Geeignete Birnen
Feste Kochbirnen wie Bürgermeister oder vergleichbare regionale Sorten eignen sich besonders gut. Feste Tafelbirnen sind eine brauchbare Alternative, schmecken meist milder und werden etwas weicher.
Holsteinischer Hefeteig-Auflauf
Süß-herzhaftes holsteinisches Hauptgericht aus gedünsteten Kochbirnen, lockerem Hefeteig und durchwachsenem Speck, das in einer tiefen Auflaufform gebacken und mit warmer Birnensudsoße serviert wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Ofenkater verbindet feste Kochbirnen, lockeren Hefeteig und würzigen Speck in einem einzigen Ofengericht. Die Birnen werden zunächst gedünstet, anschließend mit dem Hefeteig und Speck geschichtet und goldbraun gebacken. Eine leicht gebundene Soße aus dem Birnensud rundet die süß-herzhafte Kombination ab.
Weicher, lockerer Hefeteig trifft auf saftige, formstabile Birnen und würzigen, leicht knusprigen Speck. Die warme Birnensudsoße schmeckt fruchtig-süß mit einer feinen Zitronennote.
Schritt für Schritt
Die Kochbirnen schälen, halbieren und entkernen. Mit 350 ml Wasser und 1 EL Zucker in den Topf geben und bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten dünsten. Die Birnen sollen weich werden, aber ihre Form behalten. Herausnehmen und 300 ml des Birnensuds für die Soße zurückbehalten.
Daran erkennst du es: Die Birnen sind weich, bleiben aber formstabil.
Mehl, frische Hefe und 60 g Zucker in der Rührschüssel mischen. Lauwarme Milch, 30 g geschmolzene und abgekühlte Butter, Ei und Salz dazugeben. Alles etwa 8 Minuten zu einem glatten, elastischen Hefeteig verkneten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und löst sich weitgehend vom Schüsselrand.
Die Rührschüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen.
Die tiefe Auflaufform mit den zurückbehaltenen 10 g Butter ausstreichen. Die Hälfte der Speckscheiben auf dem Boden verteilen und die gedünsteten Birnen darauflegen.
Den Teig kurz durchkneten und gleichmäßig über die Birnen geben. Die restlichen Speckscheiben darauflegen. Den Ofenkater nochmals etwa 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig wirkt leicht aufgegangen und entspannt.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Ofenkater 50–60 Minuten backen, bis der Hefeteig durchgegart und die Speckoberfläche goldbraun ist. Wird die Oberfläche zu dunkel, die Form locker mit Backpapier abdecken.
Daran erkennst du es: Der Hefeteig ist durchgegart und die Speckoberfläche goldbraun.
Wichtig: Die Auflaufform und der Inhalt sind sehr heiß; zum Herausnehmen geeignete Ofenhandschuhe verwenden.
Für die Soße 300 ml Birnensud mit Zitronensaft und 1 EL Zucker im Topf aufkochen. Die Speisestärke mit dem kalten Wasser in der kleinen Schale glatt rühren, einrühren und die Soße etwa 1 Minute köcheln lassen, bis sie leicht bindet.
Daran erkennst du es: Die Soße ist leicht gebunden und bleibt gießfähig.
Wichtig: Die heiße Soße vorsichtig umrühren und servieren.
Den Ofenkater 5 Minuten ruhen lassen, in Stücke schneiden und mit der warmen Birnensudsoße servieren.
Daran erkennst du es: Die Stücke lassen sich schneiden, ohne dass der Teig auseinanderläuft.
Wichtig: Vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen, damit der heiße Dampf entweichen kann.
Gut zu wissen
Feste Kochbirnen wie Bürgermeister oder vergleichbare regionale Sorten eignen sich besonders gut. Feste Tafelbirnen sind eine brauchbare Alternative, schmecken meist milder und werden etwas weicher.
Die Speckscheiben werden auf Boden und Oberfläche verteilt. So würzen sie sowohl die Birnen als auch den Hefeteig und können oben goldbraun werden.
Der Geschmack wird milder und das Fruchtfleisch kann beim Dünsten und Backen etwas weicher werden.
Feste, noch nicht überreife Tafelbirnen verwenden und beim Dünsten besonders darauf achten, dass sie ihre Form behalten.
Feste Kochbirnen verwenden und nur 4–5 Minuten dünsten, bis sie weich, aber noch formstabil sind.
Zerfallene Birnen vorsichtig weiterverwenden; die Schichtung wird dann weniger deutlich, das Gericht bleibt jedoch verwendbar.
Die Oberfläche während der Backzeit beobachten und bei Bedarf locker mit Backpapier abdecken.
Die Form mit Backpapier abdecken und weiterbacken, bis der Hefeteig durchgegart ist.
Speisestärke und kaltes Wasser in einer kleinen Schale vollständig verrühren und erst dann in den heißen Sud geben.
Die Soße durch ein Sieb streichen und vorsichtig erneut erhitzen.
Die Birnen können einige Stunden vorher gedünstet und abgedeckt gekühlt werden. Den Hefeteig möglichst erst vor dem Backen zubereiten und gehen lassen.
Reste nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verzehren.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Der Hefeteig und die weichen Birnen können nach dem Einfrieren an Struktur verlieren.
Häufig gefragt
Am besten eignen sich feste Kochbirnen, etwa Bürgermeister oder vergleichbare regionale Sorten. Feste Tafelbirnen funktionieren ebenfalls, werden aber meist etwas weicher und schmecken milder.
Der Teig sollte nach 50–60 Minuten fest und durchgegart sein, während die Speckoberfläche goldbraun ist. Wird der Speck zu dunkel, die Form locker mit Backpapier abdecken.
Die Soße kann nach dem Binden kurz warmgehalten und vor dem Servieren vorsichtig erneut erwärmt werden. Sie sollte gießfähig bleiben.
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