Filderkraut finden
Während der Erntezeit ist Filderkraut am ehesten bei Erzeugern, auf Wochenmärkten und in Hofläden der Filderregion zu finden. Außerhalb der Region kann gut sortierter Gemüsehandel eine Anlaufstelle sein.
Milchsauer vergorenes Kraut
Fein gehobeltes Filderkraut wird mit Salz geknetet und in seiner eigenen Lake milchsauer fermentiert. Das Rezept ergibt etwa 1 kg Sauerkraut.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Filderkraut wird fein geschnitten, mit Salz geknetet und fest ins Gärglas gedrückt. Dabei tritt Flüssigkeit aus, die das Kraut während der Fermentation bedecken soll. Nach dem Reifen schmeckt es angenehm säuerlich und bleibt knackig.
Mild bis kräftig säuerlich, frisch und angenehm knackig.
Schritt für Schritt
Gärglas und Gewicht gründlich reinigen und mit heißem Wasser ausspülen. Beschädigte äußere Kohlblätter entfernen und ein sauberes Blatt beiseitelegen.
Wichtig: Nur sauberes Gärgerät verwenden.
Kraut vierteln, den Strunk herausschneiden und die Viertel fein hobeln oder schneiden. Das geputzte Kraut abwiegen, damit die Salzmenge stimmt.
Daran erkennst du es: Das Kraut ist fein und gleichmäßig geschnitten.
Kraut und 20 g Salz in einer großen Schüssel vermengen. Etwa fünf Minuten kräftig kneten, bis das Kraut weicher wird und Flüssigkeit austritt. Anschließend 20 Minuten stehen lassen.
Daran erkennst du es: Das Kraut ist weicher geworden und Flüssigkeit hat sich gesammelt.
Das Kraut portionsweise ins Glas geben und jede Lage fest andrücken, damit möglichst wenig Luft eingeschlossen wird. Den ausgetretenen Saft dazugießen.
Daran erkennst du es: Das Kraut ist fest gepackt und der ausgetretene Saft ist im Glas.
Das zurückgelegte Kohlblatt auflegen und mit dem Gewicht beschweren. Das Kraut muss vollständig von Lake bedeckt sein. Reicht der eigene Saft nicht aus, 1 l Wasser mit 20 g Salz verrühren und nur so viel davon angießen, wie nötig ist, um das Kraut zu bedecken. Oben etwa 3 cm Platz lassen.
Daran erkennst du es: Das Kraut liegt vollständig unter der Lake und oben bleiben etwa 3 cm frei.
Wichtig: Das Kraut während der Fermentation unter der Lake halten.
Gäraufsatz anbringen oder den Deckel locker auflegen. Das Glas auf einen Teller stellen, damit austretende Lake aufgefangen wird.
Das Glas vor direkter Sonne geschützt bei 18 bis 20 °C etwa 14 Tage fermentieren lassen. Währenddessen gelegentlich durch das Glas prüfen, ob das Kraut unter der Lake bleibt.
Daran erkennst du es: Das Kraut bleibt unter der Lake und entwickelt Säure.
Wichtig: Die angegebene Zeit allein bestätigt nicht, dass ausreichend Säure entstanden ist; beachte die pH-Prüfung in den Sicherheitshinweisen.
Nach 14 Tagen mit sauberem Besteck probieren. Ist das Kraut noch milder als gewünscht, weitere 3 bis 7 Tage fermentieren lassen. Sobald die Säure passt, das Glas verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Bei pelzigem Schimmel oder fauligem Geruch den Ansatz entsorgen.
Daran erkennst du es: Die Säure entspricht dem gewünschten Geschmack; für die sicherheitsbezogene Reife zusätzlich die pH-Hinweise beachten.
Wichtig: Bei pelzigem Schimmel oder fauligem Geruch den gesamten Ansatz entsorgen.
Gut zu wissen
Während der Erntezeit ist Filderkraut am ehesten bei Erzeugern, auf Wochenmärkten und in Hofläden der Filderregion zu finden. Außerhalb der Region kann gut sortierter Gemüsehandel eine Anlaufstelle sein.
Das Ergebnis ist ähnlich mild, aber kein Sauerkraut aus Filderkraut.
Filderkraut im gleichen Gewicht durch festen Spitzkohl ersetzen; die Salzmenge auf das gewogene Kraut abstimmen.
Das Kraut fest andrücken, beschweren und bei Bedarf zusätzliche Lake angießen.
Zusätzliche Lake aus Wasser und Salz im angegebenen Verhältnis anrühren und so viel zugießen, bis das Kraut bedeckt ist.
Sauberes Gärgerät verwenden und das Kraut während der Fermentation unter der Lake halten.
Den gesamten Ansatz entsorgen.
Fester Spitzkohl lässt sich ähnlich mild fermentieren. Das Ergebnis ist eine Spitzkohl-Variante und nicht die Filderkraut-Version.
Sobald die gewünschte Säure erreicht ist, das Glas verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.
Bei pelzigem Schimmel oder fauligem Geruch den Ansatz entsorgen.
Häufig gefragt
Nach 14 Tagen kannst du es mit sauberem Besteck probieren. Ist es noch milder als gewünscht, lass es weitere 3 bis 7 Tage fermentieren. Geschmack allein bestätigt nicht die sicherheitsbezogene Reife; beachte dazu die pH-Prüfung in den Sicherheitshinweisen.
Rühre 1 l Wasser mit 20 g Salz an und gieße nur so viel davon zu, bis das Kraut vollständig unter der Lake liegt.
Bei pelzigem Schimmel oder fauligem Geruch den gesamten Ansatz entsorgen.
Ja. Fester Spitzkohl ergibt ein ähnlich mildes Sauerkraut, aber keine Filderkraut-Variante.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …