Schlemminer Kürbissenf

Körnige Senfpaste

Cremiger Kürbissenf aus Hokkaido-Kürbis, gelber und brauner Senfsaat, Apfelessig, Honig und KürbiskernölPflanzenöl aus Kürbiskernen; geröstete Kerne ergeben die typische dunkle Farbe und den nussig-röstigen Geschmack.. Die kalt verrührte Würzpaste reift mehrere Tage im Kühlschrank und gewinnt dadurch an Rundheit.

Zum Rezept
Schlemminer Kürbissenf
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 15 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 72 Stunden
Gesamtzeit ca. 73 Stunden
Menge Gläser
Gerichtsform und Gerichtsart Würzpasten
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Nüsse und Samen
Prägende Zubereitungsverfahren Dämpfen, Kochen in Flüssigkeit
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Servierrolle Als servierfertiger Würzbegleiter vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Hokkaido-Kürbis bringt natürliche Süße, Farbe und eine cremige Grundlage in die Senfpaste.
  • Gelbe und braune Senfsaat verbinden milde Würze mit einer deutlich pikanten, aromatischen Note.
  • Apfelessig sorgt für Säure und unterstützt die typische Senfcharakteristik.
  • Die mehrtägige Reifezeit lässt Schärfe, Säure und Süße harmonischer zusammenfinden.

Schlemminer Kürbissenf verbindet die fruchtig-erdige Note von Hokkaido-Kürbis mit der pikanten Kraft gelber und brauner Senfsaat. Die cremige Würzpaste wird kalt verarbeitet und erhält ihren runden Abschluss durch Kürbiskernöl.

Fruchtig-erdig und cremig mit einer ausgewogenen Säure, nussiger Tiefe vom Kürbiskernöl und einer von mild bis pikant reichenden Senfschärfe.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kürbis garen

    Die Kürbiswürfel in einem Topf mit wenig Wasser oder im Dämpfeinsatz 12 bis 15 Minuten garen, bis sie weich sind. Anschließend vollständig abkühlen lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kürbiswürfel lassen sich leicht mit einer Gabel einstechen.

    • Der Kürbis muss vollständig abkühlen, bevor er mit der Senfsaat vermischt wird.

    Wichtig: Beim Öffnen des Topfs oder Dämpfeinsatzes vorsichtig mit heißem Dampf umgehen.

  2. Senfsaat mahlen

    Die gelbe und braune Senfsaat in einer Gewürzmühle oder portionsweise im Mörser grob bis fein mahlen. Nicht lange am Stück mahlen, damit die Masse nicht warm wird.

    Daran erkennst du es: Die Senfsaat ist gleichmäßig zerkleinert und enthält je nach gewünschter Textur noch feine Körnchen.

    • Kurze Mahlintervalle helfen, die Senfsaat kühl zu halten.
  3. Senfsaat quellen lassen

    Das Senfmehl mit 50 ml Apfelessig und 40 ml Wasser verrühren und 20 Minuten quellen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Senfmehl ist gleichmäßig feucht und deutlich angedickt.

    • Die Flüssigkeit gründlich unterrühren, damit keine trockenen Nester bleiben.
  4. Kürbispüree herstellen

    Den abgekühlten Kürbis mit dem restlichen Apfelessig, dem restlichen Wasser, Honig und Salz fein pürieren.

    Daran erkennst du es: Das Püree ist glatt und ohne größere Kürbisstücke.

    • Bei Bedarf den Mixstab zwischendurch absetzen und die Masse von den Schüsselwänden lösen.
  5. Senf fertigstellen

    Das Kürbispüree unter die gequollene Senfsaat rühren und die Masse kurz pürieren, bis sie cremig ist, aber noch etwas Struktur behält. Das Kürbiskernöl unterrühren. Falls der Senf zu fest ist, esslöffelweise Apfelsaft ergänzen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Senf ist cremig, streichfähig und weist noch etwas Struktur auf.

    • Apfelsaft nur nach Bedarf und portionsweise einarbeiten, damit der Senf nicht zu flüssig wird.
  6. Abfüllen und reifen lassen

    Den Kürbissenf in saubere Gläser füllen, verschließen und mindestens 3 bis 4 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen. Vor dem Servieren noch einmal umrühren und gekühlt aufbewahren.

    7 Std. 12 Min.

    Daran erkennst du es: Der Senf lässt sich glatt umrühren und schmeckt nach der Reifezeit runder und harmonischer.

    • Die Gläser möglichst vollständig füllen und sauber verschließen.

    Wichtig: Nach dem Abfüllen sofort kühl lagern.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Senfsaat kühl mahlen: Die Senfsaat nur portionsweise und mit kurzen Intervallen mahlen. Wird sie beim Mahlen warm, kann das Aroma leiden.
  • Kürbis vollständig abkühlen lassen: Der gegarte Kürbis sollte vor dem Vermischen mit der Senfsaat vollständig abgekühlt sein.
  • Reifezeit einplanen: Der Kürbissenf braucht mindestens 3 bis 4 Tage im Kühlschrank, damit sich Schärfe, Säure und Süße verbinden.

