem Maronenaroma, zarter Mandelstruktur und einer festen, leicht knackigen Schokoladenschicht.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Ofen und Form vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vorheizen. Die flache Backform mit der Butter ausstreichen und mit den Dinkelflocken ausstreuen.

    10 Minuten 180 °C
    • Die Dinkelflocken bilden nach dem Backen eine feine, knusprige Schicht an der Kuchenunterseite.

    Wichtig: Beim Vorheizen und Umgang mit der heißen Backform vorsichtig arbeiten.

  2. Maronenmasse anrühren

    Maronenpüree, weiche Butter und Rohrohrzucker glatt verrühren. Die Eier nacheinander unterarbeiten, bis eine gleichmäßige Masse entsteht.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist glatt und gleichmäßig vermischt.

    • Die Eier einzeln einarbeiten, damit die Masse gleichmäßig bleibt.
  3. Trockene Zutaten einarbeiten

    Gemahlene Mandeln, Weinstein-Backpulver und Salz miteinander vermischen. Die Mischung kurz unter die Maronenmasse rühren, bis kein trockenes Pulver mehr sichtbar ist.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig vermischt, ohne lange gerührt zu werden.

    • Nur kurz rühren, damit der Kuchen nach dem Backen zart bleibt.
  4. Teig in die Form geben

    Den Teig in die vorbereitete Form geben und mit dem Teigschaber gleichmäßig glatt streichen.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Teigoberfläche ist möglichst gleichmäßig verteilt.

    • Den Teig bis in die Ecken verteilen, damit die flache Kuchenplatte gleichmäßig dick wird.
  5. Kuchen backen

    Den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 35 bis 40 Minuten backen. Die Oberfläche soll leicht gebräunt sein; bei der Stäbchenprobe dürfen noch feuchte Krümel haften.

    40 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht gebräunt, und am Holzstäbchen haften noch feuchte Krümel.

    • Während der Kuchen backt, können bereits Schüssel und Arbeitsfläche für das Glasieren vorbereitet werden.

    Wichtig: Den Kuchen vollständig durchbacken und die heiße Form mit Ofenhandschuhen herausnehmen.

  6. Abkühlen und glasieren

    Den Kuchen in der Form vollständig abkühlen lassen. Die dunkle Schokoglasur vorsichtig schmelzen, gleichmäßig auf dem Kuchen verstreichen und fest werden lassen.

    Daran erkennst du es: Die Glasur ist gleichmäßig verteilt und fest geworden.

    • Die Glasur erst auf dem vollständig abgekühlten Kuchen verteilen, damit sie gleichmäßig haftet.

    Wichtig: Geschmolzene Glasur und die Schüssel können heiß sein; vorsichtig arbeiten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Feuchte Krümel sind erwünscht: Der Kuchen soll bei der Stäbchenprobe nicht trocken herauskommen. Feuchte Krümel zeigen, dass die saftige Struktur erhalten bleibt; flüssiger Teig sollte jedoch nicht am Stäbchen hängen.
  • Vor dem Glasieren vollständig abkühlen: Der Kuchen sollte vollständig abgekühlt sein, bevor die Schokoglasur daraufkommt. So bleibt die Glasur als gleichmäßige Schicht auf der Oberfläche liegen.

Zutatenwissen

Ungesüßtes Maronenpüree verwenden

Ungesüßtes Maronenpüree findest du meist im Feinkostregal, in gut sortierten Supermärkten oder saisonal im Reformhaus. Gesüßtes Püree würde die Süße des Kuchens verändern.

Dinkelflocken zum Ausstreuen

Die Dinkelflocken werden nicht in den Teig gegeben, sondern dienen zusammen mit der Butter dazu, die Form vorzubereiten und das Lösen des Kuchens zu erleichtern.

Sinnvolle Alternativen

Vorgekochte, geschälte Maronen mit etwas Milch

Der Kuchen schmeckt etwas kräftiger und kann leicht stückiger werden.

Vorgekochte, geschälte Maronen mit etwas Milch fein pürieren, bis eine möglichst glatte Masse entsteht. Die Milch nur nach Bedarf zugeben, damit das Püree nicht zu flüssig wird.

Haferflocken

Die Oberfläche beziehungsweise Unterseite erhält ein etwas anderes Getreidearoma.

Die Dinkelflocken zum Ausstreuen der Form durch Haferflocken ersetzen. Nur verwenden, wenn Hafer für die gewünschte Ernährungsweise geeignet ist.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Kuchen wird trocken oder bröselig.

Ab etwa 35 Minuten die Stäbchenprobe machen und den Kuchen herausnehmen, sobald nur noch feuchte Krümel haften.

Den Kuchen mit der Schokoglasur überziehen und in kleinen Stücken servieren; vollständig trocken gewordener Kuchen lässt sich nur begrenzt retten.

Die Glasur wird ungleichmäßig oder läuft vom Kuchen.

Den Kuchen in der Form vollständig abkühlen lassen, bevor die Glasur geschmolzen und verteilt wird.

Den Kuchen zunächst weiter abkühlen lassen und die Glasur anschließend vorsichtig nachverteilen.

Die Kuchenstruktur wird kompakt statt zart.

Mandeln, Backpulver und Salz nur kurz unter die Maronenmasse rühren.

Varianten

Heller Guss

Der Kuchen kann statt mit dunkler Glasur mit einer hellen Schokoglasur vollendet werden.

Servieren und kombinieren

  • Zur Kaffeetafel: Den Kuchen vollständig fest werden lassen und in zwölf Stücke schneiden. Er passt besonders gut zu Kaffee oder Tee.
  • Herbstlich servieren: Die nussige Maronennote passt als herbstlicher Kuchen zu einer ruhigen Nachmittagsrunde oder zu einem saisonalen Kuchenbuffet.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Kuchen kann am Vortag gebacken, vollständig glasiert und bis zum Servieren gut verpackt aufbewahrt werden.

Aufbewahren

Den glasierten Kuchen vollständig fest werden lassen und anschließend abgedeckt aufbewahren. Vor dem Servieren aus dem Kühlschrank etwas temperieren lassen.

Nicht offen stehen lassen, damit die Oberfläche nicht austrocknet und der Kuchen keine Fremdgerüche annimmt.

Einfrieren

Den vollständig ausgekühlten und glasierten Kuchen in Stücke schneiden, luftdicht verpacken und einfrieren.

Die Stücke im Kühlschrank oder abgedeckt bei Raumtemperatur vollständig auftauen lassen.

Die Glasur kann nach dem Auftauen etwas weniger glänzend sein; die saftige Kuchenstruktur bleibt in der Regel gut erhalten.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Butter ist als Zutat enthalten.
  • Eier: enthält · Eier werden direkt im Teig verarbeitet.
  • Schalenfrüchte: enthält · Gemahlene Mandeln sind ein prägender Bestandteil des Teigs.
  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Dinkelflocken gehören zu den glutenhaltigen Getreideprodukten.

Lebensmittelsicherheit

  • Rohe Eier im Teig: Den rohen Teig nicht verkosten. Den Kuchen vollständig backen und erst nach dem Abkühlen glasieren beziehungsweise servieren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Maronenpüree ersetzen?

Ja. Vorgekochte, geschälte Maronen können mit etwas Milch fein püriert werden. Der Kuchen schmeckt dann etwas kräftiger und kann leicht stückiger werden.

Wann wird der Kuchen glasiert?

Erst wenn der Kuchen in der Form vollständig abgekühlt ist. Danach die vorsichtig geschmolzene Glasur gleichmäßig auf der Oberfläche verstreichen.

Wie erkenne ich, dass der Kuchen fertig ist?

Die Oberfläche soll leicht gebräunt sein. Bei der Stäbchenprobe dürfen noch feuchte Krümel haften, flüssiger Teig sollte jedoch nicht am Stäbchen hängen.

Welche Backform eignet sich?

Vorgesehen ist eine flache Backform von ungefähr 24 x 24 cm. Bei einer anderen Formgröße kann sich die Backzeit verändern.

Aus unserer Küche

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