Mehl auf einmal zugeben
Das Mehl wird vollständig auf einmal in die heiße Flüssigkeit gegeben und kräftig eingerührt. Das anschließende Abbrennen bindet die Masse und bildet die Grundlage für den Brandteig.
Rheinisches Karnevalsgebäck
Kleine rheinische Brandteigbällchen, die in heißem Pflanzenöl goldbraun und locker ausgebacken und anschließend mit Puderzucker bestäubt werden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Nonnenfürzchen sind kleine Brandteigbällchen mit zart knuspriger Oberfläche und lockerem Inneren. Im Rheinland, besonders in Köln, werden sie vor allem zur Karnevalszeit geschätzt und frisch am besten noch warm mit Puderzucker serviert.
Außen goldbraun und zart knusprig, innen locker und leicht; warm schmecken die Nonnenfürzchen besonders aromatisch und der Puderzucker schmilzt stellenweise leicht an.
Schritt für Schritt
Wasser, Salz, Butter und Zucker in einem hohen Topf auf dem Kochfeld erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist und die Flüssigkeit kurz aufkocht.
Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig geschmolzen und die Flüssigkeit kocht kurz auf.
Wichtig: Beim Erhitzen vorsichtig arbeiten, da die Flüssigkeit heiß ist.
Den Topf vom Herd nehmen, das Weizenmehl auf einmal dazugeben und kräftig mit dem Kochlöffel verrühren. Den Topf wieder auf das Kochfeld stellen und die Masse bei mittlerer Hitze weiter rühren, bis sie sich zu einem glatten Kloß verbindet und sich am Topfboden eine helle Schicht bildet.
Daran erkennst du es: Der Teig löst sich als glatter Kloß vom Topfboden und dort bildet sich eine helle Schicht.
Den Teig in die Rührschüssel geben und etwa 5 Minuten abkühlen lassen. Das Backpulver einarbeiten. Anschließend die Eier einzeln unterrühren, bis eine glatte, glänzende und zähfließende Brandteigmasse entsteht.
Daran erkennst du es: Die Masse ist glatt, glänzend und zähfließend.
Wichtig: Den Teig vor dem Einrühren der Eier kurz abkühlen lassen, damit die Eier nicht stocken.
Das Pflanzenöl in einem hohen Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen und die Temperatur mit einem Küchenthermometer prüfen. Falls kein Thermometer vorhanden ist, einen kleinen Teigtropfen ins Öl geben: Er soll langsam aufsteigen und rundherum leicht sprudeln.
Daran erkennst du es: Das Öl liegt zwischen 170 und 175 °C; ein kleiner Teigtropfen steigt langsam auf und sprudelt leicht.
Wichtig: Heißes Öl niemals unbeaufsichtigt lassen und kein Wasser in das heiße Öl gelangen lassen.
Mit zwei leicht angefeuchteten Teelöffeln kleine Portionen vom Teig abstechen und vorsichtig in das heiße Öl geben. Nicht zu viele Stücke gleichzeitig ausbacken, da sie deutlich aufgehen.
Daran erkennst du es: Die Teigportionen schwimmen frei und haben ausreichend Abstand zueinander.
Wichtig: Die Teigportionen vorsichtig ins Öl geben, um Spritzer zu vermeiden.
Die Nonnenfürzchen pro Charge etwa 4 bis 5 Minuten goldbraun ausbacken und dabei vorsichtig wenden. Mit einer Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Während eine Charge ausbackt, kann die nächste Charge vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Die Bällchen sind rundum goldbraun, aufgegangen und innen locker.
Wichtig: Beim Wenden und Herausheben Abstand zum heißen Öl halten.
Die noch warmen Nonnenfürzchen mit Puderzucker bestäuben und frisch servieren.
Daran erkennst du es: Der Puderzucker haftet leicht an der warmen Oberfläche.
Gut zu wissen
Das Mehl wird vollständig auf einmal in die heiße Flüssigkeit gegeben und kräftig eingerührt. Das anschließende Abbrennen bindet die Masse und bildet die Grundlage für den Brandteig.
Die Eier nacheinander einarbeiten, damit der Teig glatt bleibt und die gewünschte zähfließende Konsistenz erreicht.
Neutrales Pflanzenöl verwenden und auf 170 bis 175 °C halten. Eine zu niedrige Temperatur macht die Bällchen fettig, eine zu hohe Temperatur bräunt sie außen zu schnell.
Der Geschmack wird etwas weniger buttrig; die Brandteigstruktur kann erhalten bleiben, wenn die Margarine zum Backen geeignet ist.
Die Butter in gleicher Menge durch backgeeignete pflanzliche Margarine ersetzen und wie im Rezept mit Wasser, Salz und Zucker erhitzen.
Die Oberfläche wird würziger und weniger neutral süß.
Die warmen Nonnenfürzchen statt mit Puderzucker mit feinem Zimtzucker bestreuen.
Die Masse so lange abbrennen, bis sie sich als glatter Kloß vom Topfboden löst und eine helle Schicht am Boden sichtbar ist.
Den Teig nochmals kurz bei mittlerer Hitze unter kräftigem Rühren abbrennen, sofern die Eier noch nicht eingearbeitet wurden.
Den Teig etwa 5 Minuten abkühlen lassen und die Eier nacheinander gründlich unterrühren.
Das Öl auf 170 bis 175 °C halten und die Stücke chargenweise ausbacken.
Die Temperatur reduzieren und die nächste Charge bei stabiler Zieltemperatur etwas länger ausbacken.
Nur wenige Stücke pro Charge verwenden und ausreichend Abstand lassen.
Zusammengeklebte Stücke vorsichtig trennen, sobald die Oberfläche stabil ist, und die restlichen Chargen kleiner ansetzen.
Die fertigen Nonnenfürzchen werden statt mit Puderzucker mit feinem Zimtzucker bestreut.
Eine frische Variante mit fein aromatisiertem Zucker zum Bestäuben.
Häufig gefragt
Einen kleinen Teigtropfen ins Öl geben. Er sollte langsam aufsteigen und rundherum leicht sprudeln.
Der Teig soll nicht mehr so heiß sein, dass die Eier beim Einrühren stocken. Etwa 5 Minuten Abkühlzeit helfen dabei.
Die Bällchen gehen beim Frittieren deutlich auf und brauchen Platz. Kleine Chargen bräunen außerdem gleichmäßiger und halten die Öltemperatur stabiler.
Am besten noch warm, nachdem sie auf Küchenpapier abgetropft sind. Dann haftet der Puderzucker besonders gut.
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