Zutatenwissen

Braune Senfsaat finden

Ungeschälte braune Senfsaat ist meist im Bioladen, in gut sortierten Gewürzabteilungen oder online bei Mühlen und Gewürzhändlern erhältlich.

Kürbiskernöl finden

Kürbiskernöl gibt es häufig in größeren Supermärkten, Reformhäusern, Hofläden und bei regionalen Ölmühlen.

Sinnvolle Alternativen

gelbe Senfsaat

Der Senf wird milder und weniger pikant; die Farbe kann etwas heller ausfallen.

Die braune Senfsaat vollständig durch 40 g zusätzliche gelbe Senfsaat ersetzen und wie im Rezept mahlen.

mildes Sonnenblumenöl

Der Senf schmeckt deutlich neutraler und verliert einen Teil seiner nussigen Tiefe.

Das Kürbiskernöl im letzten Verarbeitungsschritt durch die gleiche Menge mildes Sonnenblumenöl ersetzen.

Ahornsirup

Die Süße bleibt erhalten, das Aroma wird etwas karamelliger und die Zubereitung wird vegan.

Den flüssigen Honig durch 30 g Ahornsirup ersetzen und zusammen mit Kürbis, Apfelessig und Salz pürieren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Senfsaat wird beim Mahlen warm und der Senf schmeckt flach oder unangenehm scharf.

Portionsweise und in kurzen Intervallen mahlen.

Die gemahlene Senfsaat vor dem Weiterverarbeiten kurz abkühlen lassen und anschließend wie vorgesehen quellen lassen.

Die Senfpaste wird unnötig warm und verändert ihre gewünschte Textur.

Den Kürbis vollständig abkühlen lassen.

Die Masse vor dem Abfüllen abkühlen lassen und erst danach weiterverarbeiten.

Der fertige Kürbissenf lässt sich schlecht streichen.

Apfelsaft nur esslöffelweise nach Bedarf ergänzen.

Etwas Apfelsaft unterrühren, bis die gewünschte streichfähige Konsistenz erreicht ist.

Der Senf schmeckt unmittelbar nach der Herstellung unausgewogen oder sehr scharf.

Mindestens 3 bis 4 Tage durchziehen lassen.

Den Senf weiter gekühlt lagern und vor dem nächsten Probieren erneut umrühren.

Varianten

Milder Kürbissenf

Eine mildere Variante mit ausschließlich gelber Senfsaat.

Veganer Kürbissenf

Die Würzpaste wird ohne Honig zubereitet.

Kürbissenf mit mehr Biss

Eine gröbere Variante, bei der die Senfsaat weniger fein gemahlen wird.

Servieren und kombinieren

  • Zu Brot und Käse: Den gekühlten Kürbissenf als streichfähigen Würzbegleiter zu kräftigem Brot und Käse servieren.
  • Zu Gemüse: Als pikante Ergänzung zu Ofen- oder Grillgemüse verwenden. Der Kürbisgeschmack passt besonders gut zu erdigen und süßlichen Gemüsesorten.
  • Als Senfersatz: Den Kürbissenf portionsweise zu herzhaften Speisen reichen, wenn eine fruchtige, leicht nussige Senfnote gewünscht ist.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Der Kürbissenf muss mindestens 3 bis 4 Tage im Kühlschrank reifen und kann daher gut im Voraus zubereitet werden.

Allergene und Nährwerte

  • Senf: enthält · Gelbe und braune Senfsaat sind ausdrücklich Bestandteil der Rezeptur.

Lebensmittelsicherheit

  • Saubere Behälter: Den Kürbissenf in saubere Gläser füllen und verschließen.
  • Kühl lagern: Den abgefüllten Kürbissenf im Kühlschrank aufbewahren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum muss der Kürbissenf mehrere Tage reifen?

Während der Reifezeit verbinden sich Schärfe, Säure, Süße und Kürbisaroma. Dadurch schmeckt der Senf runder und harmonischer als direkt nach der Herstellung.

Kann ich die braune Senfsaat ersetzen?

Ja. Ersetze sie durch die gleiche Menge gelbe Senfsaat. Der Kürbissenf wird dadurch milder und weniger pikant.

Was kann ich tun, wenn der Senf zu fest ist?

Rühre esslöffelweise Apfelsaft unter, bis die gewünschte streichfähige Konsistenz erreicht ist.

Kann ich Kürbiskernöl ersetzen?

Mildes Sonnenblumenöl funktioniert ebenfalls. Der Geschmack wird dann deutlich neutraler und weniger nussig.

Aus unserer Küche

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