Dinkel-Roggenbrot aus dem Gusseisentopf

Dinkel-Roggen-Mischbrot aus der Pfalz

Ein kräftiges Mischbrot aus Dinkel- und Roggenmehl, mit Hefe gelockert und im vorgeheizten Gusseisentopf gebacken. Ergibt einen Laib mit knuspriger Kruste und saftiger Krume.

Zum Rezept
Dinkel-Roggenbrot aus der Pfalz
Vorbereitung 16 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 3 Std. 35 Min.
Gesamtzeit ca. 4 Std. 45 Min.
Menge 1 Laib
Gerichtsform und Gerichtsart Brote
Prägende Zutatenfamilie Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Zwei Gehzeiten geben dem Hefeteig Zeit, aufzugehen und eine lockere Krume zu entwickeln.
  • Der geschlossene Gusseisentopf hält beim Backen Feuchtigkeit zurück; ohne Deckel kann die Kruste anschließend kräftig bräunen.
  • Die Mischung aus Dinkel- und Roggenmehl verbindet eine milde, nussige Note mit herzhaftem Brotgeschmack.

Dinkelmehl bringt eine milde, nussige Note mit, Roggenmehl einen kräftigeren Geschmack. Der Teig geht zweimal, bevor der Laib im heißen Gusseisentopf gebacken wird. Eine alltagstaugliche Pfälzer Backidee – ohne Anspruch, eine historische Spezialität zu sein.

Kräftig gebräunte, knusprige Kruste und eine saftige, aromatische Krume mit mild-nussiger Dinkel- und herzhafter Roggennote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig, Gehzeiten und Backen

  1. Hefeteig kneten

    Die Hefe und den Honig im lauwarmen Wasser auflösen. Dinkelmehl, Roggenmehl und Salz in der großen Schüssel vermischen. Hefewasser und Olivenöl dazugeben und alles etwa 6 Minuten zu einem weichen Teig verkneten.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist weich und gleichmäßig vermischt.

  2. Teig gehen lassen und falten

    Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen. Nach 30 Minuten den Teig einmal von außen zur Mitte falten und wieder abdecken.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig hatte Zeit zum Aufgehen; die angegebene Gehzeit dient als Richtwert.

    • Das Falten erfolgt während der ersten Gehzeit.
  3. Laib formen und Ofen vorheizen

    Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche rund formen und mit dem Schluss nach oben in das bemehlte Gärkörbchen legen. Abdecken und weitere 30 bis 40 Minuten gehen lassen. Währenddessen den Backofen samt geschlossenem Gusseisentopf auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    35 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Der Teigling ist nach der zweiten Gehzeit bereit zum Backen.

    • Das Vorheizen findet während der zweiten Gehzeit statt.

    Wichtig: Den heißen Topf später nur mit trockenen Ofenhandschuhen anfassen.

  4. Mit Deckel backen

    Den Teigling vorsichtig auf das Backpapier stürzen und einschneiden. Mit dem Papier in den vorgeheizten Topf setzen und den Deckel schließen. 20 Minuten backen.

    20 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Die erste Backphase von 20 Minuten ist abgeschlossen.

    Wichtig: Vorsicht: Topf, Deckel und Dampf sind sehr heiß. Mit trockenen Ofenhandschuhen arbeiten.

  5. Kruste ausbacken

    Den Deckel abnehmen, die Ofentemperatur auf 210 °C senken und das Brot weitere 25 bis 30 Minuten backen, bis die Kruste kräftig gebräunt ist.

    28 Minuten 210 °C

    Daran erkennst du es: Die Kruste ist kräftig gebräunt.

    • Die tatsächliche Backzeit innerhalb der angegebenen Spanne an der Bräunung der Kruste ausrichten.

    Wichtig: Den heißen Deckel sicher ablegen und den Topf vorsichtig aus dem Ofen nehmen.

  6. Vollständig auskühlen lassen

    Das Brot aus dem Topf nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen, bevor du es anschneidest.

    Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig ausgekühlt.

    • Das vollständige Auskühlen ist wichtig, bevor der Laib angeschnitten wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Vor dem Anschneiden auskühlen lassen: Lass den Laib auf dem Gitter vollständig auskühlen, bevor du ihn anschneidest.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Krume wirkt beim Anschneiden feucht oder klebrig.

Den Laib vor dem Anschneiden vollständig auf dem Gitter auskühlen lassen.

Die bereits angeschnittenen Scheiben können getoastet werden.

Die Kruste ist nach dem Backen noch blass.

Die zweite Backphase fortsetzen, bis die Kruste kräftig gebräunt ist.

Das Brot im heißen Ofen ohne Deckel weiterbacken und die Bräunung regelmäßig prüfen.

Servieren und kombinieren

  • Getoastet genießen: In Scheiben schneiden und nach Wunsch kurz toasten; die kräftige Roggennote passt zu herzhaften Aufstrichen und Belägen.
  • Zu einer Suppe servieren: Das Brot in Scheiben zu einer Suppe reichen oder leicht anrösten und dazu servieren.

Planen und Reste genießen

Aufbewahren

Das Brot vor dem Verstauen vollständig auskühlen lassen und bei Raumtemperatur im Brotkasten oder in einer Papiertüte aufbewahren.

Einfrieren

Den vollständig ausgekühlten Laib ganz oder in Scheiben portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.

Bei Raumtemperatur auftauen lassen. Scheiben können direkt getoastet werden.

Nach dem Auftauen ist die Kruste meist weniger knusprig als frisch gebacken.

Aufwärmen

  • Toaster: Brotscheiben nach Wunsch im Toaster erwärmen oder rösten.
  • Backofen: Brotscheiben kurz im vorgeheizten Backofen erwärmen und anschließend servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Dinkel/Weizen und Roggen): enthält · Dinkel ist eine Weizenart; beide Mehle enthalten Gluten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich das Brot warm anschneiden?

Warte, bis der Laib vollständig ausgekühlt ist. So lässt sich die Krume besser schneiden und wirkt weniger feucht oder klebrig.

Kann ich den Teig ohne Gärkörbchen gehen lassen?

Das Rezept verwendet ein bemehltes Gärkörbchen. Für eine alternative Form ist hier keine eigene Anleitung angegeben.

Was passiert während der ersten Gehzeit?

Nach 30 Minuten wird der Teig einmal von außen zur Mitte gefaltet; anschließend geht er abgedeckt weiter.

Aus unserer Küche

